Die Mannschaft von Borussia Dortmund bedankt sich in Mönchengladbach bei den mitgereisten Fans - © Lukas Schulze/Bundesliga/DFL via Getty Images
Die Mannschaft von Borussia Dortmund bedankt sich in Mönchengladbach bei den mitgereisten Fans - © Lukas Schulze/Bundesliga/DFL via Getty Images
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BVB reagiert kämpferisch: "Wir greifen voll an!"

Dortmund - Borussia Dortmund musste sich nach der drittbesten Saison seiner Vereinsgeschichte mit Platz zwei begnügen. Doch der BVB hat Blut geleckt und gibt sich kämpferisch mit Blick auf die nächste Spielzeit.

Bie den Spielern und Verantwortlichen von Borussia Dortmund herrschte nach dem 2:0-Sieg am 34. Spieltag bei Borussia Mönchengladbach ein echtes Gefühlschaos. Da war Enttäuschung, weil der Sieg dem BVB nicht mehr zum Meistertitel verholfen hatte. Da war Stolz, weil Dortmund mit 76 Punkten die drittbeste Saison seiner Vereinsgeschichte gespielt hatte (nach 81 Punkten 2011/12 und 78 Punkten 2015/16). Und da war eine gesunde Portion Trotz. Torwart Roman Bürki erklärte kurz nach dem Abpfiff bereits: "Wir waren sehr nah dran, aber vielleicht können wir es im nächsten Jahr besser machen. Wir greifen voll an!" Und auch Sportdirektor Michael Zorc stellte fest: "Diese Saison ist Motivation und Verpflichtung zugleich."

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Dortmund hat Blut geleckt. Die Schwarz-Gelben spüren, dass der Abstand auf den deutschen Rekordmeister FC Bayern München kleiner geworden ist. Zwischenzeitlich hatte der BVB in der Saison 2018/19 sogar neun Punkte Vorsprung auf die Bayern. In der Rückrunde war der FCB aber das konstantere Team und konnte sich daher die siebte Meisterschaft in Folge sichern.

Der BVB tat am Ende seine Pflicht und gewann nach dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (3:2) auch das letzte Auswärtsspiel in Gladbach. Jadon Sancho und Marco Reus, die beiden Top-Scorer der Borussia, waren zum Saisonabschluss noch einmal zur Stelle und erzielten die Tore beim 2:0-Sieg. Dortmunds Kapitän Reus sagte nach dem Spiel enttäuscht: "Die Bayern waren in vielen Sachen einfach reifer. Uns hat die Erfahrung und die Gier in den entscheidenden Momenten gefehlt. Es war deutlich mehr drin."

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Der eine oder andere Punktverlust tat aus BVB-Sicht rückblickend besonders weh. Aus Spielen wie gegen Hoffenheim (3:3) oder in Bremen (2:2), die der BVB trotz 3:0- bzw. 2:0-Führung nicht gewinnen konnte, wird die Mannschaft lernen müssen. Trotzdem verdient es Anerkennung, dass Dortmund 21 Punkte mehr holte als in der Vorsaison, in der die Qualifikation zur Champions League erst am letzten Spieltag knapp gesichert werden konnte.

Jubel beim BVB am letzten Spieltag - zum Titel reicht es aber nicht - Lukas Schulze/Bundesliga/DFL via Getty Images

Beim BVB war unter Trainer Lucien Favre ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Die Zugänge des vergangenen Sommers haben die Mannschaft stärker gemacht. Die Doppelsechs bestehend aus Axel Witsel und Thomas Delaney war ein entscheidender Erfolgsfaktor, auch die Abwehrspieler Abdou Diallo und Achraf Hakimi sowie Angreifer Paco Alcacer, der mit 18 Treffern zweitbeste Torschütze der Bundesliga-Saison, waren wichtige Eckpfeiler. Zur Saison 2019/20 verstärkt sich Dortmund weiter: Thorgan Hazard, Julian Brandt und Nico Schulz kommen.

Die Bayern sollten also gewarnt sein: Der BVB wird auch in der nächsten Spielzeit ein ernsthafter Konkurrent im Titelkampf sein.