Torjubel: Robert Lewandowski nach seinem Treffer zum 3:2 - © ULMER via www.imago-images.de/imago images/ULMER Pressebildagentur
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FC Bayern München: Auf Robert Lewandowski ist weiter Verlass

Der FC Bayern hat Aufsteiger SC Paderborn 07 knapp mit 3:2 besiegt. Vor allem dank Robert Lewandowski, der seinen ersten Doppelpack 2020 erzielte. Damit ist der Pole weiter auf den Spuren von Gerd Müller, dessen historischen Rekord von 40 Toren in einer Saison er in dieser Spielzeit wohl knacken könnte.

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Als Robert Lewandowski noch bei Borussia Dortmund spielte, gab ihm Jürgen Klopp einen Rat. Der zweimalige Meister-Trainer des BVB sei sich nie ganz sicher gewesen, ob sein Top-Stürmer, wenn der auf dem Platz stand, glücklich war oder nicht. "Probleme mit der Körpersprache", nannte Lewandowski das kürzlich in einem Interview mit der englischen Zeitung "Guardian". Es sei damals nicht einfach gewesen, "aber ich wusste, dass ich das ändern muss, um ein besserer Spieler zu werden."

Am Freitag hingegen hätte auch der für impulsive emotionale Ausbrüche bekannte Klopp keine Probleme gehabt, die Freude aus der Körpersprache des polnischen Superstars abzulesen. Lewandowski brüllte nach seinem Tor zum 3:2 gegen den SC Paderborn sein Glück und Erleichterung heraus, als habe er mit dem FC Bayern München gerade noch Größeres erreicht. Dabei hatte sein Team "nur" das immens wichtige und schwierige Heimspiel gegen den mutigen Aufsteiger aus Ostwestfalen gewonnen, der in der Allianz Arena gleich zweimal einen Rückstand ausgeglichen hatte.

Überragende 25 Tore nach 23 Spieltagen

Doch der FC Bayern hat insbesondere in der Schlussphase einer so engen Partie einen besonderen Trumpf in der Hand - und spielt ihn regelmäßig aus. Denn auf den Top-Torjäger der Bundesliga war auch gegen Paderborn wieder Verlass. Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack in diesem Jahr sicherte Lewandowski den Bayern drei Punkte.

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In keinem Spiel zuvor hatte er härter für einen Treffer arbeiten müssen. Neun Torschüsse, und damit die Hälfte der Mannschaft von Trainer Hansi Flick, gab der 31-Jährige ab. In keinem Bundesliga-Spiel schloss er bislang häufiger ab. Der Lohn dafür: Nach 23 Spieltagen hat Lewandowski bereits 25 Tore erzielt. Das schaffte vor ihm lediglich Gerd Müller. Dem gelang das sogar zweimal, zuletzt in der Saison 1971/72.

Europaweit ist der 38-malige Torschütze (in 32 Pflichtspielen) als zuverlässiger Vollstrecker gefürchtet. Und ein Ende seiner ohnehin schon beeindruckenden Karriere ist laut seiner Aussage noch lange nicht in Sicht. "Ich fühle mich nicht wie 31 und ich tue alles dafür, um für die nächsten fünf, sechs Jahre topfit zu bleiben", sagte Lewandowski dem "Guardian".

Lewandowski ehrgeizig: "Ich kann an allem noch arbeiten"

In dieser Zeit soll der Rekordmeister einen für Lewandowski besonders wichtigen Titel gewinnen. 2013 musste er - im Trikot von Borussia Dortmund - dabei zusehen, wie einige seiner späteren Teamkollegen die Champions-League-Trophäe in die Höhe heben durften. Jetzt sagt er: "Ich glaube immer noch, dass wir eines Tages im Champions-League-Finale stehen und es gewinnen werden."

Dafür braucht es für den FC Bayern natürlich diesen besonderen Stürmer, der noch lange nicht ausgelernt hat, wie er behauptet: "Ich kann an allem noch arbeiten. Aber eine bestimmte Sache? Vielleicht meine Schüsse aus der Distanz. Ich will Teil des Teams und des Spiels sein. Ich will mich bewegen und passen, deshalb suche ich immer Räume, um den Ball zu bekommen und meine Mitspieler zu finden."

Gegen den frechen Aufsteiger war Lewandowski aber einmal mehr als Torschütze gefragt. "Paderborn hat uns absolut gefordert. Deswegen bin ich froh über die drei Punkte", sagte Trainer Hansi Flick. Und wohl auch über seinen zuverlässigen Top-Stürmer.