
Vušković per Freistoß: Hamburg schlägt Europapokal-Finalist Freiburg
Der Hamburger SV hat den SC Freiburg im Volkspark mit 3:2 (1:1) bezwungen. Bakery Jatta (14.), Luka Vušković (64.) und Fabio Baldé (67.) haben für den HSV getroffen, Igor Matanović (16., 87.) hat für die Breisgauer doppelt gesorgt. Ein packendes Duell mit Toren, Pfostenschüssen und einem starken Joker-Auftritt.
Jatta trifft, Matanović antwortet sofort
Der Sport-Club Freiburg begann druckvoll und setzte den Hamburger SV früh unter Druck. Niklas Beste schlug in den ersten Minuten Flanke um Flanke in den Strafraum, doch Luka Vušković war stets zur Stelle. In der 14. Minute schlug der HSV dann eiskalt zu: Warmed Omari und Albert Grønbæk kombinierten sich durch, Ogbus klärte nur unzureichend, der Ball landete bei Grønbæk, der im Fünfmeterraum quer legte – und Bakery Jatta musste am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten: 1:0!
Doch die Freude währte nur kurz. Bereits in der 16. Minute schlug Freiburg zurück: Lukas Kübler flankte von rechts, und Igor Matanović vollendete direkt und volley durch die Beine von Daniel Heuer Fernandes – 1:1. Ein Blitzstart mit zwei Toren in zwei Minuten!
Pfosten und Chancen – eine heiße erste Hälfte
Das Spiel nahm Fahrt auf. In der 19. Minute hätte Fábio Vieira den HSV erneut in Führung gebracht: Der Portugiese trieb den Ball durchs Mittelfeld, zog aus rund 20 Metern ab – und traf den rechten Pfosten!
Vušković versuchte es per Kopf nach einem Freistoß (30.), Heuer Fernandes parierte. Neun Minuten später verfehlte Matanović das rechte Eck knapp. Beide Teams suchten konsequent den Weg nach vorne, doch es blieb beim 1:1 zur Pause.
Vušković per Freistoß – der HSV dreht auf
Nach der Pause blieb das Spiel intensiv. Stange wurde von Matthias Ginter stark geblockt (48.), kurz darauf Ransford-Yeboah Königsdörffer schoss knapp am Pfosten vorbei (52.).
In der 64. Minute dann die Erlösung für den HSV: Maximilian Eggestein beging ein Foul außerhalb des Strafraums, Vušković legte sich den Ball zurecht, lief an und schoss flach und hart. Eggestein fälschte den Ball noch leicht ab, Noah Atubolu war somit machtlos.
Baldé knipst sofort – der Joker macht den Sack zu
Nur zwei Minuten nach der erneuten Führung legte der HSV nach. Trainer Polzin brachte in der 65. Minute Fabio Baldé für Jatta und Rayan Philippe für Otto Stange. Baldé brauchte keine zwei Minuten, um sich in die Torschützenliste einzutragen: Nicolai Remberg schickte den Ball die rechte Außenlinie entlang, Königsdörffer ließ durch, und Baldé stürmte allein auf Atubolu zu – cool und präzise schob er die Kugel unten rechts ins Netz: 3:1 (67.)!
Freiburg antwortete mit weiteren Wechseln, unter anderem der angeschlagene Ginter wurde von Anthony Jung ersetzt (71.).
Matanović verkürzt – Freiburg kämpft bis zum Schluss
Der HSV verwaltete die Führung zunächst souverän, ehe Freiburg nochmals zuschlug: Eine Ecke von Vincenzo Grifo fand Matanović vor dem Elfmeterpunkt, der den Ball per Kopf ins linke Eck lenkte – 3:2 (87.)!
In der Nachspielzeit traf Vieira abermals den Pfosten (90.+5), Remberg schob den Abpraller ins Netz, stand aber im Abseits. Am Ende blieb es beim 3:2 für den HSV – ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter Heimsieg.
Man of the Match: Luka Vušković
Luka Vuskovic (67 Prozent): Der junge Kroate erzielte in seinem wohl letzten Heimspiel im HSV-Dress seinen sechsten Saisontreffer, ist nun zusammen mit Vieira bester Torschütze der Hamburger und der erste HSV-Verteidiger seit Didi Beiersdorfer 1990/91 der in einer Bundesliga-Saison ein halbes Dutzend Treffer erzielen konnte.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Hamburger SV 1,71 - Sport-Club Freiburg 0,58
Schnellster Spieler: Fabio Baldé (HSV), 35,74 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:1 von Luka Vušković (HSV), 3,81 Prozent
Most Pressed Player: Otto Stange (HSV), 12 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Matthias Ginter (SCF), +4,06
Fantasy Heroes: Igor Matanović (350 Punkte), Luka Vušković (268), Nicolai Remberg (226)










