Der Leitwolf geht voran: Christian Eriksen führt den VfL Wolfsburg in die Relegation
Der VfL Wolfsburg hat es wieder einmal geschafft. Nach dem Sieg am letzten Spieltag beim FC St. Pauli kämpfen die Wölfe nach 2017 und 2018 zum dritten Mal in der Relegation um den Klassenerhalt. Dass es überhaupt dazu kommt, liegt neben Feuerwehrmann Dieter Hecking an einem Dänen, der in der Autostadt zum neuen Leitwolf avancierte.
Der VfL Wolfsburg hat es wieder einmal geschafft und ist dem drohenden Abstieg im letzten Moment von der Schippe gesprungen. Im Abstiegs-Endspiel beim FC St. Pauli zeigten sich die Wölfe bnervenstark und gewannen letztlich – angeführt von ihrem überragenden Leitwolf Christian Eriksen – verdient mit 3:1 (1:0). Damit belohnt sich die Mannschaft von Dieter Hecking nicht nur für starke 90 Minuten, sondern auch für einen beeindruckenden Saison-Endspurt. "Wir sind froh, hier gewonnen zu haben, wissen aber auch, dass das nur der erste Schritt war", so der VfL-Trainer nach dem Spiel.
Der VfL verlor nur eines der letzten fünf Saisonspiele und war selbst beim bitteren 0:1 gegen den FC Bayern dicht dran, Zählbares einzufahren. Hecking hat es als Feuerwehrmann geschafft, dem Klub aus der Autostadt wieder neues Leben einzuhauchen. "Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt und ist zu einem Team geworden – das spürt man", sagte das Trainer-Urgestein im Vorfeld der Partie.

Eriksen geht voran und entscheidet Abstiegs-Showdown
Hecking konnte sich dabei in erster Linie auf Christian Eriksen verlassen. Der Däne, der im September verspätet zum VfL gestoßen war, avancierte direkt zum Führungsspieler, übernahm nach der Verletzung von Maximilian Arnold die Kapitänsbinde und hatte entscheidenden Anteil daran, dass der VfL den Klassenerhalt in der Relegation in eigener Hand hat.
In Hamburg war Eriksen an allen drei Wolfsburger Treffern beteiligt. Er schlug die Eckbälle zu den ersten beiden Toren und beim 3:1 staubte Dženan Pejčinović nach seinem Torschuss ab. Der einzige Makel seines Nachmittags, der Elfmeter-Fehlschuss, fiel letztlich nicht ins Gewicht. Mit neun Vorlagen ist der Spielmacher Top-Vorbereiter der Niedersachsen und Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Wölfe.
Bilanz als gutes Omen?
Gegen wen der VfL Wolfsburg in der Relegation antreten muss, entscheidet sich morgen. Neben der SV Elversberg und dem SC Paderborn 07 wäre auch ein Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 möglich. Hecking hat angesichts des kommenden Gegners derweil keine Präferenzen. "Wir nehmen es so, wie es kommt", sagte er trocken nach dem Sieg in Hamburg.
Die Bilanz spricht dabei klar für die Wölfe. Bei den bisherigen Teilnahmen an der Relegation setzte sich der VfL 2017 gegen Eintracht Braunschweig und 2018 gegen Holstein Kiel jeweils durch. Auch die allgemeine Bilanz spricht für den Erstligisten. Seit 2008/09 wird die Relegation wieder ausgespielt, lediglich dreimal jubelte der Zweitligist: Nürnberg (2009 gegen Energie Cottbus), Fortuna Düsseldorf (2012 gegen Hertha BSC) und Union Berlin (2019 gegen den VfB Stuttgart) setzten sich durch. Beim VfL Wolfsburg wird man alles daran setzen, diesen Trend fortzusetzen, mit Leitwolf Eriksen an vorderster Front.










