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Lewandowski vs. Werner: Europas spannendstes Torjägerduell

Nach 20 Spieltagen haben mit Robert Lewandowski vom FC Bayern München und Timo Werner von RB Leipzig schon zwei Akteure die 20-Tore-Marke geknackt. Das gab es in der Geschichte der Bundesliga zuvor noch ein einziges Mal. Nun treffen beide Knipser am 21. Spieltag im Top-Spiel direkt aufeinander. Was spricht für wen im spannendsten Torjäger-Duell Europas?

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Das Duell um den Titel des Torschützenkönigs ist spektakulär wie nie! Robert Lewandowski steht bei 22 Saisontoren, Timo Werner hat 20 Mal getroffen.

Und damit jagt das Duo Lewandowski/Werner gleichzeitig auch den wahnsinnigen Bundesliga-Rekord Gerd Müllers, der es 1971/72 auf 40 sagenhafte Saisontore gebracht hatte. Etliche Jahre lang galt dieser Wert als unantastbar. Bis jetzt: Träfen Lewandowski und Werner in dieser Frequenz weiter, stünden sie nach 34 Spieltagen zumindest schon einmal bei 37 und 34 Toren...

Doch nicht nur national, auch im europäischen Vergleich bietet die Bundesliga aktuell das hochklassigste Torjäger-Duell. In keiner anderen Liga gibt es europaweit ein Duo mit jeweils mehr als 20 Treffern. Lediglich der Ex-Dortmunder Ciro Immobile, heute in Diensten von Lazio Rom, und BVB-Neuzugang Erling Haaland haben neben Lewandowski und Werner in Europa überhaupt schon mehr als 20 Ligatore erzielt in dieser Saison.

Was spricht für einen Torschützenkönig Lewandowski?

Deutlich erfahrener, wenn es um den Titel des Torschützenkönigs geht, ist definitiv Robert Lewandowski. Der Pole war 2018/19 schon zum vierten Mal bester Bundesliga-Torjäger. Das schaffte bisher nur – Überraschung – Gerd Müller. 224 Mal durfte der Stürmer des FC Bayern München inzwischen in der Bundesliga jubeln, ist damit bester ausländischer Torschütze. In der Ewigen Torjägerliste steht er damit auf dem 3. Platz. Und selbst Schalke-Legende Klaus Fischer (268 Tore) auf Platz 2 ist mittelfristig in Reichweite.

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Noch beeindruckender als die absolute Anzahl der Treffer ist aber Lewandowskis Torquote. Im Dress der Bayern traf er alle 99 Minuten – und ist damit sogar noch besser als Gerd Müller, der im Schnitt alle 105 Minuten zum Torerfolg kam. Das größte Kapital des Polen ist dabei sein Körper. In all seinen neun Bundesliga-Spielzeiten brachte er es mindestens auf 30 Einsätze. Nur 16 Spiele verpasste er seit seinem Wechsel nach Deutschland 2010. Die meisten davon übrigens, weil er geschont wurde. Bezeichnend: Den einzigen operativen Eingriff seiner Karriere legte er sich punktgenau in die vergangene Winterpause. Zum Rückrunden-Start stand er wieder topfit auf dem Platz.

22 Tore nach 20 Spieltagen - das schaffte in der Bundesliga bisher nur der bereits erwähnte Gerd Müller 1972/73. Am Ende waren es für Müller damals 36 Saisontore. Ein durchaus realistische marke für Lewandowski in der laufenden Saison!

Werner eher der Typ Konterstürmer

Timo Werner ist hingegen ein ganz anderer Stürmertyp. Während Lewandowski klar dem Typus klassischer Mittelstürmer angehört, braucht Werner immer ein wenig Raum vor sich, um seine enorme Schnelligkeit auszunutzen. Vor allem im Trikot von RB Leipzig, das er seit 2016 trägt, ist er der beste Konterstürmer der Bundesliga. 21 Mal traf er seither nach Kontern – so oft wie kein anderer Spieler seit 2016.

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Während Lewandowski in allen der ersten elf Spielen mindestens einmal traf, legte Werner ab Spieltag 10 so richtig los und traf bis zum 16. Spieltag sieben Mal in Serie. Zwar konnte Werner an den letzten beiden Spieltagen keinen Torerfolg feiern, doch wenn er erst einmal ins Rollen kommt, gibt es kaum ein Halten: Vier Doppelpacks und zwei Dreierpacks gelangen ihm in dieser Saison bereits.

Die Bundesliga darf sich also nicht nur auf ein spannendes Titelrennen freuen, sondern auch auf das spektakulärste Torjägerduell ihrer nunmehr 57-jährigen Geschichte. Und am Ende würde es nicht wundern, wenn selbst der 40-Tore-Rekord von Gerd Müller fällt.

Karol Herrmann