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2. Bundesliga

Dehm erzielt sehenswert den Siegtreffer gegen Hannover

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Greuther Fürth schlägt Hannover 96 dank eines traumhaften Treffers von Ex-Hannoveraner Dehm und eines gehaltenen Elfmeters durch Torwart Prüfrock mit 2:1 und gibt die rote Laterne ab.

Hannover 96 ging mit dem Rückenwind von neun ungeschlagenen Heimspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth in die Partie. Die Franken mussten ohne ihren erkrankten Kapitän Branimir Hrgota auskommen, der an den ersten 24 Spieltagen immer zum Einsatz gekommen war. Für Felix Klaus war es ein besonderes Spiel – er bestritt sein 100. Pflichtspiel für das Kleeblatt. Pikant: Mit Nahuel Noll stand bei 96 der Stammkeeper der Fürther aus der Saison 2024/25 zwischen den Pfosten, während Jannik Dehm in den vergangenen vier Spielzeiten 85 Zweitliga-Partien für die Niedersachsen absolviert hatte.

Die Fürther Spieler feiern nach dem 1:0 durch Noel Futkeu. Das Kleeblatt spielte eine starke erste Hälfte in Hannover - IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Futkeu setzt Hannover unter Druck

Die Partie begann mit einem Schreckmoment für die Gastgeber. Noll nahm einen langen Abstoß von Silas Prüfrock mit der Brust an, der Ball sprang jedoch zu weit weg. Sayfallah Ltaief kam an den Ball und bediente Klaus, dessen Versuch aus rund 45 Metern jedoch deutlich über das leere Tor ging. In der 12. Minute jubelte Hannover kurz, als Stefán Teitur Thórdarson einnetzte, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Beide Teams schenkten sich in der Folge nichts, bis Noel Futkeu in der 33. Minute nach einem langen Ball Ime Okon im Zweikampf wegdrängte und den Ball artistisch per Volley im Tor unterbrachte.

Maurice Neubauer und Husseyn Chakroun feiern den 1:1-Ausgleich. Der Joker bereitete den Treffer für den Torschützen direkt vor - IMAGO/Ayman Alahmed

Ausgleich und erneuter Rückschlag

Nach der Pause brachte Christian Titz mit Husseyn Chakroun und Waniss Taibi frische Kräfte – und das zahlte sich aus. In der 50. Minute bediente Chakroun Maurice Neubauer im Strafraum, der ins kurze Eck traf und zum 1:1 ausglich. Die Freude währte jedoch nur kurz. Nach einer VAR-Überprüfung wegen eines möglichen Handspiels von Noll außerhalb des Strafraums – das keine Konsequenzen hatte – schlug Fürth zurück. Dennis Srbeny spielte den Ball nach links zu Futkeu, der weiter auf Dehm leitete. Der ehemalige Hannoveraner nahm aus halbrechter Position Maß und traf traumhaft zum 1:2 in den Winkel (57.).

Der Ex-Hannoveraner Dehm "entschuldigt" sich für sein 2:1 Siegtreffer bei den Niedersachsen - IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Elfmeter verschossen und Pfosten getroffen

Hannover gab sich nicht geschlagen. In der 63. Minute traf Maik Nawrocki per Kopf zum vermeintlichen 2:2, stand dabei jedoch im Abseits. Die große Chance zum erneuten Ausgleich bot sich in der 72. Minute: Nach einem Foul von Aaron Keller an Hayate Matsuda gab es Elfmeter für die Gastgeber. Enzo Leopold trat an – doch Prüfrock blieb in der Mitte stehen und parierte den Strafstoß. Nur eine Minute später traf Benjamin Källman per Kopf die Latte. Trotz intensiven Hannoveraner Drucks in der Schlussphase und neun Minuten Nachspielzeit verteidigte Fürth mit einer aufopferungsvollen Leistung das eigene Tor und sicherte sich damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Hannover 2,33 - Fürth 0,69
Schnellster Spieler: Sayfallah Ltaief (SGF), 33,85 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Noel Futkeu (SGF), 5 Prozent
Most Pressed Player: Sayfallah Ltaief (SGF), 19 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Felix Klaus (SGF), +2,9