Martinez, Müller, Lewandowski, Gnabry und Kimmich machen beim FC Bayern den Unterschied - © DFL Deutsche Fußball Liga
Martinez, Müller, Lewandowski, Gnabry und Kimmich machen beim FC Bayern den Unterschied - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Martinez, Kimmich, Müller, Gnabry Lewandowski - Bayern Münchens Schlüsselspieler im Klassiker

Am 11. Spieltag der Bundesliga kommt es zum Klassiker zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Vor dem Prestigeduell liegen die beiden Rivalen in der Tabelle eng beieinander - bundesliga.de stellt die Schlüsselspieler des FC Bayern München vor.

Javi Martinez

Nach den Ausfällen von Niklas Süle und Lucas Hernandez und der Rotsperre von Jerome Boateng ist Javi Martinez' Vielseitigkeit gefragt. Der Spanier ist sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung zu Hause. Gegen Piräus bot der neue Trainer Hansi Flick den Rechtsfuß in der Viererkette auf und stellte schon im Vorfeld klar, dass Martinez auch gegen Dortmund spielen wird. Der 31-Jährige ist enorm zweikampfstark und hat ein sauberes Aufbauspiel. Dank seiner Kopfballstärke ist er bei defensiven und offensiven Standardsituationen gleichermaßen von Bedeutung. Das bekam in der vergangenen Saison auch der BVB zu spüren, denn Martinez gehörte zu den Torschützen beim Münchner 5:0-Erfolg in der Allianz Arena.

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Joshua Kimmich

Er gilt als unverzichtbarer Leistungsträger der Bayern: Joshua Kimmich verpasste nur eins der letzten 71 Pflichtspiele des Rekordmeisters - und das auch nur durch eine Gelb-Sperre im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Liverpool in der letzten Saison. Als echter Dauerbrenner stand Kimmich in den letzten 47 Bundesliga-Spielen in der Startelf, 45 davon bestritt der 24-Jährige über 90 Minuten. Als Führungsspieler agierte Kimmich in dieser Bundesliga-Saison bisher öfter auf der Sechs (sechs Mal), als auf der Rechtsverteidiger-Position (vier Mal).

Mit drei Torvorlagen zählt er zu den besten Vorbereitern des Rekordmeisters (nur Thomas Müller gab eine mehr). Kimmich ist vor allem als Arbeitstier bekannt und ist auf dem Platz viel unterwegs: In dieser Saison lief er schon 121,2 Kilometer – Ligabestwert! Am 6. Spieltag in Paderborn schaffte er sogar 13,4 km – das ist Bayern-Bestwert seit der Erfassung der Daten 2011.

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Thomas Müller

Hansi Flick betonte nach seiner Amtsübernahme die Bedeutung von Thomas Müller für den gesamten Club. "Er ist für den FC Bayern eine wichtige Identifikationsfigur. Auf dem Platz ist er sehr intelligent, kann eine Mannschaft führen und ist sehr wichtig", so der 54-Jährige. In der Champions League gegen Piräus erhielt der Ur-Bayer dementsprechend den Vorzug vor Philippe Coutinho und Flick kündigte bereits an, dass der Weltmeister von 2014 auch gegen den BVB beginnen wird.

Sein Riecher für gefährliche Situationen und sein überragendes Spielverständnis machen Müller für jede Abwehr zu einem unberechenbaren Gefahrenherd. Einem ungemein fleißigen noch dazu, denn nur Joshua Kimmich legte beim Rekordmeister durchschnittlicher mehr Meter zurück als der 30-Jährige. Seinen Wert hat er auch schon unter Niko Kovac bewiesen, denn mit vier Torvorlagen ist er der beste Vorbereiter der Münchner in dieser Spielzeit. Nur selbst getroffen hat er in der Liga in dieser Spielzeit noch nicht. Der Klassiker wäre natürlich der perfekte Zeitpunkt, um dies zu ändern.

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Serge Gnabry

Serge Gnabry entwickelt sich immer mehr zum Torgarant des FC Bayern: Mit sieben Pflichtspieltoren in dieser Saison ist der 24-Jährige, wie letzte Saison, der zweitbeste Bayern-Torschütze nach Robert Lewandowski (in der Vorsaison erzielte Gnabry zehn Bundesliga-Tore). Den insgesamt 33 Bundesliga-Toren von Gnabry stehen 20 Torvorlagen gegenüber – beim FC Bayern halten sich Tore (zwölf) und Vorlagen (elf) beim Nationalspieler nun mehr oder weniger die Waage. Als pfeilschneller Offensivspieler legte der 24-Jährige im Schnitt zudem 33 Sprints pro Spiel hin.

Für Gnabry wird der Klassiker am 11. Spieltag eine Saisonpremiere - beim Supercup zwischen beiden Teams Anfang August 2019 fehlte er. Das Duell gegen Dortmund liegt ihm aber, denn in der Vorsaison stand er bei beiden Begegnungen auf dem Feld und war sowohl im Hin- als auch im Rückspiel an Bayern-Toren beteiligt.

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Robert Lewandowski

Er ist der Mann für die Rekorde und die "Lebensversicherung" des FC Bayern: Robert Lewandowski erzielte in dieser Bundesliga-Saison bereits 14 Tore. So viele Tore nach zehn Spieltagen gelangen bisher nur Gerd Müller 1968/69 (sogar 15). Außerdem ist der Pole der erste Bundesliga-Spieler, der an den ersten zehn Spieltagen immer traf (den bisherigen Rekord hielt Pierre-Emerick Aubameyang – erste acht Spieltage).

Mit 15 Bundesliga-Treffern ist der Stürmer zudem Bundesliga-Rekordtorschütze im Klassiker (14 für Bayern, einen für den BVB). Mit einem weiteren Treffer wäre er auch alleiniger Klassiker-Rekordschütze des FC Bayern in der Bundesliga. Aktuell teilt er sich diese Bestmarke noch mit Gerd Müller (je 14 Tore). Dass Lewandowski auch am 11. Spieltag wieder zuschlägt ist derweil nicht unwahrscheinlich: Der Torjäger war in den letzten fünf Klassikern in der Bundesliga immer als Torschütze erfolgreich (insgesamt zehn Tore). Eine solche Torserie gab es in der Historie dieser Begegnung nie zuvor.