
Belgien gelingt irres Comeback gegen den Senegal
Belgien hat den Senegal im Sechzehntelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 mit 3:2 (2:2 I 0:1) nach Verlängerung bezwungen. Youri Tielemans (89., 120.+5 Elfmeter) und Romelu Lukaku (86.) haben für Belgien getroffen, Habib Diarra (25.) und Ismaila Sarr (51.) erzielten die Tore für den Senegal. Ein dramatisches Comeback der Roten Teufel in der Schlussphase und ein Last-Minute-Elfmeter sicherten den Einzug ins Achtelfinale.
Im Sechzehntelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 traf Belgien am 1. Juli 2026 im Lumen Field in Seattle auf den Senegal. Die Roten Teufel hatten die Gruppenphase als Gruppensieger abgeschlossen, während der Senegal als einer der besten Drittplatzierten ins Turnier einzog.
Auf senegalesischer Seite fehlte der verletzte Stammtorhüter Edouard Mendy, sodass Mory Diaw das Tor hütete. Belgien setzte auf seine bewährte Startelf, darunter Eintracht-Frankfurt-Verteidiger Arthur Theate und Spielmacher Kevin De Bruyne.

Senegal dominiert die Anfangsphase
Die Partie begann temporeich und ausgeglichen. Beide Teams suchten früh den Weg nach vorne, wobei der Senegal in den ersten Minuten etwas aktiver wirkte. In der 9. Minute hatte Leandro Trossard die erste Chance für Belgien, sein Schuss aus knapp 20 Metern wurde jedoch von Diaw pariert.
Kurz darauf sorgte eine irre Szene für Aufregung: Courtois verschätzte sich bei einer Flanke von Ismail Jakobs völlig, Sarr stocherte den Ball aus kurzer Distanz jedoch gegen den Pfosten (13.). Auch ein zweiter Versuch von Sarr in derselben Szene blieb ohne Erfolg. In der 17. Minute prüfte Idrissa Gueye Courtois mit einem Distanzschuss, der belgische Keeper war aber auf dem Posten.
Diarra trifft zur Führung
In der 24. Minute schlug Mané eine tolle Flanke von der linken Seite, Sarr köpfte den Ball an den rechten Pfosten – und Habib Diarra staubte aus kurzer Distanz zum 0:1 ab (25.). Die Führung des Senegal war nicht unverdient, denn die Afrikaner hatten in der Anfangsphase mehr Torgefahr ausgestrahlt.
Belgien versuchte zu antworten, blieb aber in der Offensive glücklos. Maxim De Cuyper scheiterte in der 45. Minute mit einem Distanzschuss an Diaw, und auch ein Freistoß in der Nachspielzeit brachte keinen Erfolg. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeitpause.
Sarr erhöht auf 0:2
Zur zweiten Halbzeit brachte Belgiens Trainer Rudi Garcia Romelu Lukaku für Charles De Ketelaere. Doch der Senegal machte weiter Druck: In der 51. Minute spielte Moussa Niakhaté einen langen Ball über die belgische Abwehr, Sarr nahm ihn mit der Brust an und schoss aus gut elf Metern kompromisslos oben rechts ins Netz – 0:2. Belgien stand nun vor einer Mammutaufgabe.
Belgiens irres Comeback
In der 86. Minute war es dann aber soweit: Meunier spielte den Ball von rechts flach zum ersten Pfosten, Lukaku nahm ihn sehenswert per Außenrist direkt ab und traf zum 1:2. Nur drei Minuten später, in der 89. Minute, schlug Trossard eine Flanke von der rechten Seite, Diaw verschätzte sich – und Youri Tielemans köpfte den Ball ins leere Netz zum 2:2-Ausgleich.
Belgien hatte das Spiel innerhalb von drei Minuten ausgeglichen! In der Nachspielzeit versuchte es auch der Senegal noch einmal, Gueye scheiterte aber mit einem Distanzschuss. Es ging in die Verlängerung.
Elfmeter in letzter Sekunde entscheidet
Beide Teams waren in der Verlängerung zögerlich, ein Treffer fiel folglich lange nicht. In der 118. Minute traf Lukébakio die Latte. Kurz vor dem Ende der Verlängerung, in der 120.+5. Minute, wurde Tielemans im Strafraum von Lamine Camara gefoult – nach VAR-Überprüfung gab der Schiedsrichter Elfmeter.
Tielemans selbst übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß eiskalt oben rechts zum 3:2. Auch die letzten Versuche des Senegal, darunter ein Freistoß nach einem Handspiel von Raskin, blieben erfolglos. Belgien steht im Achtelfinale!
