
Trotz Chancenfest: Dezimiertes Belgien spielt erneut nur remis
Belgien und Iran trennen sich am zweiten Spieltag der Gruppe G mit 0:0. Nathan Ngoy sieht in der 67. Minute die Rote Karte, ein Tor von Mehdi Taremi wird wegen Abseits aberkannt. Thibaut Courtois und Alireza Beiranvand glänzen mit starken Paraden.
Am 2. Spieltag der Gruppe G der FIFA Weltmeisterschaft 2026 trafen Belgien und der Iran im Los Angeles Stadium in Inglewood (Los Angeles) aufeinander – eine Partie mit großer Bedeutung für beide Teams. Beide Mannschaften hatten ihr Auftaktspiel remis beendet: Belgien spielte 1:1 gegen Ägypten, der Iran 2:2 gegen Neuseeland.

Belgien dominiert, Iran lauert
Belgien übernahm von Beginn an die Kontrolle. Bereits in der 3. Minute gab es den ersten Aufreger: Romelu Lukaku rauschte in Irans Keeper Alireza Beiranvand hinein und sah dafür die Gelbe Karte. In der 9. Minute folgte die erste große Doppelchance: Leandro Trossard bereitete vor, Kevin De Bruyne schoss, der Ball wurde geblockt – den Nachschuss von De Cuyper parierte Beiranvand stark.
In der 14. Minute zeigte Thibaut Courtois eine Glanzparade gegen Hossein Kanaani, der aus der Drehung abzog. Youri Tielemans testete Beiranvand in der 22. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel. In der 25. Minute glaubte der Iran, in Führung zu gehen: Nach einer clever ausgeführten Freistoßvariante von Ehsan Hajsafi schob Taremi ein – doch der VAR erkannte eine Abseitsposition, das Tor zählte nicht.
Belgien drängte weiter auf die Führung: De Cuyper (44.) und Saelemaekers (44.) scheiterten kurz vor dem Pausenpfiff.
Rote Karte verändert das Spiel
Zur zweiten Halbzeit wechselte der Iran: Alireza Jahanbakhsh kam für Saleh Hardani. Der Neue verfehlte direkt nach Wiederanpfiff das kurze Eck (46.). Belgien antwortete: De Bruynes Schuss wurde geblockt (46.), Saelemaekers traf das Außennetz (50.). Drei Minuten später rettete Courtois erneut stark gegen Taremi, der nach einem langen Einwurf frei zum Abschluss kam.
Auf der Gegenseite verhinderte Beiranvand in der 59. Minute mit einer überragenden Parade aus kürzester Distanz den Führungstreffer von De Cuyper. In der 67. Minute dann ein entscheidender Moment: Nathan Ngoy vertändelte den Ball und legte kurz darauf Taremi – Schiedsrichter Dario Herrera zeigte sofort Rot. Belgien musste die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Belgien hält stand
Nach der Roten Karte zog sich Belgien mehr und mehr zurück. In der 73. Minute brachte Coach Rudi Garcia den Frankfurter Arthur Theate für Lukaku, um die Defensive zu stabilisieren. Der Iran versuchte die Überzahl zu nutzen, agierte in der Offensive aber zu unkreativ. Ezatolahi prüfte Courtois in der 81. Minute aus der Distanz.
In der 86. Minute scheiterte De Cuyper erneut an Beiranvand. In der Nachspielzeit vergaben Fernandez-Pardo (90.+4) und Lukébakio (90.+5) die letzten Chancen für Belgien. Somit blieb es beim 0:0, für beide Teams ist es das zweite Remis in der Gruppenphase.
