Köln - Auf Regen folgt Sonnenschein - besagt eine alte Bauernregel. Und was für das Wetter gilt, trifft anscheinend auch in der Virtuellen Bundesliga zu. Nach zwei frustrierenden Spielzeiten geht es endlich wieder aufwärts. Mit neuer Taktik (4-4-2 mit Raute) und frischem Personal (Öztunali und Fröde in die Stammelf) gelingt mir in Saison Nummer 4 die Wende. Nach neun Spielen ist der Aufstieg bereits gesichert. Ein Sieg im letzten Spiel würde sogar den Titel bedeuten.

Dafür spielt man Fußball - auch den virtuellen: Ein Endspiel um die Miesterschaft. Der Start läuft optimal: Ecke Öztunali, Johannsson schraubt sich am kurzen Pfosten hoch - 1:0. Wenig später fängt Öztunali einen zu kurzen Abwurf des Torhüters ab und jagt den Ball aus 30 Metern ins verwaiste Tor. Ganz stark! Kadlec bringt die Eintracht noch einmal heran, aber Öztunali macht nach feinem Zuspiel von Ujah den Sack zu und sichert meinen ersten VBL-Titel. Ein sehr gutes Gefühl.

Zittern bis zum Schluss

Dieses Mal bin ich fest entschlossen, auch eine Spielklasse höher zu bestehen. Beim letzten Versuch in Liga 4 verlor ich neun von zehn Spielen. Diesmal läuft es ein wenig besser - aber wirklich nur ein wenig. Nach neun Spielen habe ich lediglich fünf Punkte auf dem Konto und benötige im letzten Spiel unbedingt einen Sieg, um die Klasse zu halten. Eine schwere Aufgabe, wenn man bedenkt, dass ich zuvor von 19 Partien in Liga 4 nur zwei für mich entscheiden konnte.

Gegner im Abstiegsfinale ist der BVB. Und der virtuelle Hummels hat wahrscheinlich jetzt noch Alpträume von meinem unaufhaltsamen Anthony Ujah. Drei Treffer erzielt der Nigerianer und besorgt damit den 3:1-Erfolg fast im Alleingang. Auf den letzten Drücker die Klasse gehalten. Das ist mindestens genauso viel Wert, wie der Titel in der Saison zuvor.

In Spielzeit Nummer 6 will ich auf jeden Fall vermeiden, erneut in den Abstiegsstrudel zu geraten. Der Auftakt misslingt völlig, was diesmal aber tatsächlich nicht allein meinem unzureichendem Skill zuzuschreiben ist. Mitten in der Partie schlägt das Babyphone aus. Ich muss wohl oder übel das Gamepad sich selbst überlassen und mich um den Nachwuchs kümmern. Als ich wieder zurück bin, sind nur noch wenige Minuten auf der Uhr und es steht 0:5. Immerhin kassiere ich keinen weiteren Treffer mehr.

Fehlschuss ohne Folgen

Diese Niederlage bleibt die Einzige im weiteren Saisonverlauf. Die nächsten fünf Spiele behalte ich jeweils wieder die Oberhand. Damit ist klar: Der Aufstieg in Liga 3 ist perfekt. Und ein Zähler genügt in den letzten vier Partien, um mir darüber hinaus den Titel zu sichern. Direkt der erste Matchball sitzt. Ein 1:1 gegen die Bayern langt zur Meisterschaft. Da bin ich Claudio Pizarro auch nur kurz böse, dass er in der 90. Minute noch einen Elfmeter in den virtuellen Himmel jagt und damit die Siegesserie beendet.

Nach 55 Partien in der Virtuellen Bundesliga liest sich die Bilanz immer noch bescheiden: 16 Siege und neun Remis stehen 30 Niederlagen gegenüber. Aber die Tendenz ist eindeutig positiv. Die letzten drei Spielzeiten konnte ich mit elf Siegen, fünf Unentschieden und elf Niederlagen ausgeglichen gestalten. Mal sehen, wie es in der Endphase des ersten Online-Qualifikationsmonats in Liga 3 läuft.

User "swimmbutz"

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