Zusammenfassung

  • Borussia Dortmund hat eine bärenstarke Offensive
  • Trainer Lucien Favre ist ein ausgewiesener Taktikfuchs
  • Das BVB-Team weiß auch mit Rückschlägen umzugehen

Köln - Es ist wieder soweit: Am 11. Spieltag kommt es in der Bundesliga zum Klassiker. Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München. Die Partie verspricht viel Feuer, die beiden Clubs duellieren sich an der Spitze. Der BVB hat knapp die Nase vorn und will die Tabellenführung natürlich verteidigen. bundesliga.de zeigt fünf Gründe auf, warum Dortmund im Klassiker gegen die Bayern gewinnt.

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1) Dortmunder Offensivkünstler

Die Torausbeute der Schwarz-Gelben ist enorm. 29 Mal hat Dortmund in der Bundesliga schon getroffen - mit Abstand am häufigsten. Offensiv wirbelt der BVB über den Platz. So gab es etwa gegen den 1. FC Nürnberg ein 7:0, der höchste Sieg in der Bundesliga in dieser Saison. Die Verantwortung lastet nicht nur auf den Schultern eines Spielers, wie zuletzt etwa bei Pierre-Emerick Aubameyang oder Michy Batshuayi. Zwar ist Neuzugang und Star-Stürmer Paco Alcacer mit sieben Treffern auch der beste Torschütze beim BVB, doch Marco Reus (fünf) oder Jadon Sancho (vier) schlagen ebenfalls regelmäßig zu.

Die Offensivmaschinerie in Dortmund läuft. Auch weil es Spieler wie zum Beispiel Außenverteidiger Achraf Hakimi verstehen, sich vorne in den richtigen Momenten mit einzuschalten und den Gegner mit guten Flanken unter Druck zu setzen. Die Freude am Fußball ist den Dortmundern definitiv anzusehen. Und dabei geht der BVB nicht alleine über Ballbesitz, vielmehr lebt das Spiel nach vorne vom schnellen Umschalten und den genauen Pässen in die Tiefe aus dem Mittelfeld. Der Kombinationsfußball ist nicht nur erfolgreich, sondern auch noch schön anzusehen.

2) Jung schlägt alt

Der Altersunterschied der beiden Mannschaften ist erheblich: Während die Bayern mit einem Schnitt von 27,3 Jahren den ältesten Kader der Bundesliga stellen, hat Dortmund mit 24,7 Jahren den viertjüngsten. Lucien Favre setzt beim BVB auf junge Spieler wie Jadon Sancho (18), Achraf Hakimi (19), Jacob Bruun Larsen (19), Christian Pulisic (20) und Mahmoud Dahoud (22, - um nur einige zu nennen. Sancho oder Hakimi sind aus der Startelf derzeit nicht wegzudenken. Auf sie ist das Spiel zugeschnitten, da sie ihre Schnelligkeit ausspielen und sich mit ihrer Unbekümmertheit in Szene setzen können. Die Talente zahlen dem Trainer das Vertrauen mit herausragenden Leistungen zurück. Mit Sicherheit auch gegen die Bayern.

Zwar hat auch der Gegner mit Serge Gnabry oder Leon Goretzka (23) aufstrebende jüngere Akteure in seinen Reihen, die regelmäßig aufgeboten werden und sich in die Mannschaft gespielt haben. Doch die Gewichtung auf dem Platz sieht bei den Bayern anders aus. Der Stamm derjenigen, die die Verantwortung im Spiel des FCB tragen, ist um die 30. Mats Hummels (29), Thomas Müller (29), Javi Martinez (30), Robert Lewandowski (30) oder Rafinha (33), Arjen Robben (34) und Franck Ribery (35), um auch hier nur ein paar zu nennen.

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3) Taktikfuchs Lucien Favre

An der Dortmunder Seitenlinie steht seit dieser Saison Lucien Favre. Der 61-Jährige - aktuell zweitälteste Trainer der Bundesliga nach Düsseldorfs Friedhelm Funkel (64) - ist ein erfahrener Fachmann, der bisher mit allen seinen Vereinen Erfolge gefeiert hat. Den in der vergangenen Saison strauchelnden BVB hat er in Rekordzeit wieder auf Kurs gebracht und der Mannschaft eine klare Spielidee mitgegeben.

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Favre macht sich am Spielfeldrand ständig Notizen und reagiert auf das Geschehen auf dem Platz. Es ist kein Zufall, dass die Borussia in dieser Saison im zweiten Durchgang oftmals stärker auftrat, als vor der Pause. Favre erkennt, wo Änderungen nötig sind und er hat ein gutes Händchen für Einwechslungen. Wettbewerbsübergreifend hat der BVB schon 16 Jokertore erzielt. Favres Erfahrung kann im Duell mit Bayerns Niko Kovac den Unterschied ausmachen.

4) Außergewöhnliche Moral

Borussia Dortmund weiß inzwischen, mit schwierigen Situationen umzugehen und steckt Rückschläge weg. So konnte der BVB etwa einen 0:2-Rückstand im Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen noch in einen 4:2-Sieg drehen. Daheim gegen den FC Augsburg bot Dortmund den starken Gästen Paroli und feierte trotz zweier Rückstände einen spektakulären 4:3-Erfolg.

Auch im DFB-Pokal gegen die starken Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Union Berlin ließ sich der BVB nicht davon aus der Ruhe bringen, dass es beide Male in die Verlängerung ging. In beiden Partien war Marco Reus kurz vor dem drohenden Elfmeterschießen mit dem Siegtor zur Stelle. Diese Moral wird auch gegen die Bayern nötig sein. Klar ist: Ein Führungstor für die Bayern wäre gegen diesen BVB noch lange nicht die halbe Miete.

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5) Mit den Fans im Rücken

Zu guter Letzt hat Borussia Dortmund im Duell mit dem FC Bayern München einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Das Spiel findet in Dortmund statt. Vor über 80.000 Zuschauern, von denen der Großteil mit den BVB-Spielern fiebert und sie anfeuert, hat es die Auswärtsmannschaft nie leicht, erst recht nicht im Klassiker. Die Borussia scheint erstmals seit der letzten Meistersaison 2011/12 wieder auf Augenhöhe mit den in den vergangenen Jahren übermächtigen Bayern zu sein. Die BVB-Fans sind daher besonders heiß auf dieses Spiel und werden ihre Mannschaft nach vorne treiben - und vielleicht ja sogar zum Sieg.

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