Köln - Ein Sabbatjahr gehört heutzutage ja schon fast zum guten Ton. In der Virtuellen Bundesliga habe ich zwar kein ganzes Jahr pausiert, aber immerhin einen Sabbatmonat eingelegt. Notgedrungen, wohlgemerkt. Zwei kranke Kinder und viel zu kurze Nächte haben meinen ambitionierten Plänen für den November einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wegen mangelnder geistiger Frische habe ich mich selber auf die Ersatzbank beordert. Rückkehr für den Dezember fest eingeplant.

"Was für ein Comeback, als wäre er nie weggewesen", höre ich Wolff-Christoph Fuss ins Mikrofon jubeln. Zumindest wünsche ich mir das. Als ich auf den Bildschirm schaue, steht dort allerdings: Werder Bremen 1, FC Bayern München 3. Nur auf Aron Johannsson war mal wieder Verlass. Der Rest meiner virtuellen Bremer sitzt anscheinend mit einem Schmollmund in der Kabine. "Erst so lange weg sein, und dann noch Topleistung erwarten", scheinen sie mir zuzumurmeln. Im nächsten Spiel bekomme ich gar eine kostenlose Lektion erteilt. 0:5 gehe ich gegen den FC Schalke 04 baden. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

Zurück zur Trainingsarena

Damit kann ich aber immerhin mit Sicherheit sagen, dass FIFA zocken nicht wie Fahrrad fahren ist. Man kann das verlernen. Und zwar sogar ziemlich schnell. Also noch einmal zurück in die Trainingsarena und mich wieder etwas in Form gebracht. Spiel 3 lief dann auch schon wesentlich besser. Nach nicht einmal 30 Minuten führe ich gegen Bayer Leverkusen mit 3:0. Dann bricht die Verbindung ab. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Naja, egal, die Begegnung wird zu meinen Gunsten gewertet. Jetzt ist für mich klar: Der Aufstieg sollte trotz des verpatzten Saisonstarts noch gelingen.

Anschließend trotze ich dem überlegenen FC Bayern immerhin einen Zähler ab. Jannik Vestergaard trifft nach einer Ecke. Ein dreckiges Tor, aber die zählen ja ebenfalls. Auch in der Virtuellen Bundesliga. Danach kommt es zum Duell Werder gegen Werder. Mein Kontrahent hat die besseren Einzelspieler. Anders kann ich mir die 1:5-Klatsche nicht erklären. Danach geht es aber etwas aufwärts. Auf ein 1:0 gegen den FC Bayern folgen zwei Remis. Zwei Spieltage vor dem Ende der ersten Saison benötige ich noch einen Zähler zum Aufstieg und vier Punkte für die Meisterschaft. Machbar, oder?

Xhaka macht Meisterträume zunichte

Gegen Borussia Mönchengladbach läuft zunächst alles nach Plan. Junuzovic (mit dem Kopf!) und Ujah bringen mich mit 2:0 in Führung und ich habe sogar gute Chancen, auf 3:0 zu erhöhen. Im Gefühl des sicheren Sieges vertändel ich oftmals lässig. Und muss nun drei Euro ins Phrasenschwein werfen. Denn natürlich rächt sich das im Fußball. Kurz nach der Pause bringt Patrick Herrmann die Fohlen mit einem Flugkopfball heran und wenig später staubt Raffael zum 2:2 ab. Noch wäre das Ergebnis in Ordnung, aber Granit Xhaka schlenzt 15 Minuten vor Schluss einen Freistoß zum 3:2 in den Winkel. Zittern um den Aufstieg, Meisterschaft verspielt - eine ganz bittere zweite Hälfte.

Nun also ein echtes Finale. Der Gegner ist Bayer Leverkusen. Glücklicherweise scheint mir die Werkself zu liegen. Direkt der erste Angriff landet im Netz. Ujahs Tor gibt mir Sicherheit und ich spiele ein ungefährdetes 4:1 heraus. Chicharitos Ehrentreffer fällt erst kurz vor dem Abpfiff. Damit ist der Aufstieg geschafft, aber fest steht auch: Mit dieser Leistung wird es für mich in Liga 4 sehr schwer. Aber vielleicht kann ich ja noch eine Schippe drauflegen. Immerhin sind auch meine Kinder wieder gesund. Auf einen weiteren Sabbatmonat kann ich sehr gut verzichten.

User "swimmbutz"

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