
Schlager und Orbán schießen RB Leipzig in die Champions League
RB Leipzig hat den FC St. Pauli im Bundesliga-Spiel des 33. Spieltags mit 2:1 (1:0) besiegt. Xaver Schlager (45.) und Willi Orbán (54.) trafen für die Gastgeber, Abdoulie Ceesay (86.) verkürzte für St. Pauli. Mit diesem Sieg sichert sich Leipzig die Teilnahme an der Champions League.
RB Leipzig startete druckvoll und suchte früh den Weg nach vorne. Die Gastgeber dominierten den Ballbesitz (69 Prozent) und setzten St. Pauli mit aggressivem Gegenpressing unter Druck – die Hausherren holten den Ball im Schnitt nach nur neun Sekunden zurück. In der 8. Minute entstand nach einem Zuspiel von Yan Diomande eine erste Großchance: Christoph Baumgartner zwang Keeper Nikola Vasilj zu einer Parade, der Nachschuss von Ridle Baku aus kürzester Distanz geriet jedoch zu ungenau. St. Pauli verteidigte kompakt und lauerte auf Konter. Einen Freistoß für die Hanseaten setzte Eric Smith knapp am Tor vorbei (21.).
Schlager mit dem Dosenöffner
In der 34. Minute hatte St. Pauli die größte Chance der ersten Halbzeit: Martijn Kaars bekam einen Querpass von Andréas Hountondji frei im Strafraum, schoss jedoch nur an die Latte. Eine Riesenchance für die Gäste blieb damit ungenutzt.
Leipzig antwortete mit Druck, fand aber lange keine Lücken in der kompakten Hamburger Defensive. Erst kurz vor der Pause gelang der Führungstreffer: David Raum brachte eine gefährliche Ecke in den Strafraum, Baumgartner köpfte aufs Tor, der Ball prallte zu Xaver Schlager, der aus der Drehung unter die Latte traf – 1:0 in der 45. Minute. Ein besonderer Moment für Schlager, der damit in seinem letzten Heimspiel für Leipzig traf. Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeitpause. St. Pauli hatte zwar die klareren Einzelchancen, ließ aber die nötige Effizienz vermissen.
Orbán köpft Leipzig auf 2:0
Nach der Pause übernahmen die Gastgeber noch klarer die Kontrolle. In der 54. Minute erhöhte Leipzig nach einem weiteren Standard: Raum brachte eine präzise Ecke in den Strafraum, und Willi Orbán stieg völlig frei hoch und köpfte den Ball ins linke Eck – 2:0. Zuvor hatte Assan Ouédraogo noch den Pfosten getroffen (54.).
St. Pauli versuchte zu antworten: Louis Oppie prüfte Vandevoordt mit einem Schuss aufs kurze Eck (61.), doch der Keeper hielt sicher. Leipzig verwaltete die Führung souverän und kam durch Baumgartner (77.) zu einer weiteren Chance, die jedoch ungenutzt blieb. In der 63. Minute wurde ein Treffer von Brajan Gruda wegen Abseits aberkannt.
Ceesays Anschlusstreffer kommt zu spät
In der 79. Minute ersetzte Antonio Nusa den angeschlagenen Gruda. In der 86. Minute gelang St. Pauli der Anschlusstreffer: Abdoulie Ceesay, der für Hountondji eingewechselt worden war, verwertete eine Vorlage von Jackson Irvine und schob den Ball ins rechte Eck – 2:1. In der Nachspielzeit hatte Irvine noch die Chance zum Ausgleich, doch Maarten Vandevoordt parierte. Leipzig brachte den Sieg über die Zeit und spielt in der kommenden Saison in der Champions League.

Man of the Match: Willi Orbán
Willi Orbán war der überragende Akteur dieser Partie. Der Innenverteidiger erzielte in der 54. Minute das entscheidende 2:0 per Kopfball nach einer Ecke von Raum und war damit maßgeblich am Sieg beteiligt. Orbán gewann zudem die meisten Zweikämpfe auf Seiten der Gastgeber und zeigte eine starke Leistung in der Defensive. Mit 36 Prozent der Stimmen wurde er von den Fans zum Man of the Match gewählt. 18 seiner 28 Bundesliga-Tore erzielte Orbán per Kopf – alle davon aus dem Strafraum.
Bundesliga Match Facts
xGoals: RB Leipzig 1,49 - FC St. Pauli 0,77
Schnellster Spieler: Yan Diomande (RBL), 35,05 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Willi Thomas Orbán (RBL), 4 Prozent
Most Pressed Player: Brajan Gruda (RBL), 26 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: David Raum (RBL), +3,16
Fantasy Heroes: Willi Orbán (RB Leipzig, 384 Punkte), Xaver Schlager (RB Leipzig, 326 Punkte), Christoph Baumgartner (RB Leipzig, 263 Punkte)










