
Herthas Rekordstart als gutes Omen?
Hertha BSC stellt mit neun Siegen und einem Remis aus den ersten zehn Spielen den historischen Startrekord von Bayer 04 Leverkusen ein. Wird sich nun Geschichte wiederholen?
Hertha BSC schreibt Geschichte! Mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern haben die Berliner ihren beeindruckenden Saisonstart fortgesetzt und einen historischen Rekord eingestellt. Neun Siege und ein Unentschieden nach zehn Spieltagen – eine solche Bilanz gelang in der 2. Bundesliga zuvor nur dem späteren Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen in der Saison 1978/79. Die Mannschaft von Stefan Leitl bleibt damit ungeschlagen an der Tabellenspitze und unterstreicht eindrucksvoll ihre Ambitionen.
Auf dem Betzenberg wurden die Hauptstädter ihrer Rolle als Tabellenführer gerecht und präsentierten sich wie eine echte Spitzenmannschaft: Mitten in die starke Anfangsphase der Pfälzer hinein schlugen die Gäste eiskalt zu und sorgten für das erste Gegentor des FCK in dieser Saison. Nach fast sieben Stunden ohne Gegentreffer (413 Minuten) wurde das Team von Torsten Lieberknecht in der 2. Bundesliga wieder überwunden. Torschütze war Sebastian Grønning, der bereits zum dritten Mal in dieser Saison für die 1:0-Führung der Hertha sorgte und erstmals seit dem 2. Spieltag wieder traf.

"Diszipliniert und mutig"
Dass Grønning jedoch auch ein 2:0 erzielen kann, bewies er kurz nach Wiederanpfiff mit dem seinem Treffer des Nachmittags. "Wir waren sehr diszipliniert, gleichzeitig aber auch mutig. Wenn man obendrein die Tore macht, gewinnt man so ein Spiel", erklärte der Däne anschließend.
Besonders bemerkenswert ist die Konstanz der Berliner. Auch gegen einen heimstarken Gegner ließ sich die Leitl-Elf nicht aus der Ruhe bringen und nutzte ihre Möglichkeiten konsequent. "Wir haben aktuell einfach Vertrauen in unsere Stärken. Nach jedem Tor sind wir auf einen weiteren Treffer gegangen", betonte Mads Pedersen, der gleich zwei Treffer auflegte und beim 3:0 mit einem Traumsolo über den halben Platz glänzte.
Historischer Start macht Lust auf mehr
Mit 28 Punkten aus zehn Spielen hat Hertha nicht nur den historischen Leverkusener Startrekord eingestellt, sondern auch die Tabellenführung eindrucksvoll gefestigt. Neun Zähler beträgt der Vorsprung auf den zweitplatzierten VfL Wolfsburg. "Wir haben nun neun von zehn Spielen gewonnen, sind also definitiv auf dem richtigen Weg. Trotzdem bleiben wir bei uns und ruhig", erklärte Grønning. Auch Sportdirektor Benjamin Weber lobte die mannschaftliche Geschlossenheit und den ungebrochenen Fokus.
Lange Zeit zum Feiern bleibt den Berlinern, die es im Achtelfinale des DFB-Pokals mit dem FC Bayern München zu tun bekommen werden, allerdings nicht. Am kommenden Spieltag wartet mit den Wölfen der direkte Verfolger auf die Mannschaft von Stefan Leitl. Mit einem weiteren Erfolg könnte Hertha den Vorsprung an der Tabellenspitze sogar noch vergrößern. Die Hauptstädter gehen nach ihrem historischen Saisonstart jedenfalls mit reichlich Selbstvertrauen in das nächste Spitzenspiel.