Kingsley Coman bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den FC Bayern - © Miguel A. Lopes/Pool/Getty Images
Kingsley Coman bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den FC Bayern - © Miguel A. Lopes/Pool/Getty Images
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Triplesieger dank Coman! Der FC Bayern München schlägt Paris St. Germain mit 1:0

Der FC Bayern München ist zum zweiten Mal nach 2013 Triplesieger! Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick gewann am Sonntagabend das Finale der Champions League gegen Paris St. Germain mit 1:0 (0:0). Das entscheidende Tor erzielte Kingsley Coman in der 59. Spielminute.

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Bayern-Trainer Hansi Flick nahm im Vergleich zum 3:0-Erfolg im Halbfinale gegen Olympique Lyon einen Wechsel in der Startelf vor: Kingsley Coman rückte für Ivan Perisic in die Startelf. Flick spekulierte dabei auf eine besonders große Motivation beim Franzosen, der in der Jugend für PSG gespielt hatte. Und dieser Wechsel sollte sich als goldrichtig erweisen.

Das Ziel des Trainers war es, von Beginn an Druck auf den Gegner auszuüben. "Wenn wir ihnen Zeit lassen, dann können sie uns weh tun - und das wollen wir verhindern", erklärte Flick. Von der ersten Minute an setzten die Bayern Flicks Vorgabe um und attackierten ihre Gegenspieler schon an deren Strafraum. Die Elf des ehemaligen BVB-Trainers Thomas Tuchel kam in der Anfangsphase kaum ins Spiel. Nach 18 Minuten waren es dann aber doch die Pariser, die die erste große Chance hatten. Neymar hatte links im Strafraum zu viel Platz und zog ab, doch FCB-Torwart Manuel Neuer war mit einem Reflex zur Stelle und verhinderte den Rückstand.

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Die Bayern antworteten mit ihrer ersten Großchance in Minute 22: Robert Lewandowski konnte zentral im Strafraum aus der Drehung abschließen, traf aber nur den linken Pfosten. Keylor Navas im PSG-Tor wäre ohne Chance gewesen. Auf der Gegenseite schoss Angel di Maria über den Kasten (23.)

Kurz darauf waren die Bayern zu einem verletzungsbedingten Wechsel gezwungen: Jerome Boateng verletzte sich nach Zusammenprall mit Kylian Mbappe und musste beim Gang von Feld gestützt werden. Er wurde in der Innenverteidigung positionsgetreu von Niklas Süle ersetzt (25.).

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Wenig später war es wieder Lewandowski, der diesmal per Kopf an Navas scheiterte (31.). Bis zum Pausenpfiff blieben die Bayern die spielbestimmende Mannschaft. Beide Teams vergaben noch eine große Chance: Mbappe schoss in Neuers Arme (45.), Serge Gnabry scheiterte an Navas (45.+1). Es ging torlos in die Halbzeitpause.

Ein Tor für die Ewigkeit: Kingsley Coman köpft zum 1:0 für den FC Bayern ein - David Ramos/Pool/Getty Images

Nach dem Seitenwechsel - beide Teams kamen ohne weitere personelle Veränderungen zurück aus der Kabine - feuerte Bayerns Mittelfeldspieler Leon Goretzka einen ersten Warnschuss in Richtung des Pariser Tores ab (54.).

Fünf Minuten später brach dann Coman den Bann. Joshua Kimmich flankte den Ball von rechts vor dem Strafraum punktgenau zum links freistehenden Coman, der den Ball unhaltbar für Navas ins rechte Eck einköpfte. Thilo Kehrer hatte den Linksaußen aus den Augen verloren.

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Coman hätte fast innerhalb von drei Minuten einen Doppelschlag erzielt, doch in der 62. Minute klärte Thiago Silva nach Abschluss des Franzosen in höchster Not. Kurz darauf war dann Schluss für Coman, Perisic kam in die Partie (68.), zudem ersetzte Philippe Coutinho den mit Gelb vorbelasteten Gnabry.

Paris tat nun alles, um den Ausgleich zu erzielen, und erhöhte den Druck. Zunächst scheiterte aber Marquinhos nach Vorlage von di Maria aus kurzer Distanz am erneut überragend reagierenden Neuer (70.). Kurz darauf Schoss Neymar aus 20 Metern über den Kasten (74.).

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Auch in den letzten zehn Minuten der Partie war Paris am Drücker. Die Bayern konzentrierten sich auf gute Defensivarbeit und versuchten, die Entscheidung durch einen Konter oder eine Standardsituation herbeizuführen. Coutinho setzte einen Freistoß links am Tor vorbei (84.).

Letztlich reichte das Tor von Coman zum FCB-Sieg und so feierten die Münchner ihr zweites Triple der Vereinsgeschichte. Nach der Deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokal jetzt auch die Champions League - Bayern krönt sich zu Europas Champion!

Tim Müller