
Nati-Matchwinner Johan Manzambi: "Das ist wie ein Traum"
Einwechslung in der 72. Spielminute beim Stand von 0:0, das Führungstor zwei Minuten später, eine eingeleitete Rote Karte für den Gegner weitere sechs Minuten darauf und schließlich noch ein zweiter Treffer. "Das ist wie ein Traum", erklärte Johan Manzambi unmittelbar nach dem Schweizer 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina. "Heute Abend kann ich ganz sicher nicht schlafen."
Zweifelsohne avancierte Manzambi – bereits in der Bundesliga Shootingstar beim SC Freiburg – beim ersten "Nati"-Sieg bei dieser WM zum Spielentscheider der Eidgenossen. Und gewissermaßen auch zum Gruppenentscheider, denn mit vier Punkten hat die Schweiz das Weiterkommen schon so gut wie sicher.

Einer für den FC Bayern? Oder den BVB?
"Wenn ich spiele, will ich immer einen Impact haben", sagte Manzambi, der zunächst wie beim enttäuschenden 1:1 gegen Katar am 1. Spieltag auf der Ersatzbank Platz nahm. Einen Impact hatte er dann fraglos, folgerichtig prämierte die FIFA den 20-Jährigen ebenfalls als offiziellen Spieler des Spiels. "Wenn ich reinkomme, will ich mein Bestes geben, um der Mannschaft zu helfen."
MagentaTV-Experte und Urbayer Thomas Müller, selbst bereits mit Legendenstatus beim FC Bayern München, hielt im Anschluss an die Partie gar fest, dass Manzambi auch einer für die Zukunft des Rekordmeisters sei. Moderator Johannes B. Kerner brachte den polyvant einsatzbaren Mittelfeldakteur daraufhin bei Borussia Dortmund ins Spiel, was Mats Hummels, neben Müller im Einsatz, mit einem Lächeln quittierte.
"Wir wissen, dass wir alles geben müssen"
Manzambi scheint sich mit derlei Aussichten allerdings nicht zu beschäftigen, der 1,82-Meter-Mann wirkt ohnehin höflich und zurückhaltend. Wie einer, der seine Leistungen auf dem Platz fokussiert und den das Drumherum weniger interessiert.
"Wir wollten einfach gewinnen", äußerte Manzambi nach dem Sieg gegen die "Zmajevi", die Drachen. "Wir wissen, dass wir bei der WM alles geben müssen." Mindestens zwei Chancen, bei dieser Weltmeisterschaft Impact zu haben, dürfte der gebürtige Genfer erhalten.
