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Marcel Rapp leitet nun die Geschicke auf St. Pauli
Marcel Rapp leitet nun die Geschicke auf St. Pauli - © IMAGO/Oliver Ruhnke
Marcel Rapp leitet nun die Geschicke auf St. Pauli - © IMAGO/Oliver Ruhnke
2. Bundesliga

Marcel Rapp wird beim FC St. Pauli vorgestellt

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Marcel Rapp übernimmt die Geschicke des FC St. Pauli. Wie die Mannschaft in der kommenden Saison aussehen wird, ist nicht bekannt. Insofern spricht der neue Trainer auch nicht über Saisonziele. Klare Vorstellungen hat der 47-Jährige aber schon.

Marcel Rapp ist wahrlich kein Freund der lauten Töne. Ruhig, besonnen spricht der 47-Jährige am Montag über seine neue Aufgabe. Der ehemlige U21-Nationalspieler ist seit wenigen Tagen offiziell Cheftrainer des FC St. Pauli und bei seiner Vorstellung wirkt es so, als könne es hier eine starke Symbiose geben.

Rapp haut nicht auf den Putz, schreiht keine Parolen raus. Der Ex-Profi backt kleinere Brötchen, hat in den Findungsmodus geschaltet. "Der größte Fehler ist, zu denken, man ist noch ein Erstligist und spielt in der Zweiten Liga wie ein Erstligist. Dann hat man gar keine Chance. Man muss die Liga annehmen und man muss die Liga respektieren", sagt der Coach.

Rapp weiß durchaus, worauf er sich eingelassen hat. Der Abstieg mit Holstein Kiel führte zu einer ähnlichen Ausgangslage und zu dem Wissen, worauf es in den kommenden Wochen ankommt: "Laufen, kämpfen, Leidenschaft,"

Marcel Rapp spricht über die bevorstehende Saison - IMAGO/Oliver Ruhnke

"Du musst ins Machen kommen"

Der Dreiklang hört sich vielleicht wie eine Floskel an, ist aber ein klarer Auftrag an die Mannschaft, mit der er Ende Juni dann arbeiten wird. Dann beginnt für die Kiezkicker die Vorbereitung auf die bevorstehende Zweitliga-Saison. Rapps Arbeit hat längst begonnen. "Du musst ins Machen kommen, und da fangen wir jetzt schon mit an. Wenn die Jungs dann dazukommen, sind wir bereit", sagt der 47-Jährige.

Dabei sind ihm die Jungs noch gar nicht gänzlich bekannt. "Ich bin jetzt neu da und muss mir erst einmal einen Überblick verschaffen über den Kader", sagt Rapp. "Und dann wird ja vielleicht auch noch etwas passieren, bevor man überhaupt über Ziele spricht." Es wäre auch nicht Rapps Art, ein Saisonziel als Kampfansage herauszuposaunen. 

Ein taktisches Profil wird der Coach dann natürlich doch entwickeln. Seine Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, "dass es die Spieler so einfach wie möglich haben, Tore zu schießen".

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"Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben"

Verständlicherweise ist man auf der anderen Seite mit der Trainerwahl hochzufrieden, sonst wäre sie wohl anders ausgefallen. "Die Gespräche mit Marcel waren vom ersten Moment an sehr von Energie geladen", sagt St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann. "Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, diese wichtige Saison, die jetzt bevorsteht, gemeinsam angehen zu können." 

Und angehen bedeutet dann doch auch möglichst erfolgreich zu spielen. "Grundsätzlich ist das Ziel von St. Pauli schon länger die Top 25. Und ich glaube, das ist der Anspruch, dem man auch gerecht werden kann", sagt der neue Coach. Natürlich darf es auch ein wenig mehr sein. Immerhin würde ein Platz in der Top 21 auch die Möglichkeit auf die Rückkehr in die Bundesliga enthalten. 

Dieses Ziel wird man von Rapp dieser Tage aber nicht hören. Der neue Trainer von St. Pauli ist kein Lautsprecher. Das tut gut und deutet auf eine starke Symbiose. 

Laufen, kämpfen, Leidenschaft soll für den FC St. Pauli stehen - DFL/Getty Images/Oliver Hardt

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