Jhon Cordoba dreht nach seinem Tor zum 1:0 jubelnd ab - © Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Jhon Cordoba dreht nach seinem Tor zum 1:0 jubelnd ab - © Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
2. Bundesliga

Köln schlägt Fürth mit 4:0 und macht den Wiederaufstieg perfekt

Fürth - Der 1. FC Köln ist wieder da: Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga und neun Tage nach dem Rauswurf von Trainer Markus Anfang haben die Domstädter die Rückkehr ins Oberhaus als Meister perfekt gemacht. Der FC gewann am Montag zum Abschluss des drittletzten Zweitliga-Spieltages vor allem dank Dreifach-Torschütze Jhon Cordoba 4:0 (3:0) bei der SpVgg Greuther Fürth und ist nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Cordoba (8./41.) und ein Eigentor von Daniel Steininger (20.) sorgten auf dem Weg zum sechsten Kölner Bundesliga-Aufstieg schon früh für klare Verhältnisse. Der starke Cordoba (65.) mit seinem Saisontreffer 20 setzte den Schlusspunkt beim Traumdebüt von FC-Interimstrainer Andre Pawlak. Der 48-Jährige hatte den am 27. April - auf Tabellenplatz eins - entlassenen Anfang zumindest vorerst ersetzt.

Dass Pawlak in seinem ersten Spiel als Coach den Aufstieg feiern durfte, ist eine höchste kuriose Geschichte. "Riesenglückwunsch an die Mannschaft und an das Trainerteam! Wir haben viel geredet mit den Jungs unter der Woche, haben viel am Ball trainiert. Die Spieler haben alles umgesetzt, was wir vorgegeben haben. Wir werden jetzt ganz spontan feiern", sagte der 48-Jährige nach dem Spiel.

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Anders als bei den vergangenen vier Begegnungen ohne Sieg - zuletzt gab es zwei Niederlagen gegen Dresden (0:3) und Darmstadt (1:2) - trat Köln von Beginn an wie ein Spitzenteam auf und dominierte deutlich. Mühelos kamen die Gäste zum Führungstreffer: Florian Kainz schlug eine scharfe Flanke von links in den Strafraum, Cordoba musste nur noch den Fuß hinhalten.

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Auch in der Folge spielte Köln druckvoll und auch ansehnlich nach vorne. Beim zweiten Treffer verlängerte der bedrängte Steininger eine Ecke von Marcel Risse per Kopf ins eigene Tor. Kurz vor der Pause köpfte Cordoba aus kurzer Distanz den dritten Treffer - danach konnte der Kölner Anhang schon in den Karnevalsmodus schalten.

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Von den Fürthern, die für den Klassenerhalt noch einen Punkt benötigen, kam aber auch nach der Pause wenig bis gar nichts. Für den FC waren die letzten Meter auf dem Weg zurück in Liga eins ein Spaziergang. Die nun als Aufsteiger feststehenden Kölner hingegen agierten im Stile einer Spitzenmannschaft. Konzentriert und souverän. Rafael Czichos nach dem Spiel: "Die Trainer haben die Woche versucht, Lockerheit reinzubringen. Die taktischen Umstellungen haben gefruchtet. Wir haben konzentriert gespielt und waren eiskalt vor dem Tor."

Torhüter Timo Horn wurde nach dem Abpfiff emotional: "Nach einem Jahr wieder in die Bundesliga zurückzukehren, das ist kaum in Worte zu fassen. So zu spielen wie ein Aufsteiger, war ganz wichtig. Wir wollten ein Zeichen an die Liga senden, dass wir zurecht da oben stehen." Und auch Marco Höger, der wie Horn nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der vergangenen Saison in der Domstadt geblieben war, fügte hinzu: "Ich bin Kölner, ich bin mit dem Verein in die 2. Bundesliga gegangen und es ist überragend, nach einem Jahr wieder zurückzukehren."

SID

Jhon Cordoba erzielt in Fürth seine Saisontore Nummer 18, 19 und 20 - Simon Hofmann/DFL via Getty Images
Paul Jaeckel im Kopfballduell mit Jonas Hector - Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Der Mann des Tages: Marcel Risse nimmt den dreimaligen Torschützen Jhon Cordoba in den Arm - imago images / Sven Simon