
Bundestrainer Jürgen Klopp lädt zum ersten Debütantenball
Für seine ersten Länderspiele hat sich Bundestrainer Jürgen Klopp etwas Neues einfallen lassen. 43 Spieler nimmt der Coach in zwei Kadern mit. Der Fokus gilt vor allem jungen Spielern, die sich nun zeigen dürfen. Dementsprechend könnte es auch einige Debüts geben: Im ersten Kader gibt es sieben Spieler, die erstmals für Deutschland auflaufen könnten. bundesliga.de stellt sie vor.
Jürgen Klopp hat gerufen und insgesamt 43 Spieler folgen seiner Einladung, einige von ihnen zum Debütantenball. Denn in beiden Kadern stecken gleich mehrere Spieler, die vor ihrer Premiere bei der A-Nationalmannschaft stehen. Der Bundestrainer hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er junge Spieler entwickeln und ihnen das Selbstvertrauen für höhere Aufgaben geben kann. Für die Begegnungen gegen die Niederlande und Griechenland stehen sieben Spieler bereit.
Finn Dahmen: Der Keeper könnte im zarten Torhüter-Alter von 28 Jahren zu seinem Debüt im DFB-Dress kommen. Klopp hält große Stücke auf den gebürtigen Wiesbadener, plant mit ihm in beiden Kadern. Dass sich Dahmen gerade auch in der richtigen Form befindet, zeigt er in der aktuellen Saison beim FC Augsburg beeindruckend. Kein Keeper wehrte bislang ligaweit mehr Torschüsse ab (24). Mit einer Abwehrquote von 80 Prozent gehört er auch in dieser Kategorie zu den besten der Liga.
Freiburger Block
Max Rosenfelder: Dass der Bundestrainer mit Weitsicht an das Unterfangen Nationalmannschaft geht, hat er mehrfach betont. Seine Nominierung könnte auch ein Beleg dafür sein. Denn Klopp hat auch Spieler berufen, die aktuell in ihrem Verein nicht zum Stammpersonal gehören. So wie Rosenfelder vom Sport-Club Freiburg. Der 23-Jährige war über den Anruf des Coaches so überrascht, dass er ihn zunächst für einen Fake hielt. Der Innenverteidiger gilt als besonders zweikampfstark, dabei aber fair. In seinen 38 Bundesliga-Einsätze spielte er nur neun Fouls.
Philipp Treu: Polyvalent ist vermutlich ein moderner Begriff, der den Freiburger Spieler gut umschreibt. Der 25-Jährige spielte sowohl auf beiden Seiten Außenverteidiger, aber auch eine Kette weiter vorne. Seit einem knappen Jahr ist der gebürtige Heidelberger Stammspieler beim Sport-Club. Klopp schwärmte bei der Kadervorstellung in den höchsten Tönen von dem Spieler. Treu ist zweikampf- und laufstark.
Yannik Engelhardt: Der 25-Jährige hat sich in Freiburg innerhalb weniger Jahre vom Spieler der zweiten Mannschaft zum Stammspieler bei den Profis hochgearbeitet. Der Sechser kommt in dieser Saison auf eine Zweikampfquote von 59 Prozent. Zudem zeigt sich Engelhardt auch schon torgefährlich, erzielte bereits zwei Treffer.

Über Elversberg in die DFB-Elf
Bambasé Conté: Der Mittelfeldspieler überzeugte in der vergangenen Spielzeit bei der SV Elversberg mit vier Toren und vier Vorlagen. Im Sommer folgte die Rückkehr zur TSG Hoffenheim. Und auch dort überzeugt der 23-Jährige. Mit neun Versuchen und sieben Vorlagen gehört er zu den Spielern mit den meisten Torschussbeteiligungen. Zwei seiner Vorlgen führten auch zu Treffern.
Younes Ebnoutalib: Auch der Angreifer konnte sich über seine Zeit im Saarland empfehlen. In der Hinrunde der vergangenen Spielzeit erzielte der Stürmer zwölf Tore für die Elv. Im Januar folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit ist er aktuell kaum zu bremsen. Ebnoutalib erzielte für die Hessen bereits vier Tore. Mit einer weiteren Vorlage führt er die Topscorer-Liste der Liga mit fünf Punkten an.

Zweikampfstarker Dauerläufer
Hennes Behrens: Auch der FC Augsburg könnte schon am Donnerstag zwei Debütanten in seinen Reihen haben. Denn neben Dahmen wurde auch der Linksverteidiger in den Kader für die ersten beiden Spiele berufen. In der Liga kommt Behrens auf eine Zweikampfquote von 55 Prozent gewonnener Duelle sowie starke zwölf Kilometer Laufdistanz im Schnitt. Am 3. Spieltag gab es gegen Bayer 04 Leverkusen mit einer Vorlage auch den ersten Scorer in dieser Spielzeit.




