Auch die Abwehrspieler des FC Bayern schießen Tore: Benjamin Pavard jubelt - © FC Bayern München/Marco Donato
Auch die Abwehrspieler des FC Bayern schießen Tore: Benjamin Pavard jubelt - © FC Bayern München/Marco Donato
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Der FC Bayern München bleibt weiter gierig: Gala gegen Fortuna Düsseldorf

Thomas Müller mimte den Frustrierten, als er eine Viertelstunde vor dem Abpfiff vom Feld trabte. "Den muss ich machen, den einen. Krieg ich wieder nen Anschiss daheim", rief er laut vernehmbar. Tatsächlich war Müller bester Laune, zugleich war die gespielte Entrüstung aber auch Ausdruck der Gier, mit der Bayern München der 30. Deutschen Meisterschaft entgegenmarschiert. Eine Gier, die der Rekordmeister bei der Gala gegen Fortuna Düsseldorf lustvoll auslebte.

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Müller spielte auf eine Szene in der 63. Minute an, zu diesem Zeitpunkt führte der FC Bayern schon 5:0 (2:0), und hatte doch noch nicht genug. "Wir wollten die gleiche Mentalität zeigen wie in Dortmund", erklärte Alphonso Davies die Einstellung der Münchner bei Sky. Der wie aufgedreht spielende Kanadier war letzter Torschütze gegen bedauernswerte Gäste. Für die ersten Treffer hatten Mathias Jörgensen (15./Eigentor), Benjamin Pavard (29.) und Robert Lewandowski (43., 50.) gesorgt.

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Nach dem 1:0 am vergangenen Dienstag in Dortmund resultierte die eindrucksvolle Leistungsschau der Bayern im achten Sieg in Serie in der Bundesliga, dem vierten seit dem Re-Start. Damit trennen den Rekordmeister nur noch höchstens drei Erfolge aus fünf Partien vom nächsten Titel. Mit 86 Toren nach 29 Runden stellten die Bayern außerdem einen Ligarekord auf. Die eigene Bestmarke von insgesamt 101 Treffern aus der Saison 1971/72 scheint möglich.

Ehrgeiz treibt die Bayern an

Trainer Hansi Flick tat freilich, als bringe ihn das alles nicht aus der Ruhe. "Statistiken und Rekorde interessieren mich aktuell nicht", betonte er bei Sky, "mir geht es darum, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen." Ihm sei nach dem Spiel in Dortmund auch besonders "wichtig" gewesen, "dass die Mannschaft nicht nachlässt, und das haben wir gesehen. Wir haben dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gegeben." Die Bayern seien "eine andere Liga", sagte Fortunas Erik Thommy.

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Warum das so ist? "Weil wir sehr, sehr ehrgeizig sind", sagte David Alaba, "die Stimmung in der Mannschaft ist sehr positiv, das sieht man auch im Spiel. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und am Ende ganz oben stehen." Das werden sie wohl, ebenso wie Lewandowski, der mit seinen Saisontreffern Nummer 28 und 29 einen kleinen Makel beseitigte: Er hat jetzt gegen alle 18 aktuellen Bundesligisten getroffen. Gegen Düsseldorf benötigte er dafür ungewöhnlich lange 423 Ligaminuten Anlauf.

Robert Lewandowski bejubelt einen seiner beiden Treffer gegen die Fortuna - M. Donato/FC Bayern via Getty Images

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Düsseldorf lief gegen gewohnt dominante Bayern fast durchweg hinterher. Die Bayern-Abwehr um Lucas Hernandez, der für den zuletzt leicht angeschlagenen Jerome Boateng erstmals seit der Wiederaufnahme von Beginn an ran durfte und überzeugte, wurde nur sehr selten gefordert. Dass der französische Weltmeister zur Pause vom Platz musste, war der einzige echte Wermutstropfen im Münchner Siegerkelch.