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Taktik-Analyse: So knackt man den FC Bayern

Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg haben die Achillesferse des Rekordmeisters aufgedeckt. Während der FC Bayern München durch die Mitte kaum zu knacken ist, zeigt die Nagelsmann-Elf bei Angriffen über die Außen durchaus Schwächen.

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Nach der Niederlage gegen den FC Augsburg am letzten Spieltag sitzt Borussia Dortmund dem FC Bayern München in der Tabelle dicht im Nacken – der Titelkampf in der Bundesliga wird spannender. Und am 14. Spieltag steht auch schon der Klassiker zwischen den Schwarzgelben und dem Rekordmeister auf dem Programm. Doch zuvor geht es für die Münchner noch gegen Arminia Bielefeld – die Aufsteiger werden nicht nur beim Sieg des FC Augsburg genau hingeschaut haben, um zu entschlüsseln, wie man die Bayern schlagen kann.

Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg haben es bewiesen: Die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist schlagbar – und das Rezept dafür ist gar nicht allzu kompliziert. Die Achillesferse des FC Bayern ist die Außenbahn. Während der Tabellenführer durch die Mitte kaum zu knacken ist und bei derartigen Versuchen oft schnell umschalten kann, bekommen die Bayern-Verteidiger auf den Außenbahnen nicht so gut Zugriff, gleichzeitig tun sich bei ausreichend Tempo neue Räume für Zuspiele in die Mitte auf.

Schon Borussia Mönchengladbach zeigte am ersten Spieltag diese Schwachstelle der Münchner auf. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie folgte sofort der Pass auf den Flügel und dann prompt die Passstafette zu Torschütze Alassane Plea in der Mitte. Was den Gladbachern über die rechte Seite gelang, führte bei Eintracht Frankfurt auf dem linken Flügel zum Erfolg. Nach einem Ballgewinn in zentraler Position landete der Ball bei Torschütze Filip Kostic links im Strafraum – mit Erfolg.

Da ist es keine Überraschung, dass auch die Fuggerstädter am letzten Spieltag über den Flügel zum Torerfolg kamen – und das gleich zweimal. Während beim 1:0 von Mads Pedersen nach einem Angriff über die linke Seite noch etwas Glück im Spiel war, dient das Tor von Andre Hahn zum 2:0 quasi als Blaupause dafür, wie die Bayern zu knacken sind. Eine Flanke von links, ein gewonnenes Luftduell – und schon zappelte der Ball im Tor.

Ganze sechs Treffer hat die Nagelsmann-Elf bereits nach Flanken aus dem laufenden Spiel heraus kassiert, nur Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth kassierte mehr Gegentore auf diese Art. Die Formel ist simpel, aber dennoch nicht einfach umzusetzen. Arminia Bielefeld und Borussia Dortmund werden es aber ganz bestimmt versuchen.