Nico Schulz ist bekannt für seine gefährlichen Flankenläufe - © Matthias Hangst/Bundesliga/DFL via Getty Images
Nico Schulz ist bekannt für seine gefährlichen Flankenläufe - © Matthias Hangst/Bundesliga/DFL via Getty Images
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Tempo und Dynamik für den BVB: Nico Schulz kommt zu Borussia Dortmund

Köln - Borussia Dortmund hat sich mit Nico Schulz verstärkt. Der Linksverteidiger bringt viel Tempo und Dynamik mit nach Dortmund und hat das Zeug, zum Publikumsliebling zu werden.

Dieser Mann hat Kultpotenzial: Borussia Dortmund holt Nico Schulz von der TSG Hoffenheim. Erstmals seit 1994 hat der BVB wieder einen Verteidiger mit dem Nachnamen Schulz - ein Name, der sich langgezogen so richtig schön brüllen lässt. Damals war es Michael Schulz, der sich schnell zum Publikumsliebling entwickelte. Wenn er am Ball war, erschallte im Dortmunder Stadion oft ein lautes "Schuuuuulz". Schon bald könnte es wieder soweit sein, wenn der Neuzugang aus Sinsheim die linke Bahn beackert. Dafür hat der BVB bereits mit einem kurzen Video auf Twitter die Basis geschaffen, in dem unter anderem Michael Schulz, Dede und Norbert Dickel sowie zahlreiche Fans den Namen des Neuzugangs rufen.

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Doch Nico Schulz überzeugt nicht nur mit seinem Nachnamen. Der 26-Jährige bringt vor allem "Physis, Tempo und eine extreme Dynamik" mit nach Dortmund. Diese Qualitäten nennt Sportdirektor Michael Zorc explizit in der Pressemitteilung zur Verkündung des Deals. Schulz soll zum einen sorgen, dass der BVB in der Defensive sicherer steht als in der abgelaufenen Spielzeit, zum anderen aber auch das Offensivspiel mit seinen Angriffsläufen über die linke Seite bereichern. Genau so wie er das in Hoffenheim in den letzten beiden Jahren getan hat.

Schulz trainierte in Gladbach unter Favre

Schulz hat in seiner Karriere eine starke Entwicklung genommen. Geboren wurde er in Berlin, wo er bei Hertha BSC den Sprung aus der Jugendabteilung zu den Senioren schaffte und 2010 sein Profidebüt gab. Im August 2015 wechselte er zu Borussia Mönchengladbach, wo er kurz mit dem aktuellen BVB-Trainer Lucien Favre zusammenarbeitete. Dieser trat aber einen knappen Monat später von seinem Amt als Gladbach-Trainer zurück. Schulz blieb zwei Jahre lang bei der Fohlenelf, bevor er nach Hoffenheim weiterzog. Dort machte er "noch einmal einen deutlichen Leistungssprung", betont Zorc. Für diesen wurde er 2018 mit seinem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft belohnt.

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In der abgelaufenen Saison war Schulz unverzichtbar in Hoffenheim. Er kam in 30 von 34 Bundesligaspielen zum Einsatz, erzielte ein Tor und gab fünf Vorlagen. Auch in der DFB-Elf war er zuletzt in den wichtigen Spielen gesetzt. Im März trug er mit einem Tor und einer Vorlage entscheidend zum 3:2-Sieg gegen die Niederlande bei.

In der kommenden Saison beackern sie die linke und die rechte Seite beim BVB: Schulz (l.) und Piszczek - Lukas Schulze/Bundesliga/DFL via Getty Images

Schulz: "Gemeinsam können wir Großes erreichen"

Zorc meint: "Ein Spieler wie er mit seinem Kampfgeist und seiner Erfolgsgier tut jeder Mannschaft gut." Schulz selbst ist sich sicher, dass er beim BVB an der richtigen Adresse ist: "Borussia Dortmund ist ein Top-Klub, dessen Team einen Fußball spielt, der einfach gut zu mir und meinem Stil passt. Ich glaube, dass ich dem Team mit meiner Art zu spielen, helfen kann. Gemeinsam können wir Großes erreichen."

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Schulz hat sich langfristig an den BVB gebunden. Sein Vertrag läuft bis Juni 2024. Genug Zeit, um einen bleibenden Eindruck in Dortmund zu hinterlassen. Genug Zeit, um Erfolge mit der Borussia zu feiern. Genug Zeit, um zu einer Kultfigur zu werden - nicht nur wegen seines Nachnamens.

Tim Müller