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Kampf um die Champions League: Wer schnappt sich Platz 2, 3 und 4?

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Der FC Bayern München, VfB Stuttgart, RB Leipzig und Borussia Dortmund kämpfen hinter dem designierten Meister Bayer 04 Leverkusen um die Champions-League-Plätze zwei bis vier. Die Münchener und die Schwaben haben nach dem 28. Spieltag als Tabellenzweiter und Tabellendritter die besten Karten. Platz 5 könnte unter Umständen für die Qualifikation genügen.

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Normalerweise qualifizieren sich über die Bundesliga sechs Teams für den europäischen Wettbewerb 2024/25: Die ersten vier der Tabelle spielen in der Champions League, der Fünftplatzierte in der Europa League und Platz 6 qualifiziert sich für die Play-offs zur Europa Conference League. Aufgrund der Änderung des Champions-League-Formats ist sogar ein fünfter Platz in der Königsklasse für einen Bundesligisten möglich. Zwei Plätze werden an die beiden Länder vergeben, die in der aktuellen Saison die beste Leistung gebracht haben. Vor den Hinspielen der europäischen Viertelfinals lag die Bundesliga in diesem Ranking hinter Italien, aber hauchdünn vor England auf Platz 2. Diesen Platz verteidigen aber nur noch drei Clubs - Dortmund selbst, Bayern, und Leverkusen - gegen fünf englische Teams.

Was sind die Stärken der Kandidaten auf die ersten vier oder fünf Plätze? bundesliga.de verrät es dir.

Bayern München ist in der Pole-Position

Im Kampf um die Champions-League-Plätze hat der FC Bayern München hinter Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen (76 Punkte) die besten Karten. Der Rekordmeister spürt nach der Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim 1846 zwar den Atem des punktgleichen VfB Stuttgart im Nacken (beide haben 60 Zähler), hat auf Rang vier und fünf aber noch einen komfortablen Vorsprung von sieben Punkten. Zudem stellen die Münchner das offensivstärkste Team der Liga (80 Treffer) und weisen die beste Tordifferenz unter den Königsklasse-Anwärtern auf. 

Überhaupt: In den vergangenen 30 Jahren belegte der FC Bayern immer einen der ersten vier Plätze. Letztmals schnitt der Verein von der Säbener Straße in der Saison 1994/95 schlechter ab - als er Sechster wurde. Thomas Müller war da gerade einmal fünf Jahre alt. In der Hinrunde holten die Bayern aus den letzten sechs Spielen außerdem 15 der 18 möglichen Zähler, in der Rückrunde würden weitaus weniger Punkte für die Qualifikation zur Champions-League reichen.

Für Stuttgart geht es sogar um die Vizemeisterschaft

Nicht viel schlechter im Kampf um die Champions-League-Qualifikation sieht es für den VfB Stuttgart aus. Die Schwaben spielen derzeit die beste Saison der Vereinsgeschichte, haben Platz sechs mindestens sicher und greifen mit ebenfalls 60 Punkten eher nach oben an, als die Teilnahme im höchsten europäischen Wettbewerb noch zu riskieren. 

In der Rückrunde holte nur Leverkusen mehr Punkte (31) als der VfB (26), der seit zehn Bundesliga-Spielen ungeschlagen ist. Auf Rang vier hat Stuttgart gute sieben Zähler Vorsprung, zudem nehmen sich RB Leipzig und Borussia Dortmund am 31. Spieltag noch gegenseitig Punkte weg. Im direkten Duell mit dem BVB kann Stuttgart die deutlich bessere Tordifferenz (+30 gegen +22 bei Dortmund) vorweisen. Am vergangenen Wochenende siegten die Schwaben gegen ebenjene Dortmunder erst mit 1:0. 

Leipzig mit leichtem Vorteil im Endspurt

Aufgrund der besseren Chancenverwertung (15:15 Torschüsse, 2,7 zu 1,7 xGoals) feierte RB Leipzig am 28. Spieltag einen deutlichen 4:1-Auswärtserfolg beim SC Freiburg und schob sich an den Dortmundern vorbei auf Rang vier. Allerdings liegt RBL nur wegen des besseren Torverhältnisses (+31 zu +22) vor den Borussen, gegen die es am 31. Spieltag im eigenen Stadion zum großen Showdown kommt. 

Fragen und Antworten – hier geht‘s zum Bundesliga-FAQ

Ein gutes Gefühl gibt den Sachsen auch der Blick auf das Finale der Hinrunde. In den letzten sechs Spielen holten sie noch zehn Punkte und gewannen das Hinspiel gegen die Dortmunder (3:2), die im gleichen Zeitraum lediglich neun Zähler sammelten. Sollte sich die Punkteverteilung aus der Hinrunde wiederholen, würde Leipzig am Ende einen Punkt vor Dortmund stehen und sich über die sichere Champions-League-Teilnahme freuen.

Dortmund hat noch alles in der eigenen Hand

Borussia Dortmund liegt mit 23 Punkten zwar auf Platz drei in der Rückrundentabelle, ist nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart insgesamt aber aber auf Rang fünf abgerutscht. Dabei hatten sich die Schwarzgelben zuvor so stark gezeigt und vier Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen - darunter der Sieg im Klassiker gegen den FC Bayern München. 

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Das Team von Edin Terzić hat allerdings weiterhin alles selbst in der eigenen Hand, schließlich kommt es am 31. Spieltag in Leipzig zum direkten Aufeinandertreffen mit RBL. Zudem können die Dortmunder im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atlético Madrid weitere Punkte für die Einjahreswertung sammeln, um selbst als Fünfter auch im kommenden Jahr dort zu spielen. Als Sieger des Henkelpotts wäre die erneute Teilnahme natürlich auch garantiert.