Zusammenfassung

  • Köln hat seit vier Liga-Spielen nicht mehr gewonnen
  • Rafael Czichos ärgert sich über die Niederlage in Hamburg
  • Der Verteidiger meint: "Wir hatten keinen Punch"

Hamburg - Das Top-Spiel gegen den Hamburger SV mit 0:1 verloren, dann auch noch auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht: Für den 1. FC Köln hätte der Montagabend kaum unglücklicher verlaufen können.

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Der Bundesliga-Absteiger hat nun seit vier Liga-Spielen nicht mehr gewonnen. Nach dem Auswärtsspiel im Volksparkstadion sprach Innenverteidiger Rafael Czichos über die Gründe für diese Niederlage.

Frage: Herr Czichos, wie bewerten Sie diese Niederlage?

Czichos: Ich denke, dass wir im Spiel mit dem Ball die ersten 15 Minuten gar nicht so schlecht in die Partie kamen. Aber mit der ersten Chance für den HSV ist uns komplett der Mut abhanden gekommen. Der Biss ist uns flöten gegangen. So baut man so einen Gegner vor dieser Kulisse natürlich richtig auf. Wir konnten uns aus dieser Situation nicht mehr lösen. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, noch einmal alles zu geben. Aber es war eben ein komplett gebrauchter Tag.

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Frage: Wie ist das zu erklären, nachdem Ihre Mannschaft im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 fußballerisch so gut gespielt hat?

Czichos: Wir waren vorne einfach zu ungenau und hatten keinen Punch. Wir sind höchstens mit drei Leuten nach vorne gelaufen. Da hat die Unterstützung gefehlt, auch die Genauigkeit. Bei Kontersituationen haben wir den Ball so oft in den Rücken oder direkt ins Aus gespielt. So setzt man diese Abwehr, die in dieser Liga nun auch nicht so schlecht ist, natürlich nicht unter Druck. Vor allem lassen sich so keine Tore erzielen. Wir hatten im gesamten Spiel nur eine gute Chance durch Höger. Und an einem Tag wie diesem geht eben auch dieser Ball nicht rein.

Frage: Befürchten Sie, dass es im Umfeld nun unruhig wird, weil der letzte Sieg nun schon länger zurückliegt?

Czichos: Wir versuchen einfach, dieses Spiel abzuhaken und im nächsten Spiel gegen Dresden endlich mal wieder einen Heimsieg zu holen. Das sind wir uns schuldig und den Fans genauso.

Aus Hamburg berichtet Oliver Jensen