Anzeige
Mateusz Zukowski könnte erneut zur Magdeburger Lebensversicherung werden
Mateusz Zukowski könnte erneut zur Magdeburger Lebensversicherung werden - © IMAGO/Christian Schroedter
Mateusz Zukowski könnte erneut zur Magdeburger Lebensversicherung werden - © IMAGO/Christian Schroedter
2. Bundesliga

Rennen um die Torjäger-Krone – wer setzt sich durch?

In der abgelaufenen Saison war Noel Futkeu mit 19 Treffern ein ganz wichtiger Faktor für die SpVgg Greuther Fürth und wurde dafür neben dem Klassenerhalt auch mit der Torjäger-Krone belohnt. Doch wer wird in der Saison 2026/27 am häufigsten treffen? Wir werfen einen genaueren Blick auf einige vielversprechende Namen.

Budu Zivzivadze (1. FC Heidenheim)

Budu Zivzivadze ist nach anderthalb Jahren Bundesliga mit dem 1. FC Heidenheim 1846 zurück in der 2. Liga und bereit, erneut für Furore zu Sorgen. In der Hinrunde der Saison 24/25 war der georgische Nationalspieler mit zwölf Treffern auf dem besten Weg, erfolgreichster Torschütze der Liga zu werden, entschied sich jedoch seinen damaligen Klub, den Karlsruher SC, in Richtung Ostalb zu verlassen.

Vor allem im Saisonendspurt der vergangenen Spielzeit blühte Zivzivadze auf und traf unter anderem beim spektakulären 3:3 beim FC Bayern doppelt. "Er ist nicht nur torgefährlich, sondern macht Bälle fest und gewinnt Offensivzweikämpfe“, lobt Trainer Frank Schmidt die Qualitäten des 32-jährigen Torjägers, der einen wichtigen Anteil am Abschneiden des FCH in der kommenden Spielzeit haben dürfte.

Auf Heidenheims Budu Zivzivadze werden in der kommenden Spielzeit viele Blicke gerichtet sein - IMAGO/Eduard Martin

Martijn Kaars (FC St. Pauli)

Einen ähnlichen Weg wie Zivzivadze hat auch Martijn Kaars vorzuweisen. Der Niederländer zeigte sich in der Saison 24/25 ähnlich treffsicher und traf im Trikot des 1. FC Magdeburg 19 Mal in der 2. Bundesliga. Nach zwei Toren in den ersten drei Partien der Folgesaison verpflichtete ihn der FC St. Pauli. In der Bundesliga konnte Kaars nur selten an seine Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen. Nach drei Treffern in 29 Spielen musste er mit den Kiezkickern den Gang in Liga Zwei antreten.

Dort ruhen die Hoffnungen nun wieder vermehrt auf dem pfeilschnellen 27-Jährigen, der nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als Vorbereiter seine Qualitäten hat. Vor zwei Jahren musste er sich im Kampf um die Torjägerkanone knapp HSV-Stürmer Davie Selke geschlagen geben, dieses Mal könnte es klappen.

Im Trikot des FC St. Pauli bisher noch ein eher seltenes Bild: Torjubel von Martijn Kaars - IMAGO/Philipp Szyza

Benjamin Källman (Hannover 96)

Das Ende der abgelaufenen Spielzeit hätte für Benjamin Källman und Hannover 96 kaum bitterer sein können. Am letzten Spieltag verpasste der Angreifer mit seinem Verein die Teilnahme an den Relagtionsspielen zur Bundesliga. Dass 96 überhaupt ein Wörtchen in der Aufstiegsentscheidung mitreden durfte, lag nicht zuletzt an Källmans 14 Saisontoren. Der 28-Jährige zeigte sich dabei in seiner Paradedisziplin als Strafraumstürmer und versuchte, "immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein."

Källmans Torquote ist mit Blick auf sein Job-Sharing mit Sturmkollege Benedikt Pichler noch bemerkenswerter. Zehnmal wurde der finnische Nationalspieler eingewechselt und sogar 15 Mal ausgewechselt. "Ich weiß, dass ich mehr Tor hätte schießen können", war er mit seiner persönlichen Saison nicht gänzlich zufrieden. Es wirkt aber, als könne Källman in der kommenden Spielzeit den nächsten Schritt gehen und noch eine Schippe drauf legen.

Benjamin Källman und Hannover 96 nehmen in der kommenden Spielzeit erneut Anlauf Richtung Bundesliga - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser

Mateusz Zukowski (1. FC Magdeburg)

Mateusz Zukowski zählt vor dem Start in die neue Saison sicherlich zu den spannendsten Kandidaten für die Torjägerkanone der 2. Bundesliga. Beim 1. FC Magdeburg vollzog der Pole in der vergangenen Spielzeit einen bemerkenswerten Positionswechsel: Vom Flügelspieler und zwischenzeitlichen Rechtsverteidiger entwickelte er sich zum Mittelstürmer – mit großem Erfolg.

In nur 21 Einsätzen in seiner neuen Rolle gelangen dem 24-Jährigen 17 Treffer. Damit bewies Zukowski nicht nur seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, sondern auch, wie gut ihm die Position im Sturmzentrum liegt. „Ich bin hungrig auf Tore“, betont der Magdeburger Angreifer selbst und unterstreicht damit seine Ambitionen für die kommende Spielzeit.

Er ist die Tormaschine der 2. Bundesliga

Ivan Prtajin (1. FC Kaiserslautern)

Ivan Prtajin dürften derzeit eher wenige auf dem Zettel haben. Der 30-Jährige zeigte im Trikot des 1. FC Kaiserslautern zwar bereits eindrucksvoll, welche Qualitäten in ihm stecken, wurde allerdings auch immer wieder von Verletzungen ausgebremst. In der vergangenen Spielzeit erzielte der Kroate elf Tore in nur 14 Partien und gehörte damit zu den treffsichersten Angreifern der Liga.

Dann der bittere Rückschlag: Ein Achillessehnenriss setzte Prtajin außer Gefecht und ließ ihn die komplette Rückrunde verpassen. Umso größer sind nun die Hoffnungen auf dem Betzenberg, dass er rechtzeitig zu alter Stärke zurückfindet. Beim Trainingsauftakt drehte der kopfballstarke Zielspieler bereits wieder seine Runden, wenn auch noch ohne Ball.

Mit seiner Präsenz im Strafraum und seiner Stärke in der Luft kann Prtajin für den FCK zu einem entscheidenden Faktor werden. Bleibt der Angreifer verletzungsfrei und knüpft an seine Leistungen aus der Hinrunde an, dürfte er im Kampf um die Torjägerkanone ein ernstzunehmender Kandidat sein.

Kopfballungeheuer mit Verletzungspech: Bleibt Ivan Prtajin verletzungsfrei, könnte er ein wichtiger Faktor im Spiel des FCK werden - IMAGO/Ralf Brueck

Robert Glatzel (VfL Wolfsburg)

An der Offensive des VfL Wolfsburg führt bei der Frage nach dem Top-Torjäger der kommenden Saison wohl kein Weg vorbei. Viele hochkarätige Namen laufen für den VfL nach dem Abstieg aus der Bundesliga auf. Routinier Robert Glatzel bringt reichlich Zweitliga-Erfahrung mit und konnte bereits in der Saison 22/23 im Trikot des Hamburger SV die Torjägerkanone gewinnen.

94 Treffer erzielte der 32-jährige Routinier in 189 Spielen in der 2. Bundesliga. Sollte Glatzel verletzungsfrei bleiben, dürfte er eine ganz wichtige Rolle beim avisierten Wiederaufstieg der Wölfe einnehmen. Interne Konkurrenz erhält der gebürtige Münchner allerdings durch Dženan Pejčinović, Fabian Reese oder auch Alessio Besio.

Kann Robert Glatzel seine Torjägerqualitäten im Trikot des Hamburger SV auch in Wolfsburg nachweisen? - Revierfoto via www.imago-images.de

Weitere Videos