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Derzeit kaum zu bremsen: Deniz Undav und sein VfB
Derzeit kaum zu bremsen: Deniz Undav und sein VfB - © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
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Der VfB Stuttgart ist derzeit nicht zu bremsen

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Die Schwaben sind derzeit in Topform: Der VfB Stuttgart ist mit begeisterndem Fußball in der Bundesliga klar auf Champions-League-Kurs. Und könnte zudem ein für den Verein historisches Double gewinnen.

"Was soll ich noch sagen? Bei uns läuft's. Wir spielen geilen Fußball und machen so weiter", sagte Jamie Leweling nach dem überzeugenden 4:0-Sieg seines VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende gegen Wolfsburg.

Der schnelle deutsche Nationalspieler war mit seinem Doppelpack der Matchwinner gegen den VfL. Der 25 Jahre alte Sprinter ist – wie der VfB – in Topform: Sechs seiner sieben Saisontreffer in der Bundesliga erzielte Leweling nach der Winterpause. Mit seinen Toren hat er einen gehörigen Anteil am Höhenflug der Schwaben, der sie mittlerweile auf Rang vier geführt hat.

Punktgleich mit der drittplatzierten TSG Hoffenheim kommt der VfB derzeit auf 46 Zähler. Stuttgart ist also ganz dick im Rennen um die Champions-League-Qualifikation dabei.

Leweling und Undav knipsen 2026 wie sie wollen

Mit seinen sieben Treffern ist Leweling der zweitbeste Stuttgarter Torschütze – hinter Deniz Undav. Der trickreiche, abgezockte und abschlussstarke Angreifer kommt bislang auf insgesamt 14 Bundesliga-Tore. Auch er netzte in diesem Kalenderjahr schon sechs Mal ein.

Zusammen mit Leweling kommt er auf zwölf der 23 Stuttgarter Treffer 2026 – sie sind also für 52 Prozent der schwäbischen Tore verantwortlich!

Undav ist aktuell hinter dem Monster-Knipser Harry Kane (30 Buden) der zweitbeste Torjäger der Bundesliga. Sein 1:0 gegen Wolfsburg war sein insgesamt 50. Pflichtspieltreffer für den VfB. "Waren schöne 50 Tore – und hoffen wir mal, dass ich weiter welche schieße", sagte der selbstbewusste Angreifer bei DAZN.

"Eine super Geschichte"

Doch nicht nur Undavs Treffer am 24. Spieltag war gleichbedeutend mit einem Jubiläum: Das Spiel gegen Wolfsburg war das 100. Bundesliga-Spiel mit Sebastian Hoeneß als verantwortlichem Trainer.

Es war zudem der bereits 54. Sieg unter dem 43 Jahre alten Erfolgscoach, der die historisch beste Siegquote aller VfB-Trainer vorzuweisen hat. 

"Es ist natürlich etwas Besonderes. Wer hätte das vor zweieinhalb Jahren gedacht, als wir hier auf Platz 18 standen, dass wir 100 Bundesliga-Spiele später auf einen ganz anderen Platz stehen würden", freute sich Hoeneß am vergangenen Sonntag und schob hinterher: "Eine super Geschichte."

Vom Abstiegskampf in die Königsklasse und zum Pokalsieg: Sebastian Hoeneß ist Stuttgarts Erfolgstrainer - IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

"Double? Es ist auf jeden Fall möglich."

Und diese Geschichte, die im vergangenen Sommer mit dem DFB-Pokalsieg nach der Vizemeisterschaft 2024 den nächsten Höhepunkt erreichte, ist noch lange nicht vorbei: Die Schwaben schicken sich in dieser Saison an, das Double nach Cannstatt zu holen.

Im Pokal geht's Ende April gegen Freiburg um die erneute Finalteilnahme. Und nach bislang überzeugenden Auftritten in der Europa League gehört das offensivstarke Team von Hoeneß durchaus zu den Titelkandidaten.

"Double? Ich verstehe schon! Es ist auf jeden Fall möglich", sagte Undav vergangenen Sonntag bei DAZN.

Das macht Stuttgart so stark

Die Art und Weise des Fußballs, die Hoeneß in Stuttgart etabliert hat, macht die Schwaben zu enorm unangenehmen Gegnern: Der VfB agiert sehr dominant, hat im Schnitt den drittmeisten Ballbesitz der Bundesliga (57 Prozent), nur Bayern und Leverkusen haben hier mehr. 

Auch die Passquote (86 Prozent) ist die drittbeste der Bundesliga. Es ist also gar nicht so leicht, gegen diese pressingresistenten Stuttgarter die Kugel zu gewinnen. Das tun sie dafür in regelmäßiger Form selbst: Der VfB stellt mit 54 Prozent Zweikampfquote das zweikampfstärkste Team der Bundesliga!

Über die schnellen Außenbahnspieler Chris Führich oder eben Leweling geht es nach Ballgewinn oft fix in die Tiefe. Von außen fliegen viel Flanken in den Strafraum: 273 Hereingaben bedeuten Platz zwei in der Bundesliga. Mit zehn Treffer nach Flanken ist der VfB ebenfalls Zweiter (nur der BVB hat mehr, elf).

Stuttgart spielt schnell, effizient, schön und erfolgreich – was soll man noch zum VfB sagen? Bei den Schwaben läuft's.