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2. Bundesliga

Die 2. Bundesliga vor der Saison 2020/21: Ausgeglichen wie selten zuvor

Auch die 2. Bundesliga steht vor einer neuen Spielzeit: Die Zweitliga-Saison 2020/21 beginnt in diesem Jahr, anders als zuletzt gewohnt, am selben Tag wie die der Bundesliga. Am 18. September geht es für die 18 Teams um die Absteiger Fortuna Düsseldorf und SC Paderborn 07 wieder um Punkte. Einen klaren Favoriten gibt es in dieser Saison nicht, die 2. Bundesliga scheint knapp einen Monat vor dem Startschuss ausgeglichen wie selten zuvor.

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Zwei, die jeder auf dem Zettel haben sollte, sind natürlich die Rückkehrer aus der Bundesliga: Fortuna Düsseldorf musste nach zwei Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse den Gang in die 2. Bundesliga antreten, das letztjährige Überraschungsteam SC Paderborn stiegt direkt wieder ab. Doch in der Saison 2020/21 wollen die beiden Teams wieder voll angreifen – und setzen bei dieser Mission etwas ungewöhnlich auf die Trainer, die schon beim Abstieg an der Seitenlinie standen. Uwe Rösler soll die Rheinländer wieder nach oben führen, beim SCP ist weiterhin alles auf Steffen Baumgart zugeschnitten.

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Doch nicht nur das Absteigerduo zählt zu den Favoriten in dieser Zweitliga-Spielzeit. Neben Düsseldorf und Paderborn schielt besonders der Hamburger SV nach zwei schwierigen Jahren Richtung Aufstieg – diesmal ist Daniel Thioune, den die Hanseaten von Ligakontrahent VfL Osnabrück loseisten, als neuer Coach der Hoffnungsträger beim einstigen Bundesliga-Dino. Doch auch die Konkurrenz ist keinesfalls zu unterschätzen: Der SV Darmstadt 98 macht sich nach starker Rückrunde trotz des Abgangs von Trainer Dimitrios Grammozis ebenso Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison wie Hannover 96 und der VfL Bochum, die nach der Corona-Pause überzeugen konnten. Doch wie schon im Vorjahr, als der 1. FC Heidenheim in die Relegation stürmte, ist ein Überraschungsgast im Aufstiegsrennen nicht ausgeschlossen.

Dabei kann vor allem 96 auf einen prominenten Neuzugang bauen: Die Niedersachsen verpflichteten Mike Frantz (Sport-Club Freiburg), der mit seiner Erfahrung aus 228 Bundesliga-Partien das Mittelfeld stabilisieren soll. Doch der 33 Jahre alte Routinier ist nicht das einzig bekannte Gesicht in der 2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorfs Abwehrchef Kaan Ayhan beispielsweise könnte ebenso die Saison prägen wie Angreifer Philipp Hofmann, der sich in der vergangenen Saison beim Karlsruher SC formstark und treffsicher präsentiert hatte. Auch andere Spieler wie Sonny Kittel (Hamburger SV) oder die Bayern-Leihgabe Lars-Lucas Mai (Darmstadt 98) stehen in den Startlöchern.

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Für Furore sorgen wollen auch die beiden Aufsteiger, die nun in der 2. Bundesliga mitmischen: Die Würzburger Kickers schafften ebenso wie Eintracht Braunschweig den Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Für beide Teams ist es eine Rückkehr in bekannte Gefilde: Würzburg spielte 2016/17 sein erstes Jahr in der 2. Bundesliga, die Braunschweiger waren zuletzt 2017/18 zweitklassig. Doch im Süden wie im Norden kann es für die Clubs nur um ein Ziel gehen: Der Klassenerhalt soll möglichst frühzeitig in trockene Tücher gebracht werden. Die Eintracht geht dabei das womöglich höhere Risiko: Die Niedersachsen trennten sich von Aufstiegscoach Marco Antwerpen, nun soll Daniel Meyer (ehemals Erzgebirge Aue) den Deutschen Meister von 1967 eine Spielklasse höher etablieren.

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So oder so: Für die anstehende Saison ist Spannung garantiert in der 2. Bundesliga. Packende Partien wie das Hamburger Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli, das Niedersachsenderby zwischen Braunschweig und Hannover oder das Frankenderby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth lassen die Herzen der Fans höher schlagen. Bereits in den vergangenen Jahren war das Rennen um Aufstieg und der Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga extrem eng, doch in dieser Spielzeit könnte das angesichts der ausgeglichenen Ausgangslage noch einmal getoppt werden. Die 18 Teams werden ab dem 18. September bereit sein!

Thomas Reinscheid

Auch in dieser Saison wird es zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli heiß hergehen - imago images / MIS