Siegtreffer in der Schlussphase: Yannick Gerhardt jubelt beim 3:2 - Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Siegtreffer in der Schlussphase: Yannick Gerhardt jubelt beim 3:2 - Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
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Der VfL Wolfsburg springt gegen den FC Augsburg auf Platz fünf

Augsburg - Der VfL Wolfsburg hat dem FC Augsburg das Weihnachtsfest verdorben und darf nach seinem beeindruckenden Schlussspurt in der Winterpause vom Europacup träumen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich in einem hart umkämpftem Bundesligaspiel bei den Schwaben 3:2 (2:0) durch und überwintert auf Rang fünf.

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VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (33.), William (41.) und Yannick Gerhardt (89.) schraubten das Punktekonto der Mannschaft der Stunde mit ihren Treffern auf 16 in den letzten sechs Begegnungen. Rani Khedira (49.) und der eingewechselte Sergio Cordova (58.) hatten zwischenzeitlich ausgeglichen.

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Während die Niedersachsen an Heiligabend auf den dritten Auswärtssieg nacheinander anstoßen dürfen, sitzt der seit acht Spielen sieglose FCA mit großen Sorgen unterm Baum: Platz 15 bedeutet akute Abstiegsgefahr.

Guilavogui trifft zum 1:0 für den VfL - Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Vor 28.152 Zuschauern in der WWK Arena gehörten die ersten 20 Minuten dem FCA, für den Konstantinos Stafylidis erstmals seit 13 Monaten wieder auflief. Der Linksverteidiger ersetzte den wegen Sprunggelenksproblemen kurzfristig ausgefallenen Philipp Max. An der Marschroute von Coach Manuel Baum änderte dies nichts: Augsburg versuchte wie gewohnt, dem Gegner mit viel Laufarbeit und aggressivem Zweikampfverhalten den Schneid abzukaufen. Wolfsburg zeigte sich davon zunächst beeindruckt und beging im Aufbau einige Fehler. Marco Richter (7.) und Alfred Finnbogason (13.) nutzten dies zu ersten Chancen. Doch bald riss der Faden beim FCA, weil sich der VfL zunehmend seiner Qualitäten im Offensivspiel besann und deutlich zielstrebiger agierte.

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Anschlusstreffer: Khedira trifft in der 49. Minute - Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Wout Weghorst (28.) scheiterte noch am Pfosten, doch nach einer Ecke und der Verlängerung von John Anthony Brooks war Guilavogui per Abstauber zur Stelle - 0:1. Die Führung gab Wolfsburg Auftrieb, beim FCA dagegen zeigten sich ohne Abwehrchef Martin Hinteregger (Gehirnerschütterung) phasenweise Auflösungserscheinungen. Torwart Andreas Luthe rettete gegen Daniel Ginczek (41.), war gegen Williams leicht abgefälschten Schuss aus 16 Metern aber machtlos. Robin Knoche (45.) hatte vor dem Seitenwechsel sogar das 0:3 auf dem Kopf.

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FCA-Coach Baum vitalisierte seine Elf zu Wiederbeginn mit zwei offensiven Wechseln - und tatsächlich kämpfte sie sich zurück ins Spiel. Erst stocherte Khedira den Ball im Duell mit dem zögerlichen William zum Anschluss ins Tor. Dann setzte sich Cordova im Luftkampf gegen Knoche durch und glich per Kopf aus.

In der Schlussphase waren beide Mannschaften weitgehend auf Sicherheit bedacht. Vor allem Wolfsburg tat zunächst zu wenig, um die Hausherren erneut in Verlegenheit zu bringen. Doch ein sehenswerter Konter, eingeleitet durch einen präzisen Abschlag von Torwart Koen Casteels, brachte doch noch den Gästesieg.

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Spieler des Spiels: Yannick Gerhardt

Yannick Gerhardt erzielte sein erstes Pflichtspieltor in diesem Kalenderjahr. Im VfL-Dress hatte er zuvor überhaupt nur einmal getroffen, letzten November zu Hause gegen Freiburg. In Augsburg versenkte einen seiner beiden Torschüsse, gewann starke 64 % seiner Zweikämpfe und war laufstärkster Spieler der Partie (12,5 Kilometer).