
Braunschweig drückt und Nürnberg rettet einen Punkt
Eintracht Braunschweig und der 1. FC Nürnberg haben sich mit 1:1 (0:1) getrennt. Rabby Nzingoula (17.) brachte die Gäste in der ersten Halbzeit in Führung, ehe Jovan Mijatović (61.) nach der Pause für die Eintracht ausgleichen konnte.
Eintracht Braunschweig begann vor heimischer Kulisse engagiert und übernahm zunächst die Spielkontrolle. Zu zwingenden Abschlüssen kamen die Löwen trotz mehr Ballbesitz allerdings kaum. In der 14. Minute verpasste Fabio Di Michele Sanchez eine gute Gelegenheit, als er den Ball knapp am Tor vorbeisetzte.
Die Gäste dagegen zeigten sich eiskalt: Nach einem Abspielfehler im Aufbau schalteten der 1. FC Nürnberg blitzschnell um. Mohamed Alì Zoma bediente mit einem präzisen Steckpass Rabby Nzingoula, der aus rund zwölf Metern überlegt zum 0:1 einschoss (17.).
Früher Wechsel bei der Eintracht
Für die Hausherren kam es in der ersten Halbzeit noch dicker: Sidi Sané musste nach einer Verletzung bereits in der 25. Minute vom Feld. Für ihn kam Jovan Mijatović ins Spiel – ein Wechsel, der sich später noch auszahlen sollte.
Die Nürnberger präsentierten sich insgesamt strukturierter und ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Erst kurz vor der Pause zeigte Braunschweig wieder mehr Offensivdrang, blieb aber glücklos. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte tauschte Kornetka erneut: Aaron Opoku ersetzte Grant-Leon Ranos.

VAR verhindert frühen Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel musste die Partie wegen dichtem Rauch aus dem Gästeblock kurzzeitig unterbrochen werden. Kurz nach Wiederanpfiff jubelten die Braunschweiger über den vermeintlichen Ausgleich, doch der VAR griff ein: Ein Spieler stand im Abseits und irritierte dabei entscheidend Gästekeeper Jan Reichert – das Tor zählte nicht. In der 57. Minute vergab Zoma die große Chance zum 0:2, als er freistehend aus zehn Metern am Tor vorbeischoss.
Mijatović bringt die Löwen zurück
Die vergebene Großchance sollte sich rächen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß flankte Di Michele Sanchez präzise in den Strafraum, wo Mijatović goldrichtig stand und zum 1:1 einschob (61.). Das Eintracht-Stadion explodierte – und die Hausherren drängten nun auf den Führungstreffer.
In der 70. Minute wurde es turbulent: Erst parierte Reichert einen Kopfball von Kevin Ehlers, dann setzte Florian Flick den Nachschuss an den Pfosten. Das Momentum lag nun klar auf Seiten der Braunschweiger, die mit zunehmender Spieldauer immer dominanter auftraten.

Braunschweig drückt vergeblich auf den Sieg
In der Schlussphase warf Braunschweig alles nach vorne. Mehmet Can Aydin prüfte mit einem starken Freistoß Reichert, der glänzend parierte (85.). Der eingewechselte Lino Tempelmann – ausgerechnet ein Ex-Nürnberger, der nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte – verpasste mit einem Kopfball knapp das Tor (86.).
Trotz acht Minuten Nachspielzeit und weiterer Braunschweiger Chancen blieb es beim letztlich gerechten 1:1-Unentschieden, das die Franken wohl eher verschmerzen können als die Niedersachsen, die dem Sieg näher waren.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Braunschweig 1,79 - Nürnberg 1,21
Schnellster Spieler: Mohamed Alì Zoma (FCN), 34,77 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Jovan Mijatović (EBS), 41 Prozent
Most Pressed Player: Mohamed Alì Zoma (FCN), 19 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Kevin Ehlers (EBS), +4,35
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