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Khedira auf Netz! Hertha BSC punktet beim VfB Stuttgart

Dank einer kämpferisch starken Leistung und eines goldenen Händchens von Trainer Dardai holt Hertha BSC ein Unentschieden beim VfB Stuttgart. Die Rückkehr von Ex-Stuttgarter und Vorbereiter Khedira endete mit einem 1:1 (1:0). Kalajdzic hatte die Hausherren in Führung gebracht.

Bundesliga Match Facts

Bei seiner Rückkehr in sein altes "Wohnzimmer" nahm Sami Khedira bei Hertha BSC zunächst auf der Bank Platz. Der Weltmeister von 2014 sah eine intensive erste Halbzeit zwischen seinem neuen Team und Ex-Club VfB Stuttgart. Die Schwaben, die Khedira 2007 zur Meisterschaft schoss, übernahmen schnell die Spielkontrolle, brauchten aber eine halbe Stunde, um offensiv zwingender zu werden. Konstatinos Mavropanos' Kopfball nach Ecke parierte Rune Jarstein im Berliner Tor mit einem Reflex (34.), kurz darauf setzte Sasa Kalajdzic den Ball aus kurzer Distanz erst über (38.) und dann rechts neben das Tor (40.)

Hertha entwickelte offensiv zu wenig Druck und gab in der gesamten ersten Halbzeit nur einen Schuss (neben das Tor) ab. Deutlich abschlussfreudiger war auf der anderen Seite Kalajdzic, der kurz vor dem Halbzeitpfiff doch noch die Führung erzielte. Sein Flugkopfballtor nach Freistoßflanke von Borna Sosa pfiff Harm Osmers zunächst wegen Abseits zurück, doch der VAR korrigierte den Schiedsrichter: Krzystof Piatek hatte das Abseits knapp aufgehoben, der Treffer zählte (45.+3).

FANTASY HEROES: Borna Sosa (14), Sasa Kalajdzic und Luca Netz (13)

Kalajdzic bringt den VfB kurz vor der Pause in Führung - Matthias Hangst/Getty Images

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Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Spiel, nach 58 Minuten vollzog Pal Dardai dann einen Doppelwechsel: Khedira in seinem 100. Bundesligaspiel (98 für den VfB) ersetzte Santiago Ascacibar und Nemanja Radonjic kam für Piatek. Die Mittelstürmerposition des Polen übernahm nun Matheus Cunha, der Sekunden darauf die beste Chance für die Gäste hatte. Sein Lupfer überwand Gregor Kobel, doch Waldemar Anton rettete für seinen Keeper auf der Linie (59.).

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Es begann die beste Phase der Hertha, die defensiv nichts zuließ, selbst aber auch zu wenig Zug zum Tor entwickelte - bis zur 82. Minute. Ein Chip-Ball von Joker Khedira fand zentral im Strafraum den ebenfalls eingewechselten Luca Netz, der sich den Ball an Kobel vorbeilegte und dann ins leere Tor kickte (82.).

Auch nach dem Ausgleich entwickelte Stuttgart keinen Zug mehr aufs Tor der Gäste, die sich mit einer kämpferisch starken Leistung vor allem im zweiten Durchgang den Auswärtspunkt verdienten.

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In der Tabelle treten beide Teams auf der Stelle, Stuttgart bleibt mit 26 Punkten auf Platz 10 stehen, Hertha mit 18 Zählern auf Rang 15.

Netz schreibt Geschichte im Hertha-Trikot - Matthias Hangst/Getty Images

Spieler des Spiels: Luca Netz

Luca Netz wurde erst in der 79. Spielminute eingewechselt, gab dann noch zwei Torschüsse ab (bei der Hertha nur Cunha mehr), machte sich mit seinem Treffer zum Ausgleich zum jüngsten Hertha-Torschützen der Bundesliga-Geschichte (17 Jahre, 274 Tage) und sicherte seinem Team einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf.