
Die Stärke des SC Freiburg: das Kollektiv
Bei den Breisgauern ist die Mannschaft der Star: Auf dem Feld arbeitet die Mannschaft von Trainer Julian Schuster so gut zusammen, so dass man denkt, der SC hätte einen Mann mehr auf dem Feld.
Der Sport-Club Freiburg hat sich zu einem wahren Spitzenclub in der Bundesliga gemausert: Nach Platz fünf und der Qualifikation zur Europa League in der ersten Saison unter Trainer Julian Schuster haben die Breisgauer 2025/26 nachgelegt: Vor dem 34. Spieltag haben sie die Chance, ihren siebten Platz und damit eine mögliche Teilnahme an der Conference League zu erspielen.
Und: Der SC steht zudem zum ersten Mal in der Club-Geschichte in einem Europapokalfinale. Kommende Woche Mittwoch bekommen es Matthias Ginter und Co. im Endspiel der Europa League mit Aston Villa zu tun. Nicht nur Sieg im Europapokal wäre historisch, sondern auch dessen Folge: Der Gewinn der Europa League würde die Breisgauer zudem erstmals in die Champions League befördern.
Doch was macht diese Freiburger so stark? Wir werfen einen Blick auf die Stärken dieser Mannschaft.

Freiburg stiftet gerne Chaos
Die Breisgauer spielen so, als seien sie einer mehr – sie sorgen für permanente Unruhe und Chaos beim Gegner. Zum Beispiel bei Standardsituationen. Hier werden Mitspieler exzellent freigeblockt, Bälle perfekt zum zweiten Pfosten oder in den Rückraum abgelegt – und zuvor natürlich äußerst präzise getreten, beispielsweise von Vincenzo Grifo.
In dieser Saison sind 40,4 Prozent aller Freiburger Tore nach ruhenden Bällen gefallen. Jede dritte Ecke des SC führt zudem zu einem Torschuss beim Team von Julian Schuster. Zehn Mal haben die Kicker von der Dreisam bereits nach Eckbällen jubeln können – Bestwert für die Breisgauer! Auch gefährlich: weite Einwürfe. Egal ob von links oder rechts – die Freiburger schleudern den Ball regelmäßig 28 Meter oder weiter in den gegnerischen Torraum, wo es eng und hektisch zugehen kann.
Was den Freiburgern bei Standards und all dem engen Getümmel in den Strafräumen ebenfalls keiner nachmachen kann: die extreme Handlungsschnelligkeit. Beim SCF weiß jeder aus diesem Kollektiv, was passiert und was zu tun ist – das verschafft einen Handlungsvorsprung, den gegnerische Teams in diesen Drucksituationen nur schwer wieder einholen können.

Pressing, Kompaktheit, Boxbesetzung – die Schlüssel zum Erfolg
Ein weiterer Unruhe- und Chaosstifter: Freiburgs Arbeit gegen den Ball. Die Schuster-Elf setzt auf aggressives und hohes Pressing, setzt die gegnerischen Teams häufig bereits im Aufbau unter Druck. Selbst gegen Gegner wie den FC Bayern agieren die Freiburger gegen den Ball derart mutig.
Neben dem hohen und kollektiven Anlaufen bereiten die geringen Abstände zwischen den Mannschaftsteilen der Breisgauer den Gegnern Kopfzerbrechen: Zwischen Angriffsreihe und Abwehr liegen im Schnitt nur 21,4 Meter – kein anderes Bundesliga-Team agiert dermaßen kompakt!
Dieser Druck im Pressing, gepaart mit dem verengten Spielfeld, sorgt für Fehler und Ballverluste im Spiel des Gegners – welche Freiburg dann blitzschnell auszunutzen versucht: Bei den Breisgauer Kontern wird zielstrebig der Strafraum anvisiert. Bis zu fünf Spieler von Schuster sind dann in der Box zu finden. Beim Rest der Bundesliga sind es meist drei.
Freiburgs Schlüssel zum Erfolg, die die Breisgauer zu einem Spitzenverein in der Bundesliga gemacht haben sind Standards, Pressing, Kompaktheit, Boxbesetzung – und vor allem das Kollektiv: Denn beim Sport-Club ist die Mannschaft der Star.










