Der Hamburger SV feiert im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart einen 6:2-Erfolg - © David Hecker/Bongarts/Getty Images
Der Hamburger SV feiert im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart einen 6:2-Erfolg - © David Hecker/Bongarts/Getty Images
2. Bundesliga

„Ein Riesentag für den HSV“: Hamburger SV gelingt Machtdemonstration in verrücktem Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart

Mit Spannung war in der 2. Bundesliga das Spitzenspiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart erwartet worden. Und das Duell der zwei Schwergewichte hielt, was die Namen versprachen – in einer spektakulären Begegnung, die von beiden Seiten mit offenem Visier führten, geriet der Schlagabtausch zu einer Machtdemonstration für die Hanseaten, die sich letztlich klar mit 6:2 durchsetzen und die Tabellenführung verteidigen konnten.

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"Wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen, wobei ich anmerken muss, dass wir heute gesehen haben, dass es die beiden besten Mannschaften der Liga sein können", fand HSV-Coach Dieter Hecking lobende Worte das Niveau der Partie und den unterlegenen Kontrahenten: "Ich finde, dass der VfB Stuttgart zu hoch verloren hat. Sie haben uns toll gefordert. Da waren Phasen im Spiel, wo es hätte kippen können", so der erfahrene Fußballlehrer, der sich besonders über seine Schützlinge freute: "Heute hatten wir immer die richtige Antwort parat. Es war ein klasse Vortrag gegen einen sehr starken Gegner. Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, war eine herausragende Leistung. So etwas passiert nicht jeden Tag."

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Das gilt auch für den Spielverlauf: Kittels Strafstoßtor zum 1:0 (14.) folgte alsbald das zweite Hamburger Tor durch den äußerst auffälligen Bakery Jatta (24.). Dass auch der VfB an diesem Samstag nicht vorhatte, das Spitzenspiel einfach so herzuschenken, machte Nicolas Gonzalez (33.) deutlich. Doch der HSV ließ sich vor den eigenen Fans nicht durch Rückschläge beirren, stellte den alten Abstand durch Kittels 3:1 (36.) nur wenige Augenblicke später wieder her. Ein Muster, das sich im zweiten Durchgang fortsetzte: Castros Eigentor ließ die Hamburger schon wie der sichere Sieger aussehen, bis Silas Wamangituka die Partie wieder spannend machte. Kurz darauf war es Martin Harnik, der in der 76. Minute die endgültige Entscheidung herbeiführte, ehe der starke Adrian Fein in der Nachspielzeit den 6:2-Endstand herstellte.

Nach der Partie feiern die HSV-Profis mit den begeisterten Fans - David Hecker/Bongarts/Getty Images

"Es war ein starkes Spiel von zwei starken Mannschaften. Ich bin natürlich extrem happy, dass wir dieses tolle Spiel gewonnen haben und dass ich mit meinem Tor helfen konnte", konstatierte Jatta nach der überzeugenden Vorstellung des Tabellenführers, der mit dem Kantersieg im Spitzenspiel seinen Vorsprung auf den VfB auf vier Punkte ausbauen konnte. Mit Leidenschaft, Laufstärke und effizienten Abschlüssen zu den richtigen Zeitpunkten hatten die "Rothosen" den schwäbischen Gästen den Zahn gezogen. "Wir haben wirklich alles gegeben über die gesamten 90 Minuten, zum Ende hin konnte ich kaum noch laufen. Was für ein Spiel!", jubelte Jatta über den Big Point im Aufstiegskampf.

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Doch allzu überschwänglich wollte der HSV diesen Sieg nicht feiern – schließlich hatten die Stuttgarter durchaus die Möglichkeit, das Momentum in der Partie auf ihre Seite zu ziehen. „Für uns als Mannschaft und natürlich für alle HSV-Fans war es Riesentag. Aber der Spielverlauf sollte uns trotzdem eine Warnung sein, denn nach dem 2:4 und dem vermeintlichen 3:4 hätte das Spiel auch kippen können, denn in der Phase haben wir uns zu sehr hinten reindrücken lassen“, schlussfolgerte auch Doppeltorschütze Kittel, der allerdings auch die Moral seiner Teamkollegen lobte: „Wir haben danach wieder richtig dagegengehalten, waren sehr effektiv und haben am Ende dieses verrückte Spiel auch verdient gewonnen“, betonte der Offensivmann. Ein verrücktes Spiel, das der HSV zur Machtdemonstration nutzte.