
Kampf um die Champions League: Wer macht das Rennen?
Aktuell machen sich sechs Bundesligisten Hoffnungen auf die Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison. Der VfB Stuttgart hat sogar zwei Wege, es zu schaffen.
Das Ziel ist klar definiert, der Weg dorthin offen. Aktuell machen sich sechs Teams Hoffnungen auf die Teilnahme an der Champions League 2026/27. Dabei steht noch nicht fest, welcher Tabellenplatz einer Qualifikation gleich kommt. Klar ist, dass die Top-4 der Bundesliga gesetzt sind. Und da der FC Bayern München bereits 19 Zähler Vorsprung auf Rang fünf hat und nicht zu bemerkenswerten Einbrüchen neigt, dürfte der erste Platz vergeben sein. Auch Borussia Dortmund hat gute Karten. Um die weiteren Plätze streiten sich die TSG Hoffenheim, der VfB Stuttgart, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen.
Aktuell stehen die Chancen gut, dass Deutschland im Ranking des UEFA-Koeffizienten soger einen der ersten beiden Ränge belegt und damit einen fünften CL-Platz ergattert. Aktuell ist es Rang zwei und die Bundesliga noch mit einigen Teams in den Wettbewerben vertreten. Gewinnt Stuttgart oder der Sport-Club Freiburg die Europa League, würden sie auch auf diesem Wege direkt in die Champions League einziehen.

TSG Hoffenheim – 46 Punkte
14 Siege und 46 Punkte nach 23 Spieltagen bedeuten einen neuen Vereinsrekord zu diesem Zeitpunkt in der Saison. Die Sinsheimer profitieren von ihrer Heimstärke, bereits acht Heimspiele hat die TSG gewonnen. Auch auswärts spielt die Mannschaft von Christian Ilzer eine starke Saison, holte bereits 22 Punkte in der Fremde. Das sind sieben mehr als in der kompletten vergangenen Spielzeit.
Vor allem die Offensive glänzt. Hoffenheim kommt bereits auf 49 Treffer. Nur der Rekordmeister war öfter erfolgreich. Andrej Kramarić steuerte alleine zehn Tore bei. In neun seiner elf Bundesliga-Spielzeiten traf der Stürmer zweistellig. Zudem ist die TSG eine der laufstärksten Mannschaften, spult im Schnitt 122,9 Kilometer ab. Auch hier ist nur der FCB noch mehr unterwegs.
VfB Stuttgart – 43 Punkte
Auch der VfB ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Gerade einmal eine der vergangenen zehn Begegnungen ging verloren. Und wie Hoffenheim ist auch Stuttgart zu Hause eine Macht. Die einzige Heimpleite gab es am 13. Spieltag – gegen die Bayern. Acht der restlichen zehn Heimspiele gingen an die Schwaben.
Dabei kann sich Stuttgart auf den Schlussspurt verlassen. 15 Treffer erzielte die Mannschaft von Sebastian Hoeneß in der Schlussviertelstunde. Sechs der acht Heimsiege gelangen durch späte Treffer. Zudem definiert sich der VfB in dieser Saison durch viel Ballbesitz (57 Prozent) und die meisten gewonnenen Zweikämpfe (54 Prozent). Mit 13 Toren ist Deniz Undav aktuell der zweitbeste Torschütze der Bundesliga.
Und wie erwähnt ist der VfB noch in der Europa League vertreten. Ein Titelgewinn in diesem Wettbewerb wäre für Stuttgart eine weitere Möglichkeit, sich für die Champions League zu qualifizieren.
RB Leipzig – 41 Punkte
Leipzig kam zuletzt ein wenig ins Straucheln. Für RBL gab es im Jahr 2026 gleich mehrere Ausrutscher gegen vermeintlich "Kleinere". So liegt das Team von Ole Werner in der Rückrundentabelle nur auf Rang zehn. In den direkten Duellen mit der Konkurrenz holte das Team ebenfalls recht wenige Punkte. Aus den bisherigen sieben direkten Duellen holte Leipzig fünf der 21 möglichen Zähler.
Dabei erspielt sich RBL doch einige Möglichkeiten. So gab Leipzig die zweitmeisten Torschüsse ab, hat den zweithöchsten xGoals-Wert der Liga. Das Augenmerk liegt vor allem auf Yan Diomande, der gemeinsam mit Saïd El Mala mit acht Treffern der erfolgreichste Teenie der Bundesliga ist. Zudem dreht Christoph Baumgartner aktuell mal so richtig auf. Der Österreicher kommt auf zehn Tore und sechs Vorlagen.
Bayer 04 Leverkusen – 39 Punkte
Zwar hat die Werkself von den vier Teams, die um die Plätze ab Rang drei kämpfen, die wenigsten Punkte, allerdings steht noch das Nachholspiel gegen den Hamburger SV an. Mit einem Sieg könnte Leverkusen an Leipzig vorbeiziehen. In der Rückrunde liegt Bayer 04 auf Rang sechs, holte drei Punkte mehr als RBL.
Leverkusen erspielte sich in der Saison hinter dem FC Bayern München die zweitmeiten Großchancen (41), allerdings wurden mehr als die Hälfte vergeben (23). Mit Alejandro Grimaldo verfügt das Team von Kasper Hjulmand über den besten Freistoß-Schützen der Liga. Der Spanier traf bereits vier Mal per Freistoß.
Das Prunkstück ist die Defensive: Erst 28 Gegentore musste Leverkusen hinnehmen – nur Bayern und der BVB weniger.
