
Wollitz stellt sich vor Reese: "Dann bin ich auf seiner Seite"
Das 4:4 zwischen dem VfL Wolfsburg und Energie Cottbus bot reichlich Spektakel – nach Abpfiff sorgten jedoch vor allem die Pfiffe gegen Fabian Reese für Gesprächsstoff. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm den Wolfsburger dabei deutlich in Schutz und ging mit den eigenen Anhängern ins Gericht.
Für Wollitz waren die Pfiffe der Cottbuser Fans gegen Fabian Reese nicht nachvollziehbar. "Was soll das? Ich finde das unmöglich. Warum muss unser Verein oder müssen unsere Fans diesen Spieler auspfeifen?" Der 28-Jährige war im Sommer von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg gewechselt und hatte zuletzt bereits in der 1. Pokalrunde bei der VSG Altglienicke und am vergangenen Spieltag beim Karlsruher SC Pfiffe von gegnerischen Fans erlebt.
Zwischen Reese und dem FC Energie Cottbus gibt es allerdings eine Vorgeschichte. Im Sommer 2024 hatte sich der damalige Hertha-Spieler bei einem Testspiel gegen Cottbus schwer am Sprunggelenk verletzt. Reese kritisierte anschließend, dass er von Gegenspieler Filip Kusić keine Entschuldigung erhalten habe. Die Lausitzer reagierten damals mit einer ausführlichen Stellungnahme auf diese aus ihrer Sicht unberechtigten Vorwürfe.

"Dann bin ich auf seiner Seite"
Wollitz wollte die Pfiffe beim 4:4 gegen Wolfsburg dennoch nicht hinnehmen und stellte sich demonstrativ hinter Reese. "Was hat dieser Spieler als Mensch getan? Der hat Energie Cottbus nichts getan. Dann bin ich auf seiner Seite. Auch wenn ich dadurch Probleme habe, nehme ich die gerne", zeigte sich der Energie-Coach extrem solidarisch, und fügte mit Blick auf die Auswirkungen hinzu: "Dann wird es schwierig für mich, in Cottbus weiterhin diese Arbeit so zu verrichten, wie ich sie verrichte. Weil das kann ich nicht akzeptieren."
Reese selbst, der in der Vorwoche nach dem 5:2 in Karlsruhe noch offen über die ihn treffenden Pfiffe gesprochen hatte, äußerte sich nach dem 4:4 nicht dazu.