
Hertha BSC schlägt Wolfsburg in Überzahl und marschiert weiter
Hertha BSC schlägt den VfL Wolfsburg im Spitzenspiel der 2. Bundesliga 2:1 (2:0). Oluwaseun Adewumi (44.) und Deyovaisio Zeefuik (45.+2) trafen für die Berliner, Kento Shiogai (47.) verkürzte für die Gäste. Wolfsburgs Cleiton sah früh die Rote Karte (22.).
Vor dem Anstoß stand ein Duell der beiden besten Scorer der 2. Bundesliga: Fabian Reese, der von Hertha zu Wolfsburg gewechselt war, und sein Nachfolger als Berliner Kapitän, Josip Brekalo, der einst selbst für den VfL spielte.
Reese kehrte damit erstmals ins Olympiastadion zurück. Wolfsburg trat mit der gleichen Startelf an, die zuvor gegen Osnabrück gewonnen hatte, während Hertha-Trainer Stefan Leitl nur eine Änderung vornahm und Deyovaisio Zeefuik für die rechte Abwehrseite aufbot.

Reese scheitert an der Latte, dann der Platzverweis
Wolfsburg startete druckvoll: Bereits in der 2. Minute traf Fabian Reese nach einem Konter über Alexander Bernhardsson nur die Latte, kurz darauf scheiterten auch Muhammed Damar und Robert Glatzel an der Berliner Abwehr. Danach kam Hertha besser ins Spiel.
In der 20. Minute wurde zunächst ein Elfmeter für die Berliner gegeben, nachdem Cleiton Sebastian Grønning im Laufduell zu Fall gebracht hatte – nach VAR-Eingriff korrigierte Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck die Entscheidung: kein Strafstoß, da das Foul knapp außerhalb des Strafraums geschah, dafür Rote Karte für Cleiton (22.). Wolfsburg musste fortan in Unterzahl agieren.

Doppelschlag kurz vor der Pause
Mit dem Mann mehr übernahm Hertha das Kommando, fand gegen den tiefstehenden Wolfsburg-Block aber lange keine Lücke. Kurz vor der Pause belohnten sich die Berliner dann doch: Nach einer Brekalo-Flanke von links landete der abgefälschte Ball bei Oluwaseun Adewumi, der aus 12,52 Metern direkt zum 1:0 abschloss (44.).
Nur zwei Minuten später legte Deyovaisio Zeefuik nach, von Grønning in den Lauf geschickt, aus spitzem Winkel zum 2:0 nach (45.+2). Mit der Pausenführung ging Wolfsburg in dieser Saison erstmals mit einem Rückstand in die Kabine.
Shiogai verkürzt sofort
Wolfsburg wechselte zur zweiten Halbzeit Kento Shiogai für Maximilian Arnold ein – und der Joker schlug sofort zu: Nach einem Vorstoß von Saël Kumbedi kam der Ball zu Shiogai, der sich um die eigene Achse drehte und zum 1:2 einschob (47.). Es war der erste Gegentreffer für Hertha nach 406 Pflichtspielminuten.
Die Berliner ließen sich davon aber nicht beeindrucken und blieben am Drücker, unter anderem scheiterte Paul Seguin knapp am langen Pfosten (50.). Shiogai blieb auf Wolfsburger Seite der gefährlichste Mann und kam mehrfach zum Abschluss, unter anderem in der 63. Minute aus zentraler Position knapp vorbei. Trotz Unterzahl hielt der VfL die Partie bis zum Schlusspfiff offen, Hertha brachte den 2:1-Vorsprung aber über die Zeit.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Hertha BSC 1,37 - VfL Wolfsburg 0,77
Schnellster Spieler: Kevin Sessa (BSC), 35,43 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Deyovaisio Zeefuik (BSC), 9 Prozent
Beste Pass Effizienz: Josip Brekalo (BSC), +2,49
