
Späte Tore sorgen für Remis zwischen Union und Frankfurt
1. FC Union Berlin und Eintracht Frankfurt trennen sich mit 1:1 (0:0). Nathaniel Brown (84.) brachte die Gäste in Führung, Leopold Querfeld (87., Elfmeter) glich für die Hausherren aus. Oscar Höjlund sah kurz vor dem Ausgleich bei seinem Foul zum Strafstoß die Gelb-Rote Karte.
Beide Mannschaften warteten nach der Winterpause noch auf einen Sieg in der Bundesliga, als sie am Freitagabend im Stadion An der Alten Försterei aufeinandertrafen. Für den neuen Frankfurt-Trainer Albert Riera war es das Bundesliga-Debüt für Eintracht Frankfurt, nachdem er als dritter spanischer Coach in der Geschichte der Liga übernommen hatte.
Den 1. FC Union Berlin (Platz neun) und die Adlerträger (Platz acht) trennten nur wenige Punkte in der Tabelle. Für besondere Atmosphäre sorgte eine große Choreografie der Union-Fans, die den 60. Geburtstag ihres Vereins feierten.
Viel Ballbesitz, wenig Chancen
Bereits in der Anfangsphase zeigte sich Rieras Spielidee deutlich: Frankfurt dominierte mit über 70 Prozent Ballbesitz, ohne jedoch zwingende Chancen zu kreieren.
Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Aljoscha Kemlein, dessen Volleyschuss von Kauã Santos pariert wurde (41.). Ohne Tore ging es nach sieben Minuten Nachspielzeit in die Kabinen.
Tor, Platzverweis und Elfmeter
Im zweiten Durchgang erhöhte Union den Druck und kam dem Führungstreffer nahe, als Derrick Arthur Köhn in der 76. Minute nur den Pfosten traf. Beide Trainer wechselten mehrfach, um neue Impulse zu setzen.
In der 84. Minute schlug dann Frankfurt zu: Nach einem abgewehrten Ball fasste sich Nathaniel Brown ein Herz und hämmerte die Kugel aus 16 Metern wuchtig ins Netz - 0:1. Die Führung hielt jedoch nicht lange. Nur drei Minuten später verursachte Oscar Höjlund einen Elfmeter gegen Rani Khedira und sah dafür die Gelb-Rote Karte.
Leopold Querfeld trat an und verwandelte zum 1:1 (87.), obwohl Kauã Santos die Ecke ahnte. In den Schlussminuten drängte Union mit einem Mann mehr auf den Siegtreffer, doch es blieb beim Remis.

Man of the Match: Nathaniel Brown
Der 21-jährige Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt sorgte mit seinem präzisen und kraftvollen Schuss in der 84. Minute für den vermeintlichen Siegtreffer seiner Mannschaft.
Nathaniel Brown überzeugte nicht nur mit seinem Tor, sondern auch mit seiner Geschwindigkeit (34,06 km/h) und defensiver Stabilität.
Er gewann wichtige Zweikämpfe und war mit 202 Fantasy-Punkten der statistisch beste Spieler der Partie. Trotz des späteren Ausgleichs durch Union Berlin wurde Brown zurecht zum Spieler des Spiels gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Union Berlin 1,87 - Frankfurt 0,48
Schnellster Spieler: Derrick Köhn (FCU), 35,82 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Nathaniel Brown (SGE), 8 Prozent
Most Pressed Player: Ritsu Dōan (SGE), 22 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Ritsu Dōan (SGE), +3,77
Fantasy Heroes: Nathaniel Brown (202 Punkte), Leopold Querfeld (176 Punkte), Aljoscha Kemlein (118 Punkte)
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