Zusammenfassung

  • Robert Lewandowski war der große Matchwinner beim Sieg der Bayern gegen Wolfsburg

  • Mit einem Doppelpack führte der Pole seine Mannschaft zum Erfolg

  • "Er hat seine ganze Klasse gezeigt", lobte Hasan Salihamidzic seinen Stürmer

Wolfsburg - Über vier Pflichtspiele gab es für den FC Bayern München keinen Sieg zu bejubeln. Mit dem 3:1 beim VfL Wolfsburg endete dieser Negativlauf. Der große Matchwinner war Robert Lewandowski, der mit zwei Toren und einer Torvorlage die entscheidenden Akzente setzte.

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Zufrieden stolzierte er durch den Kabinengang. Interviews geben wollte Robert Lewandowski diesmal allerdings nicht. Wozu auch? Seine Leistung gegen den VfL Wolfsburg sprach für sich. Erst erzielte er nach einer tollen Vorlage von Mats Hummels das 1:0. Zu Beginn der zweiten Halbzeit legte er dann mit dem zweiten Treffer nach, ehe er schlussendlich das 3:1 für James Rodriguez vorbereitete. Zwei Tore, eine Vorlage – in keinem anderen Spiel dieser Saison war der polnische Nationalspieler so effektiv. Dafür gab es ein dickes Lob von Sportdirektor Hasan Salihamidzic: "Er hat ein super Spiel gemacht, hat sich gut bewegt, Tore gemacht und vorbereitet, Chancen kreiert. Er hat seine Klasse gezeigt. Das macht er aber schon die ganze Zeit, auch wenn er mal ohne Tor bleibt."

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Der FC Bayern möchte wieder eine Einheit sein und dies auch ausstrahlen
Der FC Bayern möchte wieder eine Einheit sein und dies auch ausstrahlen © gettyimages / JOHN MACDOUGALL

Auch Mitspieler Mats Hummels fand nur lobende Worte über den Stürmer mit der Nummer 9: "Der war heute absolut überragend, mannschaftsdienlich, hat klug gespielt." Tatsächlich waren es nicht nur die Tore, bei denen Lewandowski glänzte. Er nahm großen Einfluss auf das gesamte Spiel, indem er sich manchmal etwas tiefer fallen ließ und tolle Vorlagen für die Flügelspieler auflegte. So kam zum Beispiel in der vierten Spielminute die erste Chance des Spiels durch Serge Gnabry zustande. Überhaupt beinhaltete das Spiel der Bayern einige Überraschungsmomente. Mit langen Diagonalpässen auf die Flügel oder in die Spitze wurde zum Beispiel immer wieder schnell verlagert.

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Für Trainer Niko Kovac war jedoch entscheidend, dass seine Mannschaft nicht nur mit schönen Spielaktionen überzeugte, sondern auch andere Attribute an den Tag legte: "Man hat gesehen, dass selbst der FC Bayern München neben den fußballerischen Qualitäten auch kämpferische Qualitäten aufzuweisen hat. Das ist der richtige Weg." Salihamidzic äußerte sich ebenfalls zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Wir haben genau umgesetzt, was der Trainer gesagt hat, haben nach vorne gespielt, den Ball laufen lassen und die Tore gemacht."

"Wir müssen die Einheit ausstrahlen, die wir sein wollen" Thomas Müller (FC Bayern München)

Gegenüber der Startaufstellung von vor zwei Wochen, als die Bayern 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach verloren, gab es zwei Veränderungen: Thomas Müller und Leon Goretzka mussten auf die Bank, dafür kamen Serge Gnabry und Javi Martinez hinein. Müller äußerte Verständnis für die Entscheidung des Trainers: "Wir haben einen sehr breiten Kader. Der Trainer hat uns eben so aufgestellt. Wir müssen die Einheit ausstrahlen, die wir sein wollen. Dann gibt es keinen Grund, negative Stimmungen zu erzeugen."

"Rotation ist wichtig"

Zumal der nächste Einsatz möglicherweise nicht lange auf sich warten lässt. Dienstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei AEK Athen bereits die nächste Aufgabe. "Es wird rotiert", kündigte Trainer Kovac schon einmal an und fügte zu der Thematik hinzu: "Beim FC Bayern wird darüber immer besonders viel diskutiert, weil bei uns dann Nationalspieler auf der Bank sitzen. Aber wir haben eben nur Nationalspieler. Rotation ist wichtig. Man kann nicht alle drei Tage auf höchstem Niveau spielen, das geht nicht."

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Hummels unterstreicht die Bedeutung des bevorstehenden Champions-League-Spiels: "Wir wollen gewinnen und auf keinen Fall verlieren, wodurch man noch in eine blöde Situation geraten könnte. Mit einem Sieg könnten wir uns ein schönes Polster verschaffen. Das ist das Ziel."

Aus Wolfsburg berichtet Oliver Jensen

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