
Kane-Hattrick beschert den Bayern den Pokalsieg gegen Stuttgart
Der FC Bayern München hat das DFB-Pokalfinale 2026 gegen den VfB Stuttgart mit 3:0 (0:0) gewonnen. Harry Kane traf dreifach (55., 80., 90.+2) und sichert dem Rekordmeister und -pokalsieger das 13. Double der Vereinsgeschichte.
Das DFB-Pokalfinale 2026 im Berliner Olympiastadion versprach ein Südschlager der Extraklasse: Der FC Bayern München, frisch gekrönter Bundesliga-Meister und Rekordpokalsieger mit 20 Titeln, traf auf den Titelverteidiger VfB Stuttgart. Für die Bayern fehlte Stammkeeper Manuel Neuer verletzungsbedingt (Wadenprobleme), sodass Jonas Urbig zwischen den Pfosten stand.
Trainer Vincent Kompany nahm im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel vier Änderungen vor: Michael Olise, Aleksandar Pavlović, Josip Stanišić und Urbig begannen für Neuer, Tom Bischof, Leon Goretzka und Lennart Karl. Beim VfB nahm Sebastian Hoeneß nur eine Änderung vor: Luca Jaquez ersetzte Nikolas Nartey. 74.036 Zuschauer sorgten für eine grandiose Atmosphäre im ausverkauften Olympiastadion.
Stuttgart dominiert die erste Hälfte
Der VfB Stuttgart startete mutig und aggressiv ins Finale. Bereits in der zweiten Minute köpfte Deniz Undav nach einer Ecke von Maximilian Mittelstädt direkt in die Arme von Urbig. Die Schwaben liefen hoch an und setzten die Bayern unter Druck – nach knapp 20 Minuten hatten die Münchner noch keinen einzigen Torschuss verzeichnet.
In der neunten Minute schrammte Mittelstädt mit einem Schuss aus spitzem Winkel am linken Pfosten vorbei. In der 17. Minute zwang Mittelstädt Urbig erneut zu einer starken Parade. Auf der anderen Seite kam Harry Kane in der 22. Minute per Kopf nach einer Flanke von Olise zum ersten nennenswerten Abschluss der Bayern, köpfte das Spielgerät aber über das Tor.
In der 27. Minute hielt Urbig einen Schuss von Chris Führich sicher fest. Josip Stanišić prüfte in der 37. Minute VfB-Keeper Alexander Nübel mit einem Distanzschuss. Es blieb beim torlosen 0:0 zur Pause – ein Etappensieg für die Stuttgarter, die in allen drei vorherigen Pflichtspielen dieser Saison gegen Bayern zur Halbzeit zurückgelegen hatten.
Kane trifft per Kopf zur Führung
Zu Beginn der zweiten Hälfte blieb das Bild zunächst ähnlich – Stuttgart blieb bissig und Bayern suchte nach Lücken. Einen Freistoß in der VfB-Hälfte spielte Joshua Kimmich kurz auf Olise, der mit einer butterweichen Flanke von rechts Kane am langen Pfosten bediente. Der Engländer köpfte in der 55. Minute aus fünf Metern unhaltbar ins linke untere Eck zum 1:0 ein.
Wenig später vergab Konrad Laimer in der 61. Minute die große Chance auf das 2:0, als er nach einer Parade Nübels gegen Luis Díaz den Abpraller aus sechs Metern über das leere Tor jagte.

Kane macht den Sack zu
In der 80. Minute erhöhte Kane auf 2:0: Zunächst jagte er einen Schuss aus 23 Metern an die Latte, ehe Díaz das Leder von links flach nach innen gab. Kane drehte sich am Elfmeterpunkt mit dem Rücken zum Tor, ließ Chema Andrés stehen und vollendete aus der Drehung unten rechts ins Netz.
In der Nachspielzeit (90.+1) blockte Angelo Stiller eine Hereingabe von Olise mit dem Arm – Schiedsrichter Jablonski zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Kane trat selbst an und verwandelte in der 90.+2 Minute sicher zum 3:0 – sein Hattrick war perfekt. Für die Bayern bedeutete der Sieg das 13. Double der Vereinsgeschichte.










