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Der ehemalige Dortmunder Mikel Merino wird bei Spaniens Halbfinaleinzug erneut zum Matchwinner
Der ehemalige Dortmunder Mikel Merino wird bei Spaniens Halbfinaleinzug erneut zum Matchwinner - © David Ramos
Der ehemalige Dortmunder Mikel Merino wird bei Spaniens Halbfinaleinzug erneut zum Matchwinner - © David Ramos
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Edeljoker Merino sticht wieder zu: Spanien steht im Halbfinale

Spanien hat Belgien im WM-Viertelfinale mit 2:1 (1:1) bezwungen und steht erstmals seit 16 Jahren wieder im Halbfinale. Fabián Ruiz (30.) und Mikel Merino (88.) trafen für Spanien, Charles De Ketelaere (41.) glich zwischenzeitlich für Belgien aus.

Das zweite Viertelfinale der WM versprach Hochspannung: Der amtierende Europameister Spanien traf auf ein selbstbewusstes belgisches Team, das zuletzt Gastgeber USA mit 4:1 aus dem Turnier geworfen hatte. Für Belgien gab es jedoch bereits vor dem Anpfiff einen herben Rückschlag: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Hans Vanaken ersetzt werden.

Spanien hingegen setzte im Vergleich zum Achtelfinale gegen Portugal auf eine Änderung: Fabián Ruiz rückte für Pedri in die Startelf.

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Spanien drückt, Belgien kontert

Von Beginn an übernahm Spanien das Kommando. Lamine Yamal und Mikel Oyarzabal sorgten auf den Flügeln für Gefahr, während Rodri das Mittelfeld kontrollierte. In der 10. Minute blockte Nathan Ngoy einen Abschluss von Rodri, kurz darauf auch einen Versuch von Álex Baena (13.). Belgien lauerte auf Konter und versuchte es mit langen Bällen hinter die spanische Abwehrkette.

In der 15. Minute kam Charles De Ketelaere nach einer Vorlage von Jérémy Doku zum Abschluss, wurde aber geblockt. Yamal versuchte es in der 21. Minute mit einem Schlenzer, der jedoch am linken Pfosten vorbeiging.

Fabián Ruiz trifft zum 1:0 - PATRICK T. FALLON

Fabián Ruiz trifft zum 1:0

In der 30. Minute fiel dann der erste Treffer des Spiels: Pedro Porro und Yamal kombinierten auf der rechten Seite, Porro spielte den Ball flach in die Mitte zu Dani Olmo, dessen Schuss Thibaut Courtois nur nach vorne abwehren konnte – genau in den Lauf von Fabián Ruiz, der aus knapp sieben Metern eiskalt vollendete. Der Ball wurde von Timothy Castagne noch abgefälscht, fand aber dennoch seinen Weg ins Netz. Es war das erste WM-Tor für Fabián Ruiz.

Fabián Ruiz bejubelt seinen WM-Premierentreffer - PATRICK T. FALLON

De Ketelaere gleicht aus

Spanien drückte nach dem Führungstreffer weiter aufs Gaspedal. Yamal prüfte Courtois in der 35. Minute mit einem Freistoß, der belgische Keeper parierte erneut. Doch dann schlug Belgien aus dem Nichts zurück: In der 41. Minute flankte Castagne von rechts in den Strafraum, wo sich De Ketelaere im Kopfballduell gegen Porro durchsetzte und halblinks ins Tor einköpfte.

Der Ausgleich war der erste Gegentreffer für Spanien in diesem Turnier überhaupt – nach 649 WM-Minuten ohne Gegentor. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Charles De Ketelaere jubelt nach seinem Kopfballtreffer zum 1:1-Ausgleich für Belgien - Florencia Tan Jun

Courtois verletzt – Lammens übernimmt

Beide Trainer verzichteten zur Pause auf Wechsel. Im zweiten Durchgang war Yamal erneut in der 48. Minute gefährlich, stand aber im Abseits. Spanien drängte auf den Führungstreffer, Belgien lauerte auf seine Chancen.

Nach einem Doppelpass von Doku und De Bruyne traf Maxim De Cuyper nur das Außennetz (55.). In der 62. Minute rettete Courtois gegen Oyarzabal, De Bruyne scheiterte auf der anderen Seite an Spaniens Keeper Unai Simón.

Dann musste Belgien einen schweren Schlag hinnehmen: In der 71. Minute musste Thibaut Courtois verletzt vom Feld. Der Weltklasse-Keeper verließ das Spielfeld unter Tränen und wurde durch Senne Lammens ersetzt. Für Belgien war es der dritte verletzungsbedingte Ausfall des Turniers nach Onana (Kreuzbandriss im Achtelfinale) und Tielemans (vor dem Anpfiff).

Mit Tränen in den Augen verlässt Thibaut Courtois verletzt das Feld - PAUL ELLIS

Merino schlägt erneut zu

In der 86. Minute brachte Luis de la Fuente mit Mikel Merino den Mann, der bereits gegen Portugal in der Nachspielzeit getroffen hatte. Und wie schon zuvor bewies Merino sein goldenes Händchen: In der 88. Minute schoss Pau Cubarsí aus der Distanz, Lammens konnte den Ball nur nach vorne abwehren – und Merino stand goldrichtig, um aus fünf Metern einzunetzen.

In der Nachspielzeit versuchte Belgien alles: Laporte klärte in höchster Not eine Hereingabe von Saelemaekers (90.+2), kurz darauf begang Romelu Lukaku ein Offensivfoul gegen Unai Simón. Spanien hielt dem Druck stand und steht damit erstmals seit 2010 wieder im Halbfinale einer WM. Dort wartet nun Frankreich.

Mikel Merino trifft in der 88. Minute zum 2:1-Siegtreffer - VALERIE MACON

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