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Jamal Musiala vom FC Bayern München ist Deutschlands Hoffnungsträger bei der WM

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Jamal Musiala hat bisher eine herausragende Saison für den FC Bayern München gespielt - und ist jetzt DER Hoffnungsträger für Deutschland bei der WM.

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Die Vergleiche, die so mancher Ex-Profi dieser Tage zieht, können sich sehen lassen. "Ich hoffe, das Jamal Musiala zu dem wird, was Messi in Barcelona wurde. Ein Idol, eine Legende, ein unvergesslicher Spieler, der über viele Jahre das Spiel der Bayern trägt und prägt", schrieb etwa Lothar Matthäus in einer Kolumne für "Sky". Und Owen Hargreaves sagte im Interview mit "Eurosport": "Jeder Spieler ist anders, aber Musiala ist wirklich einmalig. Als ich ihn das erste Mal spielen sah, hat er mich sofort an Kaká erinnert: die Art und Weise, wie er sich bewegt, wie grazil er ist, wie gut er dribbelt."

Mit 19 Jahren und neun Monaten ist Jamal Musiala der zweitjüngste Spieler im 26-Mann-Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Katar (nach Youssoufa Moukoko).

Zugleich ist der Youngster vom FC Bayern München aber auch der große Hoffnungsträger des DFB-Teams und vor dem Turnier in aller Munde. Für manche Spieler seines Alters könnte das eine Bürde darstellen, doch nicht für Musiala.

Musiala wurde beim FC Chelsea ausgebildet

Der Dribbelkünstler hat früh gelernt, sich durchzusetzen. Musiala wurde in Stuttgart geboren (Mutter Deutsche, Vater aus Nigeria), wohnte dann eine Zeit lang in Fulda, ging mit sieben Jahren aber wegen des Studiums der Mama nach England. Vor seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2019 spielte er mehr als acht Jahre lang in der Jugend des FC Chelsea (und vorher eine Zeit in Southampton).

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Wer bei einem Topklub wie Chelsea ausgebildet wird, muss sich auch vor der Konkurrenz beim deutschen Rekordmeister nicht fürchten. Und so gab Musiala im Juni 2020 sein Bundesliga-Debüt. Mit 17 Jahren und 115 Tagen war er damals der jüngste Bundesliga-Profi des FCB (mittlerweile waren Mathys Tel und Paul Wanner jünger). Und er schnupperte nicht nur rein beim Serienmeister, er wurde schnell ein wichtiger Faktor. Am 15. Spieltag der aktuellen Saison absolvierte er auf Schalke bereits sein 100. Pflichtspiel für den FCB. Er ist der erste Bayern-Teenager (19 Jahre, 259 Tage), der diese Marke knackte.

Beeindruckende Rekorde und überragende Qualitäten

In diesen 100 Spielen gelangen Musiala 20 Treffer, kein U-20-Spieler in der Historie des FC Bayern traf so oft (den bisherigen Rekord hielt Uli Hoeneß mit 13 Toren vor seinem 20. Geburtstag). "Ich will immer Tore schießen. Solange der Ball im Tor ist und wir gewinnen, ist es das Wichtigste", sagt Musiala selbst. Aber er kann mehr als nur Tore schießen. Er hat eine elegante Technik und überragende Ballbehandlung und kann sich dadurch auch in Bedrängnis behaupten. Hinzu kommen ein tolles Spielverständnis, viel Kreativität, Schussstärke mit beiden Füßen und ein feines Gespür für die richtigen Laufwege.

In der laufenden Saison ist Musiala Bayerns Top-Torschütze und Top-Vorbereiter. In 14 Bundesliga-Spielen hatte er 15 direkte Torbeteiligungen (neun Tore, sechs Torvorlagen) und stellte schon einen neuen persönlichen Saisonrekord in der Bundesliga an Toren und Torbeteiligungen auf.

Ligaweit war kein Spieler an so vielen Toren direkt beteiligt wie der vielseitige Offensivspieler. Kein Wunder, dass er angesichts dieser Formstärke nun auch bei der WM die Hoffnungen auf ihm ruhen. Sein Vereinstrainer Julian Nagelsmann bringt es auf den Punkt: "Er hat eine herausragende Hinrunde gespielt und wird hoffentlich die WM und die Rückrunde genauso spielen. Er hat in vielen Situationen auch Ballglück. Ihm fällt der Ball vor die Füße, weil er extrem lebendige Füße hat. Er hat einfach extrem viel Talent."