
Supertalent gegen Superstar: Manzambi vs. Díaz
Am Dienstagabend um 22:00 Uhr deutscher Zeit steigt in Vancouver das letzte Achtelfinal-Spiel dieser WM. Die Partie Schweiz gegen Kolumbien ist zugleich das Duell von Freiburgs Johan Manzambi mit Bayerns Luis Díaz. Wer setzt sich durch, das Supertalent oder der Superstar?
Der Traum vom Viertelfinale lebt! Das Duell Schweiz vs. Kolumbien verspricht ein Duell auf Augenhöhe zu werden, beide Teams haben realistische Chancen, sich durchzusetzen und so in der nächsten Runde auf den Sieger der Partie Argentinien gegen Ägypten zu treffen. Und beide Mannschaften haben einen Bundesliga-Spieler im Team, der die Partie entscheiden könnte.
Bei der Schweiz sorgt Johan Manzambi vom Sport-Club Freiburg für Aufsehen. Der 20-Jährige war zu Turnierbeginn noch Ersatzspieler, ist inzwischen aber aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken. Auf der Gegenseite ist Luis Díaz vom FC Bayern München unumstritten gesetzt und Hoffnungsträger einer ganzen Nation.

Yakin über Manzambi: "Besonderer Spieler"
Seit er am 2. Gruppenspieltag als Joker zwei Tore beim 4:1-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina erzielte, gehört Manzambi zur ersten Elf von Trainer Murat Yakin. Beim 2:1 gegen Kanada legte er einen weiteren Treffer nach und bereitete zudem ein Tor vor. Im Sechzehntelfinale sammelte er beim 2:0-Erfolg gegen Algerien einen weiteren Assist.
Yakin lobte Manzambi im Nachgang als "besonderen Spieler", der sich "von Spiel zu Spiel steigert" und führte aus: "Er hat einen unglaublichen Tordrang. Ich freue mich extrem über seine Entwicklung. Neben seinen spielerischen Qualitäten ist er auch sehr bescheiden und demütig. Es macht eine große Freude, ihn so spielen zu sehen".

Díaz "entwickelt sich zu einem kompletten Stürmer"
Luis Díaz stand bisher in allen vier Turnierspielen der Kolumbianer über die volle Distanz auf dem Platz. Torbeteiligungen sammelte er zwei – ein Tor und eine Vorlage im ersten Spiel gegen Usbekistan (3:1). Danach gab es nicht mehr viele Tore, an denen der 29-Jährige hätte beteiligt sein können. Die Kolumbianer präsentieren sich bisher als Minimalisten und erzielten nur zwei Treffer in den letzten drei Partien (1:0 gegen DR Kongo, 0:0 gegen Portugal, 1:0 gegen Ghana).
Für Kolumbiens Trainer Néstor Lorenzo ist Díaz vor allem aufgrund seiner Vielseitigkeit wichtig. "Er fühlt sich auf den Außenbahnen wohl, wenn er dicht an der Seitenlinie bleibt und dort den Ball annimmt. Aber er schließt viele Angriffe im zentralen Raum ab. Das verleiht unserer Mannschaft Vielseitigkeit", betonte Lorenzo. Er glaubt: "Lucho entwickelt sich zu einem kompletten Stürmer."
Doch wer setzt sich durch? Supertalent Manzambi oder Superstar Díaz? Die Antwort gibt es am Dienstagabend.

