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Auf dem besten Weg in Richtung Bundesliga: Bei der Alten Dame herrscht in diesen Tagen beste Stimmung
Auf dem besten Weg in Richtung Bundesliga: Bei der Alten Dame herrscht in diesen Tagen beste Stimmung - © IMAGO/Claudius Rauch, Eibner-Pressefoto / Claudius Rauch
Auf dem besten Weg in Richtung Bundesliga: Bei der Alten Dame herrscht in diesen Tagen beste Stimmung - © IMAGO/Claudius Rauch, Eibner-Pressefoto / Claudius Rauch

Rekordstart und Gänsehaut-Kulisse: Die alte Dame lässt die Fans träumen

Hertha BSC erlebt einen historischen Saisonstart und begeistert über 70.000 Fans im Olympiastadion. Die Berliner sind ungeschlagen und träumen von der Rückkehr in die Bundesliga.

Hertha BSC ist derzeit kaum zu stoppen! Mit dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg feierte die Alte Dame bereits ihren zehnten Saisonsieg und sorgte vor über 70.000 Zuschauern im Olympiastadion für einen unvergesslichen Fußballabend. Eine solche Kulisse war in den vergangenen Jahren in Berlin zur Seltenheit geworden. Nach dem Abpfiff feierten Mannschaft und Fans gemeinsam den nächsten Erfolg. "Diese Szenen vom Feiern nach dem Spiel mit den Fans werden uns lange im Kopf bleiben“, schwärmte Topscorer Josip Brekalo.

Auch sportlich schreibt die Hertha Geschichte. Zehn Siege, ein Unentschieden und 31 Punkte nach elf Spieltagen – mehr Zähler sammelte noch kein Verein zu diesem Zeitpunkt in der 2. Bundesliga. Lediglich Bayer 04 Leverkusen gelang in der Aufstiegssaison 1978/79 ein ebenso starker Start. Erstmals in ihrer Profihistorie sind die Berliner nach elf Spieltagen noch ungeschlagen. Die einzigen Punkte ließ das Team von Stefan Leitl ausgerechnet beim aktuellen Tabellenschlusslicht Holstein Kiel liegen (0:0).

Stark auch ohne Leistungsträger

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Vergleich zur Vorsaison. Damals hatte Hertha nach elf Spieltagen lediglich 17 Punkte auf dem Konto, jetzt sind es bereits 31. Den zehnten Saisonsieg feierten die Hauptstädter 2025/26 erst am 24. Spieltag. Und das, obwohl mit Fabian Reese, Michaël Cuisance und Kennet Eichhorn mehrere Leistungsträger den Verein verlassen haben. Seit dem vierten Spieltag steht die Leitl-Elf an der Tabellenspitze. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt mittlerweile satte zehn Punkte.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Ausgeglichenheit der Mannschaft. Mit 25 Treffern präsentiert sich die Hertha offensiv so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In der vergangenen Saison erreichten die Berliner diese Marke erst am 20. Spieltag. Gleichzeitig stehen lediglich neun Gegentore zu Buche. Auch die personelle Konstanz zahlt sich aus: Leitl veränderte seine Startelf von Spiel zu Spiel nie auf mehr als zwei Positionen. Die 25 Treffer verteilen sich auf zehn verschiedene Torschützen, während Brekalo mit fünf Toren und fünf Vorlagen als Topscorer herausragt.

Starke Stimmung in Berlin

Über 70.000 Zuschauer verwandelten das Olympiastadion in einen Hexenkessel und trugen die Berliner zum nächsten Erfolg. "Das war wieder ein unglaubliches Spiel, 70.000 Fans – das ist einfach Gänsehaut pur", schwärmte Torschütze Oluwaseun Adewumi. Auch Paul Seguin zeigte sich begeistert: "Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft." Gleichzeitig mahnte der Mittelfeldspieler zur Bodenständigkeit: "Keiner hebt ab im Team, es ist alles sehr stimmig, aber wir haben immer noch nichts erreicht."

Der letzte Bundesliga-Aufstieg liegt inzwischen 14 Jahre zurück, seit dem Abstieg 2023 wartet Hertha auf die Rückkehr ins Oberhaus. Nun ist der Traditionsclub auf dem besten Weg, den siebten Aufstieg seiner Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Doch trotz aller Euphorie bleibt die Mannschaft vorsichtig. "In dieser Liga ist alles eng, und wir tun gut daran, weiter von Spiel zu Spiel zu schauen", betonte Brekalo. Eines steht aber schon jetzt fest: Die Hertha hat ihre Fans wieder begeistert – und Berlin träumt von der Bundesliga.

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