
Aufstiegsrennen spitzt sich zu: Heiße Duelle am 31. Spieltag
Das Rennen um den Aufstieg nähert sich seiner Zielgeraden! Am 31. Spieltag kommt es zu zwei direkten Duellen zwischen den fünf Aufstiegsaspiranten – Partien, die für eine Vorentscheidung sorgen oder den Kampf um den Bundesliga-Aufstieg noch einmal richtig anheizen könnten.
1. Platz: FC Schalke 04 (61 Punkte)
Der FC Schalke 04 geht im Aufstiegsrennen weiter voran: Bereits seit dem 8. Spieltag steht Schalke durchgängig auf einem direkten Aufstiegsrang – an 16 von 17 Spieltagen sogar als Tabellenführer. Die Knappen kommen seit zehn Partien ungeschlagen daher und haben inzwischen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sieben Zähler Abstand auf Rang vier.
Damit kann das Team von Trainer Miron Muslić bereits am kommenden Spieltag einen Platz unter den Top drei rechnerisch klarmachen. Allerdings müsste dazu ausgerechnet beim Tabellenzweiten SC Paderborn ein Sieg errungen werden (und Hannover beim Karlsruher SC verlieren) – keine leichte Aufgabe also.
Doch gerade mit der Ungeschlagen-Serie im Rücken und dem Wissen, dass man auch ohne Superstar Edin Džeko weiter den Kurs Richtung Bundesliga hält, herrscht bei Königsblau Zuversicht. Zumal das Restprogramm des S04 abgesehen vom Aufstiegsduell mit Paderborn machbar erscheint: Düsseldorf, Nürnberg und Braunschweig heißen die restlichen Gegner. In der Hinrunde gab es gegen diese neun Punkte – sieben braucht Schalke noch, um den direkten Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen.

2. Platz: SC Paderborn 07 (58 Punkte)
Paderborn hat seit zehn Spielen in der 2. Bundesliga nicht mehr verloren (sechs Siege, drei Remis), gleichauf mit Schalke ist das die aktuell längste Serie. In der Rückrunde ist der SCP mit 25 Punkten und 24 zu 17 Toren weiterhin das beste Team. Für Paderborn ist diese Saison schon jetzt historisch: Nie zuvor gab es für das Team aus Nordrhein-Westfalen in der 2. Bundesliga nach 30 Spieltagen so viele Siege (17, nur Schalke hat einen mehr).
Paderborn überzeugt auf vielen Ebenen: 14-mal traf der SCP per Kopf – Ligabestwert. Die Ostwestfalen gaben ligaweit auch die meisten Kopfballtorschüsse ab (94). Hinzu kommt die Stärke bei Standards: Kein Zweitligist überbietet Paderborns 20 Tore. Und auch defensiv gibt es mit den ligaweit wenigsten zugelassenen gegnerischen Großchancen (26) nichts zu meckern.
Dennoch wurde die Euphorie der Ostwestfalen beim Remis bei Mitkonkurrent Hannover zumindest ein wenig gebremst – und die ausstehenden Aufgaben gegen Schalke, Elversberg, Karlsruhe und Darmstadt werden nicht einfacher. Verliert das Team von Ralf Kettemann am kommenden Wochenende, könnten sie den direkten Aufstiegsplatz verlieren...

3. Platz: SV Elversberg (55 Punkte)
Doch dafür müsste für die SV Elversberg im Topspiel des 31. Spieltags ein Sieg bei Darmstadt 98 herausspringen – was ebenfalls leichter gesagt als getan ist. Zumal die Elv die letzten beiden Duelle mit Aufstiegsaspiranten nicht gewinnen konnte (Remis in Hannover, Niederlage gegen Schalke).
Für ein Aufatmen sorgte umso mehr der 3:0-Sieg gegen Karlsruhe. Elversberg hat damit nach 30 Spieltagen 16 Siege und 55 Punkte auf dem Konto – nach Siegen ist es bereits jetzt ein eingestellter Vereinsrekord für die Saarländer, drei Punkte fehlen noch bis zur Einstellung der Bestmarke aus der Vorsaison.
Das Team von Vincent Wagner stellt in dieser Saison mit 52 Toren die beste Offensive der 2. Bundesliga (gemeinsam mit Paderborn und Darmstadt). Auch defensiv läuft es: Nur Schalke kassierte weniger Gegentore als Elversberg (32). Die Saarländer haben den direkten Aufstieg noch in der eigenen Hand – am 32. Spieltag empfängt die Elv den SC Paderborn. Bei aktuell nur drei Punkten Rückstand und der bereits jetzt besseren Tordifferenz hält Elversberg alle Trümpfe.

4. Platz: Hannover 96 (54 Punkte)
Hannover ist seit fünf Zweitliga-Spielen ungeschlagen, es gab in diesem Zeitraum allerdings auch mehr Remis (drei) als Siege (zwei). Der Zwischenstopp auf Rang drei (Hannovers beste Rückrundenplatzierung) dauerte nur einen Spieltag.
Was jedoch Mut macht: Hannover ist die einzige Mannschaft, die am 31. Spieltag nicht auf einen direkten Aufstiegskonkurrenten trifft. Stattdessen steht ein Gastauftritt in Karlsruhe auf dem Programm. Auch die restlichen Gegner (Münster, Bochum und Nürnberg) dürften die 96er nicht zurückschrecken – gerade aufgrund ihrer insgesamt bestechenden Rückrundenform.
In der zweiten Halbserie sammelten die Niedersachsen mit 25 Punkten die meisten (nur Paderborn hat genauso viele). Vor allem auswärts ist Hannover in dieser Saison das Maß aller Dinge: Die Mannen von Christian Titz holten in Auswärtsspielen mehr Punkte (29) als zu Hause (25) und belegen damit den ersten Platz der Gasttabelle. Insofern sollte Karlsruhe am kommenden Wochenende gewarnt sein.

5. Platz: SV Darmstadt 98 (50 Punkte)
War es das für die Lilien? Darmstadt wartet seit fünf Zweitliga-Partien auf einen Sieg – kassierte zuletzt erstmals in dieser Saison drei Niederlagen in Folge, zuletzt eine ganz bittere trotz zweimaliger Führung in Fürth. Der ehemalige Spitzenreiter (zuletzt nach Spieltag 21) ist mittlerweile nur noch Fünfter und hat erstmals in dieser Saison fünf Punkte Rückstand auf Rang drei. Mit anderen Worten: Gegen Elversberg MUSS ein Dreier her!
Erstaunlich: Trotz der drei Pleiten kassierte ligaweit in dieser Saison kein Team weniger Niederlagen als Darmstadt (sechs, wie auch Paderborn und Hannover). Zusammen mit Paderborn und Elversberg stellt der SVD das torgefährlichste Team der 2. Bundesliga (52 Treffer) – das Duell mit der Elv verspricht also einiges an Toren!
In der Hinrunde holte die Mannschaft von Florian Kohfeldt acht der möglichen zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen, ließ dabei allerdings ausgerechnet gegen Elversberg (0:0) und Paderborn (2:2) wichtige Zähler liegen. Will heißen: Die Hessen brennen auf Revanche!

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