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Hansi Flick: Vom Co- zum Triple-Trainer beim FC Bayern München

Zwischen seinem ersten Tag als Cheftrainer des FC Bayern München und seinem größten Triumph lagen lediglich 293 Tage - Hansi Flick hat eine unglaubliche Saison 2019/20 hingelegt.

Nachdem Flick am 4. November 2019 vom Co- zum Chef-Trainer aufgestiegen war, begann er mit seinem FC Bayern München eine beeindruckende Erfolgsserie, die ihre Krönung mit dem Champions-League-Sieg am 28. August 2020 erfuhr.

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Davor hatten die Münchner unter Flick bereits souverän die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal (4:2-Sieg gegen Leverkusen) gewonnen. Und verdientermaßen wurde der 55-Jährige jetzt bei der alljährlichen Wahl von deutschen Sportjournalisten zum "Trainer des Jahres 2020" gewählt.

Gewohnt bescheiden bewertete Flick das Wahlergebnis als "Auszeichnung für mein gesamtes Trainerteam". Bereits in der Stunde seines größten Erfolgs in Lissabon hatte er sich ähnlich zurückhaltend geäußert: "Mein Dank gilt der Mannschaft. Was sie in den letzten Monaten geleistet hat, ist einfach sensationell. Das Trainerteam und ich sind sowas von stolz, dass wir sie begleiten dürfen."

Flick in seiner Debütsaison zum Triple

Der 1:0-Erfolg gegen Paris Saint-Germain war der Schlusspunkt einer wahren Energieleistung: Seit insgesamt 30 Pflichtspielen ist der FC Bayern ungeschlagen (29 Siege, 1 Remis), zuletzt gab es 21 Siege in Serie. Das ist ein laufender Rekord im deutschen Profifußball.

Und Flick reihte sich mit dem Gewinn des Triples gleich in seiner Debütsaison in die Reihe großer Trainer wie Sir Alex Ferguson (1999 mit Manchester United), Pep Guardiola (2009 mit dem FC Barcelona), José Mourinho (2010 mit Inter Mailand), Jupp Heynckes (2013 mit dem FC Bayern) und Luis Enrique (2015 mit dem FC Barcelona) ein.

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Hansi Flick holt als zweiter deutscher Trainer nach Jupp Heynckes 2013, ebenfalls mit Bayern) das Triple - Jürgen Fromme/Jürgen Fromme / firo Sportphoto

"Ich bin stolz auf die Mannschaft"

Während Ende Juni die achte Münchner Meisterschaft in Folge für so manches Urgestein wie Thomas Müller oder David Alaba schon fast Gewohnheit war, sah das beim Cheftrainer des FC Bayern ganz anders aus. Hansi Flick war nach zehn Spieltagen auf Niko Kovac gefolgt, damals lagen die Bayern "nur" auf Platz vier in der Tabelle. Der Rekordmeister entschied sich zum Trainerwechsel. Der bisherige Co-Trainer bekam die Chance und musste direkt im Klassiker gegen Borussia Dortmund ran – mit Erfolg.

Der 4:0-Sieg gegen den BVB sollte aber nur der Auftakt zu einer Rekordsaison der Münchner sein. Ob 34 Saisontore in 31 Spielen von Robert Lewandowski, der Assist-Rekord von Thomas Müller oder die beste Rückrunde der Bundesliga-Geschichte – die Bayern-Elf sorgte für einige neue Bestmarken.

Auch wegen Hansi Flick. Der Bayern-Trainer gewann in seiner ersten Saison 88 Prozent aller Bundesliga-Spiele – das ist die historisch höchste Siegquote aller Bundesliga-Trainer, also noch ein weiterer Rekord. "Ich bin absolut stolz auf die Mannschaft, sie hat eine sensationelle Saison gespielt", lautete Flicks sachliche Bilanz dieser so beeindruckenden Saison. "Der Teamgeist, die Mentalität, die Spielfreude – das ist außergewöhnlich gewesen."

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