
Späte Europa-Entscheidung für Frankfurt
Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart haben sich am 34. Spieltag 2:2 (0:2) getrennt. Jonathan Burkardt (72., 90.+2) traf für die SGE, Chema Andrés (10.) und Nikolas Nartey (45.+4) für Stuttgart.
Der letzte Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 hatte es in sich: Eintracht Frankfurt empfing den VfB Stuttgart im Deutsche Bank Park in einem Duell mit enormer Brisanz. Die SGE kämpfte um einen europäischen Startplatz, während die Schwaben die Champions-League-Qualifikation auf Platz vier verteidigen wollten.
Frankfurt hatte zuletzt nur einen Punkt aus vier Spielen geholt und musste unbedingt gewinnen. Beim VfB fehlte der gesperrte Atakan Karazor, während bei der Eintracht Collins, Grahl und Höjlund verletzt ausfielen. Ellyes Skhiri bestritt sein 200. Bundesliga-Spiel.
Früher Schock: Andrés trifft per Kopf
Frankfurt startete schwungvoll in die Partie und hatte durch Jean-Mattéo Bahoya in der 3. Minute die erste Chance – Arnaud Kalimuendo legte auf, doch Alexander Nübel parierte stark. In der 8. Minute scheiterte auch Ritsu Dōan mit einem Schuss zentral an Nübel.
Dann schlug Stuttgart eiskalt zu: Chris Führich schlug in der 10. Minute eine perfekte Ecke in den Strafraum, und Chema Andrés nickte aus kurzer Distanz am langen Pfosten ein – 0:1. Ein bitterer Rückschlag für die Gastgeber, die das Spiel bis dahin dominiert hatten. Kurz darauf musste Bahoya verletzt vom Platz; Ansgar Knauff kam für ihn (17.).
Frankfurt drängt, Stuttgart kontert
Die Eintracht versuchte zu antworten. Can Uzun zeigte in der 22. Minute ein beeindruckendes Dribbling durch den Stuttgarter Strafraum, schoss aber direkt auf Nübel. Skhiri köpfte nach einer Ecke von Dōan in der 29. Minute knapp am Tor vorbei.
Auf der anderen Seite war Stuttgart gefährlich: Nikolas Nartey köpfte in der 34. Minute nach einer Führich-Flanke, Zetterer hielt sicher. Ramon Hendriks jagte den Ball nach einer Ecke in der 37. Minute knapp über die Latte.
Nartey erhöht in der Nachspielzeit
Kurz vor der Pause schlug Stuttgart dann ein zweites Mal zu. Nübel spielte einen langen Abstoß, Deniz Undav legte auf Führich ab, der wiederum Undav bediente. Dessen Querpass in den Strafraum fand Nartey, der nur noch einschieben musste – 0:2 in der 45.+4. Minute!
Ein Doppelschlag, der Frankfurt in der Halbzeit in eine äußerst schwierige Lage brachte. Zur Pause stand es 0:2, und Stuttgart war auf bestem Weg in die Champions League.
Zweite Hälfte: Frankfurt kämpft sich zurück
Zur Halbzeit brachte Eintracht-Coach Albert Riera Farès Chaïbi für Arnaud Kalimuendo. Der Einwechselspieler sah allerdings bereits in der 47. Minute die Gelbe Karte nach einem Foul und Protest. Stuttgart blieb gefährlich: In der 59. Minute rettete Michael Zetterer am langen Pfosten gegen Chema Andrés, der beinahe seinen zweiten Treffer erzielt hätte. In der 60. Minute reagierte Riera erneut und brachte Mahmoud Dahoud für Mario Götze sowie Jonathan Burkardt für Can Uzun.
In der 72. Minute kam der Wendepunkt: Nübel klärte zunächst einen Ball in der Luft, ließ ihn dann aber liegen. Jonathan Burkardt eilte heran, Nübel kam zu spät und trat dem Stürmer auf den Fuß – Elfmeter für Frankfurt! Burkardt schnappte sich den Ball, ließ Nübel keine Chance und verwandelte sicher zum 1:2. Der Anschluss war da, und die Eintracht witterte ihre Chance.

Dramatik in der Nachspielzeit: Burkardt schnürt den Doppelpack
Frankfurt drängte auf den Ausgleich, doch Stuttgart verteidigte leidenschaftlich. In der 90.+1. Minute sprang Chema Andrés der Ball im Strafraum an den Arm – Schiedsrichter Tobias Welz zeigte erneut auf den Punkt! Burkardt trat an, schoss diesmal hoch in die Mitte und erzielte das 2:2 (90.+2).
Ein unglaublicher Doppelpack vom Elfmeterpunkt! Das Ergebnis änderte nichts an Stuttgarts Champions-League-Qualifikation, da Hoffenheim in Mönchengladbach verlor. Für Frankfurt bedeutete das Remis das Ende der Europacup-Hoffnungen in dieser Saison.
Man of the Match: Jonathan Burkardt
Jonathan Burkardt (29 Prozent der Stimmen) schnürte zum ersten Mal als Joker einen Doppelpack – er wurde mit 13 Treffer Frankfurts Top-Torschütze (fünf davon gelangen ihm als Joker).
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 0,62 - Stuttgart 1,05
Schnellster Spieler: Ansgar Knauff (SGE), 35,52 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:2 von Nikolas Nartey (VFB), 0 Prozent
Most Pressed Player: Ritsu Dōan (SGE), 19 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Chris Führich (VFB), +7,16
Fantasy Heroes: Chris Führich (VfB Stuttgart, 258 Punkte), Nikolas Nartey (VfB Stuttgart, 248 Punkte), Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt, 237 Punkte)










