VfL siegt im Abstiegskrimi: Wölfe schicken St. Pauli in die 2. Liga
Der VfL Wolfsburg hat das dramatische Abstiegsduell beim FC St. Pauli mit 3:1 (1:0) gewonnen. Konstantinos Koulierakis (37.), Nikola Vasilj (64., Eigentor) und Dženan Pejčinović (80.) haben für die Wolfsburger getroffen, Abdoulie Ceesay (57.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Christian Eriksen vergab zudem einen Elfmeter (77.). Wolfsburg rettet sich in die Relegation, St. Pauli steigt direkt ab.
Es war das Spiel der Spiele: Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 empfing der FC St. Pauli den VfL Wolfsburg am Millerntor – und beide Teams standen punktgleich auf den Plätzen 16 und 18. Für die Hamburger war ein Sieg Pflicht, um den direkten Abstieg zu verhindern. Wolfsburg hingegen reichte ein Punkt, sofern Heidenheim nicht gegen Mainz gewann.
Wilde erste Hälfte am Millerntor
Die Partie begann mit intensiven Zweikämpfen und großer Nervosität auf beiden Seiten. In der 22. Minute hämmerte Joel Fujita einen Schuss aus rund 25 Metern an die Unterkante der Latte – die Führung für St. Pauli war zum Greifen nah! Im direkten Gegenzug stürmte Adam Daghim alleine auf Nikola Vasilj zu, doch der Keeper machte sich groß und wehrte ab.
Beim anschließenden Eckball von Christian Eriksen kam Daghim erneut zum Abschluss und traf die Latte – eine Wahnsinns-Sequenz! In der 32. Minute zog Eriksen einen Freistoß direkt aufs Tor, Vasilj lenkte mit beiden Fäusten zur Ecke. Den folgenden Eckball köpfte Vinicius Souza an den Pfosten. Es ging hin und her.
Koulierakis bricht den Bann
In der 37. Minute fiel dann der erste Treffer: Eriksen brachte einen Eckball auf den kurzen Pfosten, Konstantinos Koulierakis stieg am höchsten und köpfte aus kurzer Distanz unhaltbar ins Netz – 1:0 für den VfL! Kurz vor der Pause vergab Andréas Hountondji die große Chance zum Ausgleich: Martijn Kaars legte flach vor das Tor, doch Hountondji brachte den Ball aus wenigen Metern nicht im leeren Tor unter. Mit dem Pausenpfiff stand es 0:1 – St. Pauli brauchte nun zwei Tore.

Ceesay belebt die Hoffnung
Zur zweiten Halbzeit brachte Alexander Blessin Abdoulie Ceesay für den glücklosen Hountondji. Der Joker stach sofort: In der 57. Minute brachte Connor Metcalfe eine Ecke mit viel Schnitt in den Fünfmeterraum, Ceesay setzte sich gegen alle Widerstände durch und wuchtete den Ball ins Netz – 1:1! Der 22-Jährige traf damit im dritten Spiel in Folge als Einwechselspieler. Alles war wieder offen am Millerntor!
Vasiljs Eigentor und Eriksens Elfmeter-Pech
Doch die Freude währte nur kurz: In der 64. Minute faustete Nikola Vasilj bei einer Wolfsburger Ecke den Ball bedrängt von mehreren Gegenspielern ins eigene Netz – 1:2! Der VAR überprüfte die Szene, bestätigte aber den Treffer. Wolfsburg hatte seinen Vorsprung zurück. In der 73. Minute blockte Tomoya Andō einen Schuss von Yannick Gerhardt mit dem Arm, Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach VAR-Überprüfung auf Elfmeter. Eriksen trat an – und traf die Latte! Das hätte die Vorentscheidung sein können, doch St. Pauli lebte weiter - zunächst.

Pejčinović macht den Deckel drauf
In der 80. Minute fiel die endgültige Entscheidung: Eriksen scheiterte mit einem Schuss aus kurzer Distanz am stark reagierenden Vasilj, doch Dženan Pejčinović war zur Stelle und schob den Abpraller humorlos ins Netz – 1:3! Wolfsburg war damit auf dem Weg in die Relegation. St. Pauli versuchte in der Nachspielzeit noch alles, doch das Wunder blieb aus. Mit dem Schlusspfiff stand fest: Der FC St. Pauli steigt nach zwei Jahren aus der Bundesliga ab, der VfL Wolfsburg rettet sich in die Relegation.
Man of the Match: Konstantinos Koulierakis
Konstantinos Koulierakis (37 %): Der torgefährliche Grieche brachte den VfL mit seinem vierten Saisontor in Führung, hielt auch hinten den Laden zusammen und war am häufigsten von allen Spielern am Ball (81-mal).
Bundesliga Match Facts
xGoals: St. Pauli 1,01 - Wolfsburg 2,16
Schnellster Spieler: Adam Daghim (WOB), 34,97 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Abdoulie Ceesay (STP), keine Angabe
Most Pressed Player: Adam Daghim (WOB), 13 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Joakim Mæhle (WOB), +2,71
Fantasy Heroes: Konstantinos Koulierakis (VfL Wolfsburg, 309 Punkte), Dženan Pejčinović (VfL Wolfsburg, 269 Punkte), Connor Metcalfe (FC St. Pauli, 274 Punkte)










