
Amiri trifft doppelt vom Punkt: Mainz schlägt Augsburg mit 2:0
Nadiem Amiri hat mit zwei sicher verwandelten Strafstößen den dritten Sieg für den 1. FSV Mainz 05 in den letzten sieben Bundesliga-Spielen gesichert. Die Rheinhessen haben unter Trainer Urs Fischer ihre beeindruckende Form fortgesetzt und durch das 2:0 (1:0) den Abstand auf den Tabellennachbarn Augsburg auf nur noch einen Punkt verkürzt.
Beide Mannschaften gingen mit einer beeindruckenden Form in dieses wichtige Bundesliga-Duell. Die Nullfünfer hatten nur eines ihrer letzten sieben Spiele verloren, während der FC Augsburg seit vier Partien ungeschlagen war. Beide Teams konnten ihre jeweiligen letzten zwei Spiele gewinnen und zeigten sich nach der Winterpause in starker Verfassung.
Für die Mainzer war es ein besonderes Spiel – mit einem Durchschnittsalter von 30,9 Jahren stellte Coach Urs Fischer die älteste Startelf der Vereinsgeschichte auf. Im Vergleich zum Auswärtssieg in Leipzig rückten Dominik Kohr und Silas Katompa Mvumpa in die Startformation. Augsburg-Trainer Manuel Baum veränderte seine Elf nur auf einer Position und brachte Mert Kömür für Fabian Rieder.

Früher Elfmeter bringt Mainz in Führung
Die Partie begann direkt intensiv. Bereits in der 5. Minute kam es zu einer entscheidenden Szene: Nach einem Einwurf der Mainzer versuchte Elvis Rexhbecaj den Ball zu klären, traf dabei aber Stefan Bell Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte auf den Elfmeterpunkt. Der VAR überprüfte die Entscheidung, hatte aber keine Einwände. Nadiem Amiri ließ sich von der langen Unterbrechung nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 (8.).
Die Augsburger versuchten schnell zu antworten. Alexis Claude-Maurice prüfte Daniel Batz mit einem strammen Schuss (10.), der Mainzer Keeper war jedoch zur Stelle. Auch in der 19. Minute war es wieder Claude-Maurice, dessen gefährlichen, flattrigen Distanzschuss Batz mit einer starken Parade entschärfte. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Kömür, der sich in der 26. Minute geschickt gegen Bell durchsetzte, aber aus spitzem Winkel an Batz scheiterte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verflachte die Partie etwas, ehe kurz vor der Pause Jae-sung Lee (44.) und Silas (45.+3) noch zwei Abschlüsse für Mainz verzeichneten – beide wurden jedoch von Finn Dahmen pariert.

Zweiter Elfmeter entscheidet die Partie
Zur zweiten Halbzeit brachte Baum Cédric Zesiger für Noahkai Banks. Die Mainzer kamen besser aus der Kabine und hatten durch Silas eine große Chance, als Amiri ihn im Strafraum freispielte, doch Dahmen konnte parieren (49.). In der 52. Minute vergaben die Gastgeber eine weitere gute Konterchance, als sich Amiri und Widmer gegenseitig behinderten.
Die Augsburger reagierten mit einem Dreifachwechsel (57.): Rodrigo Ribeiro, Kristijan Jakić und Anton Kade kamen für Gregoritsch, Rexhbecaj und Wolf ins Spiel. Für die Mainzer kam in der 63. Minute Sheraldo Becker zu seinem Debüt und ersetzte den auffälligen, aber glücklosen Silas. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, doch weder Claude-Maurice (69.) noch Jakić oder Ribeiro (71.) konnten ihre Chancen nutzen.
In der 77. Minute hatte Kömür erneut eine große Möglichkeit, scheiterte jedoch an Batz. Nur eine Minute später folgte die Entscheidung: Becker spielte einen Pass auf Amiri, der im Strafraum von Anton Kade zu Fall gebracht wurde. Ittrich zeigte erneut auf den Punkt. Amiri trat wieder an und traf flach links zum 2:0 (80.). Nach dem zweiten Treffer nahm Fischer den Torschützen vom Platz und brachte Paul Nebel. Die Partie war entschieden, auch wenn Ribeiro in der Schlussphase noch zwei gute Chancen für Augsburg vergab (85., 90.). In der Nachspielzeit hätte Bell beinahe noch das 3:0 erzielt, doch Dahmen parierte mit dem Fuß (90.+5).

Man of the Match: Nadiem Amiri
Mit seinen zwei Elfmetertoren war Nadiem Amiri der entscheidende Mann des Spiels. Der Mittelfeldspieler bewies Nervenstärke und verwandelte beide Strafstöße souverän - den ersten platziert ins rechte Eck (8.), den zweiten flach ins linke Eck, wobei Dahmen den Ball unter den Armen durchrutschen ließ (80.).
Aber auch jenseits seiner Tore überzeugte Amiri mit einer starken Leistung im Mittelfeld. Trotz des hohen Drucks der Augsburger - er wurde 18 Mal unter Druck gesetzt – behielt er in 72 Prozent der Fälle den Ball und leitete mit klugen Pässen immer wieder gefährliche Angriffe ein, wie bei der großen Chance von Silas in der 49. Minute. Mit 307 Fantasy-Punkten war er mit Abstand der wertvollste Spieler der Partie.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Mainz 2,22 - Augsburg 0,71
Schnellster Spieler: Robin Fellhauer (FCA), 34,62 km/h
Most Pressed Player: Alexis Claude-Maurice (FCA), 22 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Daniel Batz (M05), +3,54
Fantasy Heroes: Nadiem Amiri (307 Punkte), Daniel Batz (227 Punkte), Kaishu Sano (207 Punkte)
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