Ist auf dem besten Wege, Claudio Pizarro als besten ausländischen Torjäger der Bundesliga-Geschichte abzulösen: Robert Lewandowski - imago/Avanti
Ist auf dem besten Wege, Claudio Pizarro als besten ausländischen Torjäger der Bundesliga-Geschichte abzulösen: Robert Lewandowski - imago/Avanti
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Bester ausländischer Bundesliga-Torschütze: Robert Lewandowski weiter auf Rekordjagd

Köln - Nur noch ein Treffer fehlt Robert Lewandowski derzeit, um den großen Claudio Pizarro als besten ausländischen Torschützen der Bundesliga-Geschichte einzuholen. Die Chancen, dass der Bayern-Star den Rekord schon am Freitagabend knackt, stehen nicht schlecht: Denn der FC Augsburg zählt zu Lewandowskis Lieblingsgegnern - 18 Tore erzielte der Pole in 13 Partien. Bei seinen vier letzten Einsätzen gegen die Fuggerstädter traf Lewy sogar immer mindestens doppelt (einmal sogar dreifach).

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Als Robert Lewandowski am 4. Spieltag der Saison 2010/11 auf Schalke sein erstes Bundesliga-Tor für den BVB erzielte, dürften nur wenige erahnt haben, was für eine Karriere dem Polen bevorstehen würde. In seinem Heimatland überzeugte der damals 21-Jährige bei Lech Posen und zog die Aufmerksamkeit von Borussia Dortmund auf sich. Kein Wunder: In 58 Erstligaspielen erzielte Lewandowski beeindruckende 32 Tore für den polnischen Club. Auch deshalb war sich die polnische Fußball-Legende Zbigniew Boniek schon beim Sprung in die Bundesliga vor acht Jahren sicher: "Robert ist erst bei 60 Prozent. Ihr werdet viel Spaß mit ihm haben!"

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Und Spaß hatten wir - zunächst vor allem aber der BVB. Doch auch das erst mit Verspätung. Denn in seinem ersten Bundesliga-Jahr lief es bei Lewandowski noch nicht komplett rund. Der Pole musste sich hinter Lucas Barrios einsortieren und kam bei den Schwarz-Gelben überwiegend von der Bank zum Einsatz. Der Durchbruch als Torjäger gelang erst eine Saison später - auch dank des damaligen BVB-Trainers Jürgen Klopp. Der Dortmunder Kult-Trainer half Lewandowski bei der Entwicklung seiner Torjäger-Qualitäten. "Er war der, der mich an mich glauben ließ. Ich war nicht so gut, als ich nach Dortmund kam, aber er machte mich besser", erinnerte sich der 30-Jährige an seine Anfangszeit in der Bundesliga. "Ich lernte, was ich machen musste, wenn ich nicht den Ball hatte."

Einer der weltweit besten Stürmer seiner Generation

Mit Erfolg: Im Oktober 2011 erzielte er prompt seinen ersten Dreierpack in der Bundesliga - die Tormaschine Lewandowski war geboren. Und wenig später sollten ihm die Fans des BVB zu Füßen liegen. Zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal-Sieg fuhr der Knipser mit den Schwarz-Gelben ein. Vier Jahre nach seinem Wechsel nach Dortmund begann mit dem Transfer zum FC Bayern München dann ein neues Kapitel in der Karriere des Polen - es sollte nicht minder erfolgreich werden. Welchen Stellenwert sich Lewandowski bis dato bereits erarbeitet hatte, lassen die Worte, die Karl-Heinz Rummenigge damals fand, bereits erahnen: "Lewandowski ist einer der weltweit besten Stürmer, er wird den Kader des FC Bayern verstärken und uns nochmals einen Schub geben", so der Bayern-Aufsichtsratsvorsitzende. Auch Rummenigge sollte mit seiner Prophezeiung - wie Boniek zuvor - recht behalten.

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Der Pole lieferte prompt, was man beim Rekordmeister von ihm erwartet hatte, und baute seine überragenden Statistiken weiter aus: Im Schnitt benötigt der Pole lediglich 113 Minuten pro Tor in der Bundesliga (im Bayern-Trikot sogar nur alle 100 Minuten) - nur der große Gerd Müller steht in dieser Statistik über Lewandowski. In der Champions League übertrifft der 30-Jährige den "Bomber" sogar: Alle 98 Minuten bringt er durchschnittlich den Ball im Kasten des Gegners unter.

Rekorde bei Torgala gegen Wolfsburg

Und welcher Bundesliga-Fan kann sich nicht mehr an das "Jahrhundertspiel" gegen den VfL Wolfsburg erinnern? Lewandowski wurde beim Stand von 0:1 zur zweiten Halbzeit eingewechselt - und schoss die Bayern mit einem Fünferpack in neun Minuten zum Sieg. Das war zuvor nur Dieter Hoeneß gelungen - ganz nebenbei sackte der Pole dabei auch noch die Bestmarken für den schnellsten lupenreinen Hattrick und den schnellsten Viererpack der Bundesliga-Geschichte ein. Gegen Schalke wurde Lewandowski jetzt der erste Spieler, der 100 Tore in der Allianz Arena erzielte.

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"Ich verstehe das nicht, fünf Tore! So etwas habe ich weder als Spieler noch als Trainer erlebt", kommentierte der damalige Bayern-Trainer Pep Guardiola ungläubig das gerade Erlebte. Lewandowski, einfach einmalig. Angesichts all dieser Rekorde und Bestmarken ist es nun auch keine große Überraschung mehr, dass Lewandowski sich schon mit einem weiteren Treffer an Claudio Pizarro auf der Liste der besten ausländischen Bundesliga-Torschützen vorbeischieben kann. Denn auch in der aktuellen Saison macht Lewandowski, was er am besten kann: Tore - 13 davon hat er in dieser Spielzeit bereits auf dem Konto und schaffte fast nebenbei in der Hinrunde als erster Bundesliga-Spieler acht Tore in der Gruppenphase der Champions League. Es wird also ein weiterer Rekord von vielen in der unglaublichen Karriere des Polen sein.

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"Er ist für uns schon eine Art Lebensversicherung", bekundete angesichts dieser beeindruckenden Leistungen auch Bayern-Trainer Niko Kovac. Jetzt ist "Lewy" sogar auf dem besten Wege, die beste ausländische Lebensversicherung in der Historie der Bundesliga zu werden.