
Die Trainerstimmen zum 21. Spieltag
Das sagen die Coaches zum Bundesliga-Wochenende: Alle Stimmen in der Übersicht.
FC Bayern München - TSG Hoffenheim 5:1
Vincent Kompany (München): "Perfekt ist es vielleicht, wenn es 5:0 oder 6:0 wird. Wir haben Respekt vor Hoffenheim und wir wussten, dass es eine gute Mannschaft ist. Dementsprechend ist das Ergebnis auch gut. Viel mehr haben wir uns nicht gewünscht für das Spiel. Wir stehen, wo wir stehen müssen."
Christian Ilzer (Hoffenheim): "Ich habe vor dem Spiel gesagt, wenn mein Team das zeigt, was es drauf hat, dann werde ich zufrieden sein. Wir haben in allen Bereichen, die wir kontrollieren können, ein Top-Spiel gemacht. 75.000 Menschen haben sich auf dieses Spitzenspiel gefreut, es tut mir leid, dass sie uns größtenteils in Unterzahl erlebt haben. Ich kann meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Ich bin stolz auf sie, wir gehen mit breiter Brust hier raus."
Lukas Kwasniok (Köln): "Erstens: RB Leipzig hat Christoph Baumgartner, das ist ein bisschen unfair. Zweitens: Wir haben ein Problem mit den Standards. Drittens: Meine Mannschaft hat eine famose Leistung gezeigt, deswegen bin ich schon enttäuscht. Denn viertens: Die kuriose Szene mit dem Handspiel hat natürlich auch eine Rolle gespielt."
Ole Werner (Leipzig): "In der ersten Halbzeit fand ich uns gut, haben uns Chancen erspielt und sind durch einen Standard in Führung gegangen. Nach der Pause war es ein Kampfspiel. Was ich gut fand, war die Reaktion nach dem Ausgleich. Ich bin zufrieden, dass uns das gelungen ist. Das gibt uns Rückenwind für die kommenden Aufgaben."
Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen 1:1
Eugen Polanski (Gladbach): "Wir haben eine echt gute erste Halbzeit von uns gesehen. Mit Sicherheit die beste erste Halbzeit der Saison. Es ist schade, dass wir nicht mit einer Führung oder sogar einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit gehen. Dass in der zweiten Halbzeit etwas passiert bei Leverkusen, war klar, aber auch da haben wir den Switch geschafft. Insgesamt war es eine sehr starke Leistung. Wir haben eine Benchmark gesetzt."
Kaper Hjulmand (Leverkusen): "Das ist in der ersten Halbzeit zu wenig. Wir müssen mit viel mehr Intensität im Ballbesitz spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir mit 4-3-3 gespielt. Das war notwenig, um mit mehr Dominanz zu spielen. Die zweite Halbzeit war viel besser, aber der letzte Pass fehlte. Insgesamt war es nicht gut genug."
VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 1:2
Daniel Bauer (Wolfsburg): "Die Enttäuschung ist riesengroß bei allen, auch bei mir. Die Jungs haben sich nicht belohnt. Wir hatten Dortmund am Rande der Niederlage und müssen das zweite Tor machen. Wir machen es nicht und das ist dann der Sport. So grausam kann Fußball sein."
Niko Kovač (Dortmund): "In der ersten Halbzeit waren wir gut, wir haben es kontrolliert. In der zweiten Hälfte war es genau umgekehrt, wir waren zu langsam und behäbig, die Wolfsburger waren sehr viel schärfer. Aber der Wille, die Qualität, der Glaube, dieses Spiel mit einer Aktion noch zu ziehen, ist da. Man kann nicht Wunderdinge erwarten im Vergleich zur letzten Saison, es ist mehr oder weniger der gleiche Kader. Aber es ist wichtig, diese knappen Spiele zu ziehen und von daher sind wir sehr zufrieden."

1. FC Heidenheim - Hamburger SV 0:2
Frank Schmidt (Heidenheim): "Es ist bitter für uns, dass wir hier zuhause gegen den HSV kein Tor schießen. Soll ich mich jetzt ausheulen, dass wir das Tor nicht machen? Das sind faktische Entscheidungen und das müssen wir akzeptieren. Es ist scheiße, wir sind Tabellenletzter. Aber hier in Heidenheim müssen wir alle zusammenhalten."
Merlin Polzin (Hamburg): "Es ist ein besonderer Abend, weil wir wussten was auf dem Spiel steht. Von daher werden wir es ganz sicherlich genießen. Es ging für uns in der Halbzeit nicht darum, das 1:0 zu verwalten, sondern das zweite Tor zu machen. Das haben wir glücklicherweise gemacht."
SC Freiburg - SV Werder Bremen 1:0
Julian Schuster (Freiburg): "Es war ein recht ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit. Bremen ist eine Mannschaft, die mit Ball gute Lösungen findet. Wir hatten einzelne Momente mit Balleroberungen, da waren wir leider zu unsauber. Zum Glück haben wir es einmal genutzt. Dann muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie verteidigt hat, wie leidenschaftlich und gemeinsam. Und es Bremen schwer gemacht, zu Abschlüssen zu kommen."
Daniel Thioune (Bremen): "Die Leistung war nicht ausreichend genug, um sich einen Punkt zu verdienen. Die Rote Karte war nicht gut für uns. Es ist offensichtlich, dass dieser Mannschaft die Überzeugung fehlt. Wir spielen 30, 35 Minuten in Überzahl und kreieren keine Torchancen. Wir sind aktuell eher an dem Punkt, wo wir ein Tor kassieren, als dass wir eins schießen."
FC St. Pauli - VfB Stuttgart 2:1
Alexander Blessin (St. Pauli): "Großes Kompliment an meine Mannschaft und an meinen Kapitän, wie er mit Schmerzen aufgelaufen ist und die Mannschaft geführt hat. Normalerweise hebe ich keinen Spieler raus, das ist schwierig. Aber diesmal hat er es verdient."
Sebastian Hoeneß (Stuttgart): "Es sollte nicht sein. Es geht in Ordnung, dass die St. Paulianer gewinnen. Sie haben leidenschaftlich gekämpft und es sich am Ende dann auch erarbeitet."

1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg 2:0
Urs Fischer (Mainz): "Es war das erwartet schwere Spiel. In der ersten Hälfte war es ausgeglichen, nach dem Strafstoß war das Momentum auf unserer Seite. Trotzdem haben wir keine Ruhe ins Spiel bringen können, das haben wir in der Pause klar angesprochen. Auch in der zweiten Hälfte war das Momentum auf unserer Seite: unser Torhüter hält uns die Führung fest, dann kommt direkt danach der zweite Strafstoß. In der Schlussphase hätten wir sogar noch das 3:0 machen können."
Manuel Baum (Augsburg): "Wir wollten zielstrebig spielen, aber unser Plan wurde in den ersten zehn Minuten über den Haufen geworfen. Die Situation rund um den Elfmeter war spielentscheidend. Trotzdem ärgern wir uns darüber, dass wir den Ausgleich in der Folge verpasst haben."
1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt 1:1
Steffen Baumgart (Berlin): "Der Punkt ist ein Teilerfolg. Bei dem Spielverlauf ist das in Ordnung. Wir haben nicht viel zugelassen, hatten selbst einige Möglichkeiten. Wir hätten heute auch in Führung gehen können. Das Tor ist aus dem Nichts gefallen. Umso besser war es, dass wir zurückgekommen sind."
Albert Riera (Frankfurt): "Ich kann viel Gutes sagen heute. Ich habe in den Gesichtern der Spieler gesehen, dass sie gierig waren. Wir hatten viel Ballbesitz – wenn du den Ball hast, kann dir der Gegner nicht wehtun. Wir werden viele kleine Dinge verbessern und dann werden die Ergebnisse bald passen."
