
Playoffs zur WM: Elfmeter-Krimi für Edin Džeko und Co.
Am Donnerstagabend fanden die vier Finalspiele der vier Playoff-Pfade (A-D) statt. Aus der Bundesliga kämpften 21 Spieler um das Ticket zur Weltmeisterschaft 2026. Hochspannung bis ins Elfmeterschießen war in Bosnien und Tschechien geboten.
Bosnien und Herzegowina - Italien 4:1 i. E.
Italien gelang nach nur 15 Minuten das Führungstor durch Moise Kean, der ein fehlerhaftes Abspiel von Vasilj eiskalt im rechten oberen Eck bestrafte. Ab der 41. Minute agierte das Heimteam von Trainer Sergej Barbarez (früher HSV) in Überzahl: Alessandro Bastoni flog nach einer Notbremse vom Platz.
Rund zehn Minuten vor Schluss besorgte Tabaković den Ausgleich. Im Elfmeterschießen verschossen Pio Esposito und Bryan Cristante für Italien, Bosnien behielt die Nerven. Bosnien ist zum zweiten Mal nach 2014 bei der WM dabei.
Mit Edin Džeko und Nikola Katić (beide Schalke) sowie Ermedin Demirović (Stuttgart) und Nikola Vasilj (St. Pauli) standen vier Profis aus der Bundesliga und 2. Bundesliga in der Startelf der Bosnier. Haris Tabaković (Gladbach) und Dženis Burnić (Karlsruhe) wurden in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Bitter aus S04-Sicht: Džeko konnte aufgrund einer Verletzung an der rechten Schulter nicht am Elfmeterschießen teilnehmen.

Ex-Bayer-Keeper wird zum Elferkiller
Tschechien - Dänemark 3:1 i. E.
Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich auch Tschechien und Dänemark. Nach der frühen Führung durch Pavel Šulc glich Joachim Andersen inmitten der zweiten Hälfte aus. In der Verlängerung brachte Ladislav Krejčí die Gastgeber erneut in Führung, doch wieder hatten die Gäste mit Kasper Høgh die passende Antwort. Im Elfmeterschießen setzte sich Tschechien durch. Rasmus Højlund und Mathias Jensen verschossen, Anders Dreyer scheiterte an dem ehemaligen Leverkusener Matěj Kovář. Tschechien fährt zur WM.
Mit Patrik Schick (Leverkusen), Vladimir Coufal und Robin Hranáč (beide Hoffenheim) sind drei weitere Bundesliga-Profis bei der Endrunde dabei. Coufal und Hranáč standen über die volle Distanz auf dem Feld, Schick wurde in der 90. Minute ausgewechselt. Bei den Schweden blieb Wolfsburgs Joakim Mæhle bis zum Ende auf dem Rasen. Christian Eriksen (ebenfalls Wolfsburg) wurde in der 72. Minute eingewechselt. Nikolas Nartey (Stuttgart) und Frederik Rønnow (Union) kamen nicht zum Einsatz.
Asllani und Co. verpassen den großen Wurf
Kosovo - Türkei 0:1 (0:0)
Großer Jubel dafür bei der Türkei und den Bundesliga-Stars Ozan Kabak (Hoffenheim), Atakan Karazor (Stuttgart), Salih Özcan (Dortmund): Das Team von Trainer Vincenzo Montella schlug den Kosovo mit 1:0 durch das Tor von Kerem Aktürkoglu (53.). Kabak stand in der Startelf, Özcan wurde kurz vor Schluss eingewechselt. Karazor kam nicht zum Einsatz. Für die Türken ist es die erste WM-Teilnahme seit 24 Jahren.
Aufseiten des Kosovo hatten Fisnik Asllani (Hoffenheim) mit einem Lattentreffer und Florent Muslija (Düsseldorf) gute Chancen, um das Ergebnis zu drehen. Beide spielten über die volle Distanz. Albian Hajdari (ebenfalls Hoffenheim) und Elvis Rexhbecaj (Augsburg) standen 80 Minuten auf dem Feld.

Enge Kiste in Solna
Schweden - Polen 3:2 (2:1)
In einer torreichen Partie zwischen Schweden und Polen behielten die Gastgeber die Oberhand. Die Skandinavier siegten durch Tore von Anthony Elanga, Gustaf Lagerbielke und dem früheren St. Paulianer Viktor Gyökeres. Für die Gäste trafen Nicola Zalewski und Karol Swiderski.
Freuen dürfen sich die Bundesliga-Stars Hugo Larsson (Frankfurt), Mattias Svanberg (Wolfsburg) und Daniel Svensson (Dortmund). Svensson spielte durch, Svanberg kam kurz vor Abpfiff rein. Larsson blieb auf der Bank. Kamil Grabara (Wolfsburg) und Jakub Kamiński (Köln) spielten durch.
Übersicht: Diese Länder und Bundesliga-Stars sind bereits für die WM qualifiziert!
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